Nach einem Spiel schon wieder weg: Pietro Perrone wechselt den Trainerposten

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Ein Saisonspiel hat Pietro Perrone beim TuS Holzen-Sommerberg an der Seitenlinie gestanden. Dann ist er zu einem anderen Verein gegangen, den er schon mal betreut hat.

Dortmund

, 09.10.2020, 11:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Erst zur neuen Saison kam Pietro Perrone zum A-Ligisten TuS Holzen-Sommerberg. Nach nur einem Saisonspiel gab er seinen Trainer-Job aber schon wieder ab und hat sich einem anderen Dortmunder Verein angeschlossen.

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Er wechselt in die Gruppe 2 der Kreisliga A zu K.F. Sharri und kehrt damit an alte Wirkungsstätte zurück. Dort war er noch im Mai vor seinem Wechsel zu Holzen Sportlicher Leiter und Trainer der ersten Mannschaft. Von nun an wird er nur noch die erste Mannschaft trainieren. „Einige Freunde von mir spielen da. Sie haben angefragt, ob ich helfen kann“, erklärt Perrone den Schritt.

Nach vielen Abgängen schien das Projekt 20/21 von Sharri gescheitert. Er wolle nun an einem neuen Konzept mitwirken und den Verein voranbringen, sagt Perrone. Seit vier Saisonspielen steht er schon als Trainer an der Seitenlinie. Sein Team konnte seitdem zweimal gewinnen, verlor einmal und spielte einmal unentschieden.

„Aus null Punkten habe ich sieben gemacht“

„Das ist mit dieser Mannschaft eigentlich gar nicht unbedingt möglich. Aus null Punkten habe ich sieben gemacht“, sagt Perrone. Seine Einstellung sei generell immer: „Jeder Punkt ist erst mal einer gegen den Abstieg.“ In der Winterpause können man dann noch mal schauen, was möglich ist.

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Dann sollen auch neue Spieler kommen. „Das müssen wir dringend aktiv werden“, sagt Perrone. „Wir brauchen mehr Qualität. Aus einem anderen Grund, ist die Situation aber gerade vor allem auf der Torwartposition schwierig. Beim 4:3-Heimsieg habe Veton Bajrami die Rote Karte gesehen, weil er Fans beleidigt habe, erzählt der Sharri-Coach.

„Er hat nur das gleiche erwidert, was die ihm entgegen geworfen haben, der Schiedsrichter hat das aber gehört. Unterste Gürtellinie war das.“ Bajrami wird für zehn Spiele gesperrt. Ein weiterer Spieler flog in diesem Spiel ebenfalls vom Platz. Er wird sechs Spiele gesperrt.

Die nächsten Spiele steht ein Feldspieler im Tor

„Da sind wir natürlich selbst schuld“, sagt Perrone. Beim letzten Liga-Spiel stand wegen der Sperren mit Shemshedin Aliu ein Feldspieler im Tor. Der Torwart der zweiten Mannschaft sei auch aus beruflichen Gründen keine Alternative, sagt Perrone. „Unser Feldspieler hat das besser gemacht, als alle anderen, die wir haben und wird jetzt erst mal weiter im Tor spielen.“

Trotz seines Engagements bei Sharri bleibt Perrone auch dem TuS Holzen-Sommerberg als Trainer der A-Jugend erhalten. „Ich habe viele Jungs für die A-Jugend mitgebracht. Denen fühle ich mich verpflichtet“, sagt Perrone. Zur A-Jugend werde er vor den Spielen von Sharri fahren, sagt er.

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Es sei von vornherein so geplant gewesen, dass er sich bei Holzen eher im Hintergrund halte und unterstütze. Sein Wechsel zu Sharri nach so kurzer Zeit habe bei Holzen nicht für Ärger gesorgt. „Das sieht man ja auch daran, dass ich weiter im Verein bin“, sagt der neue Sharri-Coach. Er habe einfach überlegt, welcher Verein mehr Hilfe benötige. Wegen seines Jobs habe er sich entscheiden müssen, was er weiter macht.

„Ich muss ja auch noch Arbeiten und habe ein Privatleben. Aus einer Sieben-Tage-Woche, habe ich eine Acht-Tage-Woche gemacht. Das geht einfach nicht. Zwei erste Mannschaften kann man nicht zusammen betreuen.“ Der neue Sharri-Coach mache sich bei Holzen aber ohnehin keine Sorgen.

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„Arne ist ein sehr guter Junge, der das super macht“, sagt er über Arne Werner, mit dem er die erste Mannschaft vorher zusammen trainiert hat. „Ich habe da gar keine Bedenken, weil er einfach sehr weit ist.“ Und auch Werner findet lobende Worte für seinen nun Ex-Trainer-Kollegen: „Das lief alles sehr ehrlich und fair ab.“ Er sei froh, dass Perrone dem Verein erhalten bleibe. „Pietro bringt einfach extrem viel Kompetenz mit.“

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