Fußball-Oberligist ASC 09 Dortmund kämpft beim SC Paderborn 07 II gegen seinen Auftaktfluch

Amateurfußball

Am Sonntag startet der ASC 09 beim SC Paderborn II in die neue Saison. Nach den Erfahrungen der Vergangenheit wäre ein Auftaktsieg des Fußball-Oberligisten durchaus als Überraschung zu bezeichnen.

Dortmund

, 10.08.2019, 20:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Fußball-Oberligist ASC 09 Dortmund kämpft beim SC Paderborn 07 II gegen seinen Auftaktfluch

Wohin führt der Weg des ASC 09 in dieser Saison? Das Team von Trainer Daniel Sekic gehört zu den Aufstiegsfavoriten. © Stephan Schütze

Man muss schon ein klein wenig in den Archiven kramen, um den letzten Auftaktsieg des ASC 09 Dortmund in eine neue Saison ausfindig zu machen. Er könne sich selbst gar nicht mehr so recht daran erinnern, sagt Michael Linke, Vorsitzender des Fußball-Oberligisten. „Vor drei Jahren vielleicht?“ Falsch. Der letzte erfolgreiche Start liegt mittlerweile fünf Jahre zurück.

ASC wünscht sich drei Punkte zum Start

Am 16. August 2014 gewannen die Aplerbecker, damals noch von Daniel Rios gecoacht, mit 3:1 gegen den FC Gütersloh 2000. Seitdem folgten Auftaktniederlagen gegen Lippstadt (0:4), zweimal Brünninghausen (1:3, 1:4) und zuletzt den TuS Haltern mit 0:1. Der Wunsch na

ch einem Start mit drei Punkten „ist bei uns entsprechend groß“, sagt Linke, der sich - wie eigentlich allen Beteiligten beim ASC - auch darüber bewusst ist, dass die Auswärtsreise zum SC Paderborn 07 II (Sonntag, 15 Uhr) alles andere als einfach werden wird.

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„Paderborn war in der vergangenen Saison die drittbeste Rückrunden-Mannschaft“, sagt Daniel Sekic, Trainer des ASC, der in dieser Kategorie sogar noch einen Platz vor dem SCP logiert. „Ich bin überzeugt davon, dass sie auch in dieser Saison eine gute Rolle spielen werden. Aber wir wollen unser Spiel durchdrücken und natürlich die Punkte mit nach Aplerbeck nehmen.“

Ein gutes Omen?

Sekic, so es der Zufall wollte, ist übrigens ein Augenzeuge des letzten Auftaktsieges des ASC 09. Der 43-Jährige, damals noch Trainer des Liga-Konkurrenten SuS Stadtlohn, saß auf der Tribüne im Waldstadion. „Ich habe mir die beiden Mannschaften damals zur Vorbereitung angeschaut“, erzählt Sekic. Und wer weiß: „Vielleicht ist es ja ein gutes Omen.“

Allein darauf verlassen will sich der Übungsleiter indes nicht. Dafür arbeitet er zu detailversessen und zu erfolgsorientiert, wie auch die Vorbereitung gezeigt hat. Dass der ASC diese mit einem eindrucksvollen 4:2-Sieg über den Drittligisten MSV Duisburg hat ausklingen lassen, will man beim ASC nicht überbewerten. „So schön solche Erfolge sind, Punkte bringen sie uns nicht“, sagt der Vorsitzende Michael Linke. „Das ist jetzt alles Makulatur.“

Geduld ist gefragt

Trainer Daniel Sekic erklärt: „Die vergangenen Wochen sind nicht wirklich aussagekräftig für diese Spielzeit. Wir haben viele junge Spieler geholt und befinden uns weiterhin in einem Entwicklungsprozess. Da müssen wir geduldig bleiben.“

Dass dieser Prozess, von dem Sekic da spricht, längst noch nicht abgeschlossen ist, dürfte die Wenigsten überraschen. Zwölf, vorwiegend junge Spieler sind in der Sommerpause zum Oberligisten gestoßen. 19 Mann aus dem 28er-Kader, Michel Post, Lars Warschewski, Phil Südefeld oder Florian Rausch zum Beispiel, sind 1998 oder später geboren. So etwas braucht Zeit. Doch die Phase, in der sich das Team zum aktuellen Zeitpunkt befindet, lässt zumindest viel Gutes für die Aplerbecker Zukunft erhoffen.

Flexibilität vorne und hinten

Schon jetzt zeigt sich der Vorjahresdritte sowohl in seinem Offensiv- als auch seinem Defensivspiel äußerst flexibel, auch das Ballbesitzspiel wurde in den letzten Wochen weiter verfeinert. „Für uns geht es am Sonntag darum, all das auf dem Platz umzusetzen, was wir uns in der Vorbereitung erarbeitet haben“, sagt der ASC-Trainer, dessen Mannschaft durchaus zum Favoritenkreis der Fußball-Oberliga gezählt werden darf.

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Das Spiel am Sonntag dürfte dennoch eins auf Augenhöhe werden. Paderborn sei eine sehr „laufintensive und taktisch gut geschulte Mannschaft“, sagt Sekic. „Und wie wir setzen sie viel auf Ballbesitz.“ Klingt wie ein klassisches 50:50-Spiel, und das dürfte es wohl auch werden, „aber gerne mit dem besseren Ende für uns“, hofft Sekic. Damit der (kleine) Auftaktfluch des ASC 09 Dortmund endgültig sein Ende findet.

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