Olympia-Test der weltbesten Ringer in Dortmund

DORTMUND Heute hier, morgen dort: Karl-Martin Dittmann, Geschäftsführer des Deutschen Ringerbundes (DRB) und Präsident des NRW-Verbandes, ist für seinen Sport als Funktionär ständig auf Achse – mit positivem Effekt für seine Heimatstadt Dortmund. Ein Interview

21.11.2007 / Lesedauer: 2 min
Olympia-Test der weltbesten Ringer in Dortmund

Geschäftsführer des Deutschen Ringerbundes: Karl-Martin Dittmann

Hallo, Herr Dittmann, stimmen die Gerüchte, dass sich der DRB mit Dortmund um die Europameisterschaft 2011 oder 2012 bewirbt? Karl-Martin Dittmann: Woher wissen Sie das? Nun, in der Tat, das ist eine Option. Im Zuge der EM-Bewerbung hat der Ringerbund uns zunächst einmal den Zuschlag für einen EM-Testlauf in Dortmund gegeben.

Wie soll der aussehen? Dittmann: Dortmund richtet ja eh seit Jahren den Grand Prix im griechisch-römischen Stil aus. Im kommenden Jahr wird es vom 20. bis 22. Juni in der Körnighalle einen Gemeinschafts-Wettkampf mit dem Freistilringern geben. Wir rechnen je Stilart mit etwa 100 Athleten aus aller Welt, und die Besetzung wird vor den Olympischen Spielen von Peking sicherlich sehr gut sein, weil viele ihre Form testen wollen.

Wann fällt die Entscheidung über die EM-Bewerbung? Dittmann: Wir haben im Ringerbund erst einmal eine Arbeitskommission gegründet, bis zum Grand Prix 2008 ist sicherlich eine Entscheidung gefallen. Dortmund mit den Westfalenhallen wäre sicherlich ein idealer Austragungsort für eine EM, die ja an einem Ort über eine Woche alle Stilarten vereint. Zunächst gibt es aber einige andere wichtige Dinge zu tun.

Und die wären? Dittmann: Nun, die Vorbereitung eines Doppel-Grand Prix erfordert natürlich größeren organisatorischen Aufwand. Der Etat wächst von bisher knapp 90 000 auf 140 - 150 000 Euro. Zum Glück haben das Land NRW und auch die Stadt Dortmund erneut ihre Unterstützung zugesagt. Es geht aber nicht ohne zusätzliche Sponsoren, ich werde demnächst bei potenziellen Geldgebern vorsprechen.

Wird Dortmund mit seiner großen Ringertradition doch noch zum Zentrum des deutschen Ringens? Dittmann (lacht): Na auf jeden Fall arbeiten wir fleißig daran, den Standort attraktiv zu halten.

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