Mühsam auf den Thron

DORTMUND Zwei Mal trafen sich der SV Berghofen und die SG Lütgendortmund in der Vergangenheit bereits im Finale der Fußball-Stadtmeisterschaft der Frauen. Am Sonntag kam es zum dritten Mal zu diesem Duell. Letztlich behielt die SGL mit 2:0 die Oberhand, doch so knapp wie diesmal war es noch nie.

von Von Jan Büsse

, 04.02.2008, 16:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der SVB lieferte der SGL (rot) einen heißen Final-Kampf

Der SVB lieferte der SGL (rot) einen heißen Final-Kampf

Vor dem Anpfiff fand sich der Regionalligist aus Lütgendortmund noch einmal zu einem Beschwörungskreis zusammen. Indiz dafür, dass sie im Finale etwas gutmachen wollten. Denn der Favorit hatte bis dato nicht wirklich überzeugt, oder wie SGL-Trainer Andreas Köhler es ausdrückte: "Wir haben uns durchgewurschtelt." Auch im Finale lief es zunächst nicht wie gewünscht. Zumindest nicht für die SGL, denn der SVB kam richtig gut ins Spiel und hatte durch Silke Guse die erste hochkarätige Möglichkeit (2.).

SGL stabiler

Doch Lütgendortmund stabilisierte sich zusehends, und Anja Dittert sorgte, nach schönem Zusammenspiel mit Verena Marzinkowski für das 1:0 (9.). Knappe zwanzig Sekunden vor Schluss war es dann Verena Marzinkowski, deren Treffer zum 2:0 die endgültige Entscheidung brachte (15.).

Nach der Schlusssirene war die Trauer auf Berghofener Seite groß - die eine oder andere Akteurin des SV verdrückte sogar ein paar Tränen.

Verkrampft und umständlich

Doch auch die Freude bei der SGL hielt sich in Grenzen, denn das Finale war repräsentativ für die Leistung des Regionalligisten über weite Strecken dieses Wochenendes - irgendwie verkrampft und vor dem Tor meistens zu umständlich, fanden die Schützlinge von Trainer Köhler eigentlich nie zu ihrer Form. Allerdings wurde es ihnen diesmal auch nicht gerade leicht gemacht, denn sämtliche Teams zeigten sich im Vergleich zum Vorjahr stark verbessert.

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