Podehl und Brümmer: ASC-Krise ist eng mit den prägenden Figuren der Vergangenheit verbunden

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Zwei absolute Leistungsträger der Vorsaisons fremdeln beim ASC 09 Dortmund momentan noch mit der neuen Spielzeit. Maxi Podehl und Kevin Brümmer wollen - aber es klappt gerade nur wenig.

Dortmund

, 29.09.2019, 11:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Maxi Podehl stand fassungslos im Mittelkreis. Die Stimmung nach der 2:3 (2:2)-Niederlage gegen die Sportfreunde Siegen war in seinem Gesicht abzulesen. „Es ist halt so. Wenn man unten steht, klappt nicht alles. Wenn man oben steht, klappt alles“, sagte Podehl. Er steht mit seinem Team momentan unten.

Drei Tore - alle aus einem Spiel

Auch für ihn selbst läuft es bislang noch nicht. Drei Tore stehen auf seinem Konto, alle von der 3:4-Niederlage in Erndtebrück: „Es ist schwierig im Moment“, sagt Podehl, „wir spielen uns generell nicht viele Chancen heraus.“ Gegen Siegen war es besser, aber Podehl hatte bis auf eine Szene kaum etwas dazu beigetragen.

„Maxi ist gar nicht ins Spiel gekommen“, sah auch Samir Habibovic, Aplerbecks Sportlicher Leiter, keine gute Leistung seines Top-Stürmers, der in den vergangenen drei Spielzeiten 55 Oberliga-Tore erzielt hat. In der vergangenen Saison hatte er nach drei Spielzeiten auch erst drei Treffer auf dem Konto, da fehlte Podehl aber auch in vier Spielen.

Kein Glück

„Wir müssen das irgendwie hinkriegen“, sagte Podehl nach dem 2:3 gegen Siegen. Und meinte vielleicht auch ein bisschen sich selbst. Denn es ist ja nicht so, dass er nicht ackern würde, dass er nicht lauern würde, doch so wie in den vergangenen Jahren läuft es halt noch nicht. Gegen Siegen drückte er in einer Szene einen Querpass von Daniel Schaffer über die Linie - doch sein Teamkollege hatte vorher im Abseits gestanden: „Wir haben auch das Glück nicht“, sagte Habibovic.

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Doch der Sportliche Leiter der Aplerbecker legt den Finger auch tiefer in die Wunde: „Man muss ehrlich sein: Wenn die beiden Spieler, die in den letzten Jahren unser Spiel geprägt haben, ihre Leistung nicht bringen, dann haben wir ein bisschen Probleme.“

Brümmer steht neben sich

Gemeint ist neben Podehl auch Kevin Brümmer. Der 26-Jährige Ausnahmespieler des ASC „steht ein bisschen neben sich“, sagt Habibovic. Brümmers Spielweise wirkt in guten Zeiten kreativ und launig, in schlechten wie momentan kann sie auch lustlos rüberkommen. Doch daran liegt es definitiv nicht, sagt auch Habibovic, „die beiden wollen ja. Es klappt nur im Moment aus welchen Gründen auch immer einfach nicht.“

Für Brümmer, der immerhin sein drittes Saisontor erzielte und den Sekic nach 82 Minuten auswechselte und Podehl sprangen gegen Siegen andere in die Bresche. Die Viererkette aus Jan Stuhldreier, Philipp Rosenkranz, Maurice Buckesfeld und Florian Rausch machte - trotz dreier Gegentore - ein überragendes Spiel: „Auch wenn das komisch klingt, wenn man drei Tore bekommt“, sagt Trainer Daniel Sekic. „Flo Rausch war top, Stuhldreier hat es überragend gemacht“, lobte auch Habibovic.

Team hat sich nicht aufgegeben

Hinzu kamen die vielen jungen Spieler, denen Sekic in der Schlussphase noch das Vertrauen gab. Dzanan Mujkic auf der Sechs, Jonas Schneck und Phil Südfeld im Sturmzentrum, Macjej Boekemüller auf der Außenbahn, Stammkraft Moritz Isensee gehört da auch noch mit zu. „Die Mannschaft hat gekämpft, sich nicht aufgegeben und alles versucht“, sagt Habibovic. Aber trotzdem standen sie hinterher wieder ohne Punkte da. „Dafür“, sagte Podehl im Mittelkreis, „habe ich auch keine Worte.“

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