Der Sprung von den Amateurfußballern zum BVB II gelingt nicht Vielen. Arif Et hat es geschafft. Der Spieler des FC Brünninghausen bedankt sich im Interview vor allem bei seinem Mentor.

Dortmund

, 16.05.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Er hat beim BVB II einen Ein-Jahres-Vertrag unterschrieben. Im Interview erklärt Arif Et unter anderem, wem er treu bleiben will und warum er keinen Berater hat.

Mit 26 Jahren wechseln Sie zum BVB II. Hätten Sie gedacht, in dem Alter noch einmal das schwarzgelbe Trikot tragen zu dürfen?

Ich glaube jeder, der aus dieser Region kommt und hier jahrelang gespielt hat, hat den Traum, das Trikot des BVB zu tragen. Ich habe nicht mehr so richtig daran geglaubt, dass dieser Traum für mich in Erfüllung gehen kann. Umso schöner ist es, dass es doch geklappt hat.

Wie ist der Kontakt zustande gekommen?

Ich hatte von dem Interesse des BVB gehört. Ich wurde vorgeschlagen. Es kam dann zum Gespräch mit Teammanager Ingo Preuß. Wir haben über die Möglichkeit eines Wechsels gesprochen. Ich musste nicht lange überlegen. Das ist Borussia Dortmund.

Welche Rolle hat Ihr Ex-Trainer Alen Terzic bei der Verpflichtung gespielt, der ja heute beim BVB arbeitet?

Meine Statistik spricht natürlich für mich und ist keinem verborgen geblieben. Für mich war es dann noch ein Bonus, dass Alen zum BVB gewechselt ist. Er hat bestimmt eine Rolle bei meiner Verpflichtung gespielt, so wie er mich seit zehn Jahren begleitet, fördert und unterstützt. Für diese Zeit und die Hilfe bin ich ihm sehr dankbar.

Beginnt mit dem Wechsel zum BVB auch ein neues Leben für Sie?

Ich nehme mir immer vor, meinem Charakter treu zu bleiben. Ich habe über den Vertrag auch mit meinem Chef gesprochen, der mir zugesichert hat, eine Pause bei der Arbeit für den Fußball einlegen zu dürfen. Das war wichtig für mich, denn ich muss mir ja Gedanken darüber machen, wenn es nicht beim BVB klappt. Ich muss ja erstmal schauen, wie es für mich beim neuen Klub läuft, ob ich mich wohl fühle, der Belastung standhalte.

Wie wünschen Sie sich denn Ihr erstes Jahr beim BVB II?

Ich wünsche mir ein überragende Zeit. Ich möchte mich gut einleben, der Trainingsintensität standhalten. Ich glaube aber, dass ich der gewachsen bin, da ich auch heute schon sehr viel individuell arbeite.

Sie zählen ja schon immer mit Ihrer Klasse zu den Hochbegabten Ihrer Ligen. Wechseln Sie zu spät in den bezahlten Fußball?

Für mich war es immer wichtig, dass ich mich in meinem Umfeld wohl fühle. Deshalb habe ich schon im Jugendbereich Angebote von höherklassigen Vereinen abgelehnt. Mir ist aber bewusst, dass ich für den bezahlten Fußball mit meinen 26 Jahren spät dran bin.

Neuer BVB-II-Angreifer Arif Et im Interview: „Mir ist bewusst, dass ich spät dran bin“

Arif Et will mit dem FC Brünninghausen noch den Klassenerhalt schaffen. © Schütze

Haben Sie eigentlich einen Berater?

Nein, das kläre ich alles alleine. Ich bin ja ein cleverer Mensch.

Gab es mehrere Angebote von höherklassigen Teams?

Zwei, drei Regionalligisten hatten mich angeschrieben. Aber als der Anruf des BVB kam, haben die anderen Angebote keinen Sinn gemacht.

Kann der BVB II ein Sprungbrett für noch höhere Ligen sein?

Das wäre natürlich die Story, die jeder sucht. Mit 26 Jahren zum BVB II, um dann noch weiter durchzustarten. Aber darum geht es nicht. Ich will mich jetzt beim BVB II beweisen, mich schnell in das Team einleben und die Zeit genießen. Ich spiele bald ihn vielen tollen, prestigeträchtigen Stadien. Darauf freue ich mich.

Aktuell spielen Sie ja noch für den FC Brünninghausen und haben bestimmt noch ein großes Ziel, oder?

Definitiv. Ich will mit dem Team die Klasse halten. Deshalb habe ich lange damit gewartet, dem Team mitzuteilen, dass ich zum BVB gehe. Damit es keine Unruhe gibt, die Mannschaft und ich nicht abgelenkt sind.

Wie hat die Mannschaft auf den Wechsel reagiert?

Mir haben alle geschrieben, dass sie mir Glück wünschen und dass ich es verdient hätte. Darüber habe ich mich gefreut. Mir haben auch viele alte Mitspieler geschrieben. Das zeigt, dass sie alle Respekt vor mir und meinen Leistungen haben, so wie ich Respekt vor allen habe, egal ob jung oder alt.

Wie sicher sind Sie sich, dass der FCB die Klasse hält?

Ich bin mir absolut sicher. Wir haben alles selbst in der Hand. Gewinnen wir zweimal, bleiben wir drin. Ich will mich auf keinen Fall mit einem Abstieg verabschieden. Der Verein und die Spieler sollen mich immer positiv in Erinnerung behalten.

Der Liga-Konkurrent ASC 09 hat ja noch die Chance, in die Regionalliga aufzusteigen, würden Sie sich in der kommenden Spielzeit über das Derby BVB II gegen ASC 09 Dortmund freuen?

Natürlich, ich gönne es ihnen. Zwei Dortmunder Teams in der Regionalliga wären doch super.

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