Mit Video: Tumulte nach Roter Karte beim Hörder Entscheidungs-Derby in Renninghausen

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Mehr Spannung geht nicht: Im Entscheidungsspiel zwischen dem Hörder SC und dem VfL Hörde kochten in der spannenden Schlussphase die Emotionen hoch. Ein Torhüter wurde zum Helden.

Dortmund

, 28.12.2019, 20:02 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zwanzig Sekunden standen noch auf der Anzeigentafel in der Halle Renninghausen, als es zu Tumulten auf den Tribünen kam. Kurz zuvor war Farid Damoch vom VfL Hörde im Entscheidungsspiel gegen den Hörder SC im Zweikampf gegen Christian Brunner zu spät gekommen.

Achtmeter und Rote Karte

Der Schiedsrichter entschied ohne zu Zögern auf Achtmeter und zeigte dem VfL-Kapitän die Rote Karte. Eine Entscheidung, mit der einige Zuschauer offensichtlich nicht zufrieden waren.

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„Ich weiß nicht, warum es zu Tumulten kam“, sagte Robert Podeschwa, Trainer des Hörder SC. Er wisse auch nicht, wessen Anhänger angefangen haben. Die Ordner reagierten allerdings schnell, auch einige Spieler beider Teams versuchten, die große Menschentraube zu beruhigen.

Ein HSC-Spieler berichtete nach dem Spiel von einem leichten Schlag, den er abbekommen habe. Auch einige der ehrenamtlichen Ordner sollen angespuckt worden sein.

HSC vergibt große Chance zum Ausgleich

Doch es dauerte nicht lange, ehe sich die Gemüter wieder beruhigten und die letzten zwanzig Sekunden des Hörder Derbys weitergehen konnten. Paul Koch hatte die große Chance, kurz vor Schluss zum 3:3 auszugleichen. Aber VfL-Keeper Fabian Schulten hatte etwas dagegen, hielt den Ball und sicherte seinem Team so den Einzug in die nächste Runde. „Ich hab schon Druck gespürt“, gestand er.

Hier gibt‘s die Partie noch einmal im Video zu sehen:

Er habe dann auch nicht überlegt, in welche Ecke, er springen würde. „So etwas entscheidet ein Torwart instinktiv.“

Dank an den Torhüter

Und so konnte der VfL Hörde sich am Ende bei seinem Torhüter bedanken, weitergekommen zu sein. Zuvor hatte der später vom Platz verwiesene Farid Damoch mit einem Doppelpack das Spiel gedreht. Doch das große Gesprächsthema blieb nach Abpfiff das Handgemenge auf der Tribüne.

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„Da sind die Emotionen wohl hochgekocht“, sagte Robert Podeschwa, der kein Verständnis für die Aktion hatte. „So etwas toleriere ich nicht“, stellte er klar. Doch „auf Außenstehende haben wir leider keinen Einfluss.“

„Jede Schubserei ist zu viel“

Auch VfL-Trainer Lukas Lakoma reagierte mit Unverständnis auf die Reaktion einiger Zuschauer auf die Schiedsrichter-Entscheidung. Er selbst habe aber auch nicht sehen können, von wem die Initiative ausging. Doch „jede Schubserei ist zu viel“, erklärte er. „Wer angefangen hat, spielt dann auch keine Rolle.“

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