Mitten in der Corona-Krise: Eine Entlassung beim KF Sharri Dortmund mit Beigeschmack

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Dass KF Sharri Dortmund in der kommenden Saison einen neuen Trainer haben würde, stand schon fest. Jetzt hat der Kreisligist seinen aktuellen Trainer aber sofort entlassen - aus zwei Gründen.

Dortmund

, 24.03.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Corona-Krise hat auch alle Dortmunder Fußball-Vereine zu einer Pause gezwungen, es steht immer noch nicht fest, ob und wie die Saison weitergeht. Ein Dortmunder Verein pfeift aber auf die Zwangspause und hat die Corona-Krise jetzt dazu genutzt, seine Pläne schon schneller umzusetzen.

Eigentlich war der Abschied von Trainer Ferhat Degirmenci bei K.F. Sharri Dortmund nämlich erst zum Saisonende geplant - aber schon seit vergangenem Freitag ist der Fußballlehrer kein Trainer mehr beim Kreisligisten. Das verkündete der Verein nach einer Vorstandssitzung in der vergangenen Woche bei Facebook.

„Der Verein hat sich dazu entschlossen, jetzt schon klar Schiff zu machen“, erklärt Ferhat Degirmenci, der über den Entschluss des Sharri-Vorstands nicht böse sei. „Die hatten die Entscheidung schon getroffen, das musste ich dann so hinnehmen“, erklärt der Ex-Sharri Trainer.

Ex-Sharri-Trainer Ferhat Degirmenci: „Das Ende hat einen faden Beigeschmack“

Trotz allem habe das Ende der Zusammenarbeit einen faden Beigeschmack: „Die Zeit bei Sharri war für mich sehr erfahrungsreich, hat aber mit der ganzen Corona-Krise natürlich leider ein nicht so schönes Ende genommen.“

Der Sportliche Leiter und zukünftige Trainer des Vereins sieht als Grund der Vertragsauflösung zwar auch die Corona-Krise, aber in erster Linie auch die sportlichen Resultate von Degirmenci. „Ein zweiter Grund ist natürlich auch die Erfolgslosigkeit“, erklärt Pietro Perrone, der schon Anfang März bestätigt hatte, in der kommenden Saison auf der Sharri-Trainerbank zu sitzen.

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Nach den Neuzugängen in der Winterpause „hätten wir im Pokal gewinnen und an Gahmen vorbeiziehen müssen“, so Perrone, der, sollte die Saison doch noch zu Ende gespielt werden, ab sofort an der Seitenlinie stehen würde.

Sharri Dortmund und Ferhat Degirmenci schauen nach vorne

Zum Zeitpunkt der Saisonunterbrechung stand Sharri mit 35 Punkten auf dem fünften Tabellenplatz, fünf Zähler hinter dem Aufstiegs-Relegationsplatz, der eigentlich erreicht werden sollte. Anfang März verlor das Team von Degirmenci mit 2:4 gegen den jetzt Tabellenzweiten Gahmen, Mitte März im Pokal gegen Bezirksligist Mengede 08/20 mit 1:4. „Ein Trainer wird nun mal nach den Ergebnissen beurteilt“, sagt Perrone, der ein guter Freund von Degirmenci sei.

Und der Kreisligist schaut auch trotz der Corona-Krise jetzt schon wieder nach vorne. „Ich und meine Kollegen werden jetzt versuchen, was aufzubauen, 60 bis 70 Prozent der Mannschaft will bleiben“, so Perrone.

Und Ferhat Degirmenci? Der hatte eigentlich geplant, im April seine Trainer-B-Lizenz zu machen. Bisher habe er noch keine Absage bekommen, er gehe aber davon aus, dass der Lehrgang nicht stattfinden werde. Aber auch Degirmenci lässt sich nicht runterziehen: „Ich bin trotz allem offen für Gespräche, ich mache den Job als Trainer einfach gerne.“

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