Mario Bunk soll beim TuS Eichlinghofen Regie führen - und erklärt den Abschied aus Kirchderne

hzFußball-Bezirksliga

Sein Abschied von Viktoria Kirchderne hatte für Verstimmung gesorgt, jetzt schildert Mario Bunk seine Sicht zum Wechsel zum TuS Eichlinghofen. Dort soll er künftig die Fäden im Mittelfeld ziehen.

Dortmund

, 28.06.2019 / Lesedauer: 4 min

Neulich, beim Kreispokalfinale zwischen dem TuS Eichlinghofen und dem Lüner SV, hatte sich Mario Bunk schon mal unter die Zuschauer gemischt und seine neue Mannschaft beobachtet. „Man hat gesehen, was für eine hohe Qualität dort vorhanden ist“, sagt der 29-Jährige rückblickend auf den Sensationssieg des TuS im Elfmeterschießen gegen den Westfalenligisten Lüner SV. „Und mir hat schon immer gefallen, wie sie Fußball spielen.“

Bunk wollte Teil dieses Fußballs, Teil dieser Mannschaft sein, und so verließ er in diesem Sommer Kirchderne, um sich dem Liga-Konkurrenten aus Eichlinghofen anzuschließen. Dass der TuS in der vergangenen Bezirksliga-Saison nur als Elfter ins Ziel einlief, 15 Punkte und sieben Plätze hinter Bunks altem Verein Viktoria Kirchderne, war kein Ausschlusskriterium. „Ich bin davon überzeugt, dass noch viel, viel mehr im TuS steckt, als sie das zuletzt gezeigt haben.“

Viktoria Kirchderne enttäuscht von Mario Bunks Wechsel

Bei seinem alten Verein, Viktoria Kirchderne, hatte Bunks Abgang derweil für leichte Verstimmung gesorgt. Er sei der erste gewesen, der dem Klub bereits im Januar für die neue Saison zugesagt hätte“, erklärte Trainer Florian Buchholz vor Kurzem im Gespräch mit dieser Redaktion. „Um uns dann einige Zeit später aus einer Verletzungspause heraus nur noch per Whatsapp mitzuteilen, dass er den Verein doch wechseln werde. Das fanden wir schon ziemlich schwach - vor allem wenn man sich seit 25 Jahren kennt.“

Nun haben manche Geschichten bekanntlich zwei Seiten, und so hört sich Bunks Version dann auch in Teilen etwas anders an. Er sagt, er habe damals versucht, die Verantwortlichen telefonisch zu erreichen, doch aus terminlichen Gründen kam ein Telefonat nicht zustand. Und so habe er dann eben über Whatsapp um ein Gespräch gebeten. „Für mich ist damals halt eine neue Situation entstanden, die es zu besprechen galt“, so der 29-Jährige. Ein direktes Telefonat sei aus in diesem Moment offenbar nicht möglich gewesen.

Wechselwunsch über Whatsapp mitgeteilt

Man habe ihn daraufhin gefragt, was genau los sei, „und dann habe ich ihnen eben von meinen Absichten geschrieben, dass ich den Verein doch gerne wechseln würde. Daraufhin hat man mir dann geantwortet, dass ein Gespräch nicht mehr notwendig sei.“ Dass man bei Viktoria Kirchderne enttäuscht über seinen Wechsel sei, „kann ich aber verstehen“, sagt Bunk. Er hofft nun, dass nichts hängenbleibt und man weiter gut miteinander auskommt.

Dass er überhaupt noch mal über einen Tapetenwechsel nachgedacht habe, ist auch ein bisschen Marvin Pluck geschuldet. Über den „Plucker“, wie der 30-Jährige gerufen wird, sei der Kontakt nach Eichlinghofen überhaupt erst zustande gekommen. „Wir haben zusammen in der Jugend gespielt“, sagt Bunk. Pluck gab die Information, dass sein ehemaliger Mitspieler sich einem Wechsel wohl nicht verschließen würde, an seinen Trainer weiter, der daraufhin Kontakt mit Bunk aufnahm.

Jetzt lesen

„Wir hätten nie gedacht, dass wir überhaupt zusammenkommen könnten“, sagt TuS-Trainer Marc Risse. Doch es folgten gute Gespräche, und Risse überzeugte Bunk vom Projekt Eichlinghofen. „Ich habe Mario schon lange beobachtet“, sagt er. „Und ich war immer begeistert davon, wie er spielt.“ Als Sechser vor der Abwehr. „Ich sehe ihn in einer zentralen Rolle bei uns, auch positionsbedingt. Wir planen ihn entweder auf der Sechs oder vorgezogen auf der Zehn ein.“

Bunk wählt lieber die risikoreiche Variante

Bunk selbst spielt am liebsten auf der Sechs. Dort kann er am besten Regie führen und das Spiel seiner Mannschaft lenken. Denn der 1,70 Meter große Mittelfeldakteur, der über ein gutes Pass- und Stellungsspiel verfügt, hat das Spiel gerne vor sich. Bunk setzt dabei weniger auf Quer- oder Sicherheitspässe, er zieht vielmehr auch mal die risikoreiche Variante in Betracht.

„Wer im Fußball kein Risiko eingeht, erzielt auch keine Tore. Und das ist ja der Sinn des Fußballspielens“, sagt Bunk, der sich Eichlinghofen zudem besonders auf die Zusammenarbeit mit Marc Elbracht freut, der zum Trainerteam des TuS stoßen wird. Welche konkreten Ziele die beiden mit dem TuS Eichlinghofen für die neue Saison in Angriff nehmen wollen, lässt Bunk noch offen. Nur so viel: „Wir wollen die Saison besser abschließen als im vergangenen Jahr.“ Und vielleicht ja sogar wieder mit dem Sieg im Kreispokalfinale. Diesmal nicht mit dem Zuschauer Bunk, sondern dem Spieler.

Lesen Sie jetzt