Offensives Mittelfeld: Tim Gebauer ist der Francesco Totti von Mengede 08/20

Elf des Jahres

Die Schritte, die Tim Gebauer ging, hätten mit seiner Vita längst nicht viele Fußballer gemacht. Zwei Abstiege in vier Spielzeiten – und der Mengeder ist noch immer im Volksgarten aktiv.

Dortmund

, 14.06.2019, 09:35 Uhr / Lesedauer: 2 min
Offensives Mittelfeld: Tim Gebauer ist der Francesco Totti von Mengede 08/20

Tim Gebauer ist der Spielgestalter bei Mengede 08/20. © Laryea

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Wer mit Mitte 20 als gestandene Größe, wie es Tim Gebauer vor sieben Jahren beim SSVg Velbert war, in der Regionalliga spielt, dem stehen Türen mit verschiedensten Möglichkeiten offen. Der heute 34-Jährige entschied sich für einen unpopulären Schritt.

Zwei Abstiege, trotzdem treu

Er ging zurück zu seinem Heimatverein Mengede 08/20 in die Westfalenliga, dem er trotz zweier Abstiege binnen vier Jahren in die Bezirksliga die Treue hielt und für Trainer Tobias Vößing durchaus als großer Gewinn betrachtet werden darf.

Auf dem Platz: Mit 13 Treffern zählte Gebauer in der vergangenen Saison zu den treffsichersten Spielern. Doch Vößing misst seinen Spielmacher nicht nur an Toren. „Seine Art und Weise als Typ macht ihn zum wichtigsten Spieler, den wir haben. Er ist absolut verlässlich und loyal“, sagt der 08/20-Coach. Nicht mit Schnelligkeit überzeugt Gebauer, dafür mit Übersicht, Spielintelligenz und einer positiv unspektakulären Weise. „Er ist immer anspielbar und macht eigentlich nie einen Fehler. Wäre jeder Spieler so, wäre das für einen Trainer das reinste Paradies“, lobt Vößing.

Offensives Mittelfeld: Tim Gebauer ist der Francesco Totti von Mengede 08/20

Immer anspielbereit: Tim Gebauer. © Laryea

Neben dem Platz: Die Verbundenheit zum Mengeder Klub wird aus seiner persönlichen Historie seit der Rückkehr 2015 mehr als deutlich. Zwei Abstiege schreckten ihn nicht ab, dafür investierte er als Stammspieler stets alles – und verzichtet bewusst auf das Amt des Kapitäns. „Tim ist eher der ruhige Typ und keiner, der die Spieler nach vorne schreit“, erzählt Vößing. Wenn er spricht, dann wohlüberlegt und ruhig. „Er führt oft Gespräche mit den jungen Spielern, die natürlich zu ihm aufschauen“, ergänzt Mengedes Trainer. Dass ihm dieser Schatz im Kader bald abhandenkommen könnte, fürchtet Vößing indes nicht: „Ich habe nicht das Gefühl, dass er mit der Zeit an Körnern verliert.

Ein Spieler wie: Francesco Totti. Der ewige Römer verließ seinen AS nie, ging mit ihr auch unpopuläre Wege und war immer, wenn er spielte, einer der Besten.

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