Rapper, Rückkehrer und alte Bekannte – Viktoria Kirchderne schielt auf die Top 5

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Während vielerorts in der Bezirksliga die Winterpause dazu genutzt wurde, personell nochmal kräftig nachzulegen, herrscht bei Viktoria Kirchderne vergleichsweise Ruhe. Der aktuell Tabellenachte setzt auf Konstanz.

Dortmund

, 14.02.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Die Abteilung, mit der Viktoria Kichderne in der laufenden Bezirksligasaison geglänzt hat, ist ganz klar die Defensive. Nur 20 Gegentore in 17 Ligaspielen sind ein absoluter Spitzenwert. Nur der Tabellenerste Türkspor Dortmund hat mit 18 einen noch besseren Wert zu vermelden. „Natürlich ging es für uns in der Vorbereitung deshalb auch darum, diese Stabilität zu pflegen und zu bewahren“, sagt Trainer Florian Buchholz.

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Die eigentliche Baustelle der Kirchderner liegt weiter vorne. Denn offensiv brachte man längst nicht soviel zu Wege. Bisher nur 22 Tore geschossen - damit bewegt man sich im unteren Drittel der Konkurrenz. „Das ist schon sehr dürftig. Darum war natürlich das Ziel der Vorbereitung, nach vorne hin deutlich gefährlicher zu werden. Unsere Testspiele in der Winterpause haben da zumindest einen positiven Trend gezeigt. Da war kein Spiel, in dem wir nicht getroffen haben.“

Bredehorn ist kein Unbekannter

Die Hoffnungen für ein deutlich mutigeres und torgefährlicheres Spiel ruhen ab Sonntag ganz klar auf Danny Bredehorn und Dennis Piastowski. Bredehorn ist in Kirchderne kein Unbekannter. In der Saison 2015/2016 trug er als bester Schütze mit seinen Toren maßgeblich zu Kirchdernes Aufstieg in die Bezirksliga bei. Nach Stationen beim TV Brechten, Alemannia Scharnhorst und Blau-Weiß Huckarde kehrt Bredehorn jetzt zur Viktoria zurück. „Und auch wenn er zuletzt bei Huckarde nur in der zweiten Mannschaft in der Kreisliga B gespielt hat, hat er in der Vorbereitung jetzt schon gezeigt, wie sehr er uns weiterhelfen kann. In den Testspielen war er schon fünfmal erfolgreich. Er strahlt also schon deutlich mehr Torgefahr aus.“

Rapper, Rückkehrer und alte Bekannte – Viktoria Kirchderne schielt auf die Top 5

Stürmer Dennis Piastowski soll für den BV Viktoria Kirchderne in der Rückrunde den einen oder anderen Treffer beisteuern. © Nils Foltynowicz

Zweiter Hoffnungsträger in der Offensive ist Dennis Piastowski. „Dennis war in der Hinrunde beruflich stark eingespannt - war für uns ab Oktober keine Option mehr, ist aber jetzt zum Glück wieder voll dabei. Mit ihm und Danny haben wir jetzt wieder zwei echte Mittelstürmer-Typen im Aufgebot.“

„Mit 20er-Kader absolut einverstanden“

Und dann ist da noch David Losch. Als DLG ist der Dortmunder auch als Rapper aktiv, trat deshalb die letzten Jahre fußballerisch etwas kürzer, war laut Trainer öfter in Berlin als in Dortmund. Viktoria Kirchderne blieb er dennoch als Spieler der zweiten Mannschaft treu. „Jetzt wohnt er wieder in Dortmund und kann für uns auf der Außenbahn wieder voll angreifen.“

Das war es dann aber auch schon bei Kirchderne mit den personellen Neuigkeiten für den Rest der Saison. „Im Gegensatz zu unserer Ligakonkurrenz ist das in der Tat überschaubar. Aber wir verfügen ehrlich gesagt auch nicht über die finanziellen Mittel, um personell in die Vollen zu gehen. Letztlich sind wir aber mit unserem nicht gerade großen 20er-Kader absolut einverstanden. Jeder in unserem Kader hat das Potenzial von Anfang an zu spielen.“ Auch das ist ein Grund, warum aus Buchholz Sicht die Motivation im Team hoch ist.

Der zweite Grund ist die aktuelle Tabellenplatzierung. „Im Moment sind wir ja Achter und stehen genau an der Stelle, die man gerne als Niemandsland der Tabelle bezeichnet. Da wollen wir aber nicht bleiben. Seit dem Aufstieg 2016 haben wir jede Bezirksligasaison als Dritter oder Vierter abgeschlossen. Und wenigsten unter die ersten Fünf wollen wir auch in dieser Saison. Das ist Ansporn genug für die ganze Mannschaft.“

Rückrundenauftakt gegen Rot-Weiß Germania

Am nächsten Sonntag kann Kirchderne dann schon unter Beweis stellen, wie weit es her ist mit den Top-5-Ambitionen und den neuen offensiven Stärken. Dann geht die Reise zum Tabelledritten Rot-Weiß Germania. Mit der stärksten Offensive der Liga und 49 Toren verschaffte sich der Aufsteiger im vergangenen Jahr gleich Respekt. „Spielerisch ist das die beste Mannschaft, gegen die wir in der Hinrunde gespielt haben“, sagt Florian Buchholz. Und fügt dann hinzu: „Gewonnen haben wir gegen Germania aber trotzdem mit 3:1 und etwas Glück.“

Testspiele

19. Januar: Hombrucher SV 09/72 - BV Viktoria Kirchderne 1:3

26. Januar: BV Viktoria Kirchderne - SV Arminia Marten 3:2

2. Februar: VFB Lünen - BV Viktoria Kirchderne 2:2

11. Februar: Geisecker SV - BV Viktoria Kirchderne 1:3

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