Nah an der Weltklasse

DORTMUND Das „Einschwimmen“ beim Kurzbahn-Weltcup am vergangenen Wochenende in Berlin funktionierte glänzend, ab heute gilt´s für die Schwimmer der SG Dortmund bei den Deutschen Meisterschaften in Essen.

von Von Petra Nachtigäller

, 21.11.2007, 15:12 Uhr / Lesedauer: 1 min
Klopft an die Tür zur Weltspitze: Sonja Schöber (r.) - hier mit Sarah Poewe

Klopft an die Tür zur Weltspitze: Sonja Schöber (r.) - hier mit Sarah Poewe

Für die Berliner Glanzlichter hatten Sonja Schöber und Robert Könneker gesorgt. Völlig überraschend schlug Sonja über 100 m Lagen in einem Weltklassefeld als Zweite hinter Frankreichs Olympiasiegerin Laure Manadou an, und ihre ausgezeichneten 1:01,33 Min. bedeuten natürlich persönliche Bestzeit. „Damit habe ich selber nicht unbedingt gerechnet. Da sieht man doch, dass das Höhentrainingslager wieder anschlägt“, sagte die Studentin, die über ihre Spezialstrecke 100 m Brust nach Vorlaufbestzeit im Finale als Dritte mit 1:06,85 Min. gestoppt wurde. Ebenfalls als Vorlaufsiegerin ging Schöber über 50 m Brust ins Wasser und kam als Endlauf-Vierte (31,29 Sek.) wieder heraus.

„Das war schon ein bombiger Auftritt von Sonja und Robert“, sagte SG-Cheftrainer Volker Höltke. Robert Könneker buchte in der Hauptstadt über die 100 und 200 m Rücken zwei sechste Final-Plätze und zwei persönliche Bestmarken, wobei sich der Sportsoldat über die 100 m in 1:55,39 Min. gleich um eine Sekunde verbesserte.

Kurzbahn-EM lockt

Über 100 m Kraul ließ der 21-Jährige noch einen neunten Platz folgen. „Die 200 m Kraul habe ich mir für Essen aufgespart“, sagte Könneker augenzwinkernd. Im dortigen Zentralbad beginnt heute die Kurzbahn-DM, die auch Qualifikation ist für die Kurzbahn-Europameisterschaft vom 13. bis 16. Dezember im ungarischen Debrecen. 19 Dortmunder SG-Schwimmer sind in Essen dabei, 47 Starts sind vorgesehen.

Neben Sonja Schöber und Robert Könneker stehen aus SG-Sicht besonders Philipp Cool über 100 m Brust sowie Marius Dittrich und der erst 14-jährige Senkrechtstarter Melvin Hermann im Fokus. „Philipp ist nach einer längeren Verletzungspause zu Jahresbeginn noch im Aufbautraining, aber auf einem guten Weg“, weiß Höltke, der auch Dittrich über 200 m Delphin eine „sichere Endlauf-Teilnahme“ zutraut. Und Hermann? Höltke: „Melvin hat in diesem Wintersaison schon vier Alterklassenrekorde geschwommen, er hat sein Soll erfüllt und soll in Essen einfach weiter lernen.“

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