Rückkehrer Mirza Basic plante seine Mission für den SV Brackel 06 bei einer Party

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Nach nur einem Jahr beim Lüner SV kehrt Mirza Basic zum Fußball-Landesligisten SV Brackel 06 zurück. Und er hat eine Mission. Die hat er bei einer Party mit einem Mitspieler geplant.

Dortmund

, 26.06.2019, 21:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Mirza Basic verließ den SV Brackel mit einem Abstieg. Zwar schoss er 21 Tore für den SVB in der Westfalenliga-Saison 2017/18, konnte aber trotzdem den Absturz des Klubs aus der Westfalenliga in die Landesliga nicht verhindern. Das 1:1 am abschließenden Spieltag gegen den FC Iserlohn bedeutete das Aus für den traditionsreichen Hellweg-Klub.

Basic schloss sich im Anschluss dem Lüner SV an. „Ich wollte Westfalenliga spielen und konnte beim LSV mehr Geld verdienen. Brackel hat mir damals keine Steine in den Weg gelegt. Respekt“, sagt Basic. Daran erinnerte er sich im Mai 2019. Längst war beschlossen, dass er den LSV wieder verlässt. Angebote von Westfalenligisten lagen vor. Und das des SV Brackel 06.

Für Mirza Basic zählt der Wohlfühlfaktor

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„Ich wollte wieder ein Klub finden, bei dem ich mich wohlfühle. Deshalb habe ich mich von niemandem unter Druck setzen lassen“, sagt der 29-jährige Basic. Wer zu ihm sagte, dass er sich innerhalb einer Woche entscheiden müsse, hatte gleich verloren. Der SV Brackel blieb entspannt, nervte Basic nicht, zeigte ihm aber immer wieder, dass der Klub ihn unbedingt haben wolle. Im Mai hob Basic dann den Daumen Richtung Brackel.

Aber warum verlässt er den Lüner SV nach nur einem Jahr? „Die Mannschaft und der Trainer waren top. Wir waren ein richtiges Team, das viel Spaß hatte. Aber der Vorstand und die Organisation haben mir gar nicht gefallen.“ Als der neue Trainer und der neue Sportliche Leiter für die kommende Spielzeit vorgestellt wurden, habe der LSV Basic links liegen gelassen. „Es gab bis heute kein Gespräch über eine gemeinsame Zukunft. Das hat mir gezeigt, dass die Wertschätzung mir gegenüber nicht besonders hoch war“, sagt Basic.

Für Mirza Basic lief es beim Lüner SV nicht rund

Sportlich lief es für ihn auch nicht rund. Er kam häufig von der Bank, war eher Joker als Stammspieler. Der Höhepunkt für ihn waren die beiden Tore beim Halbfinaltriumph im Kreispokal gegen den Oberligisten FC Brünninghausen. In der Liga kam er nur auf sechs Treffer. „In Brackel war das Spiel damals auf mich zugeschnitten, in Lünen gab es etliche Topspieler, die torgefährlich waren. Das hat es mir nicht erleichtert.“

Eine Sache nimmt er aus Lünen mit nach Brackel. „Ich bin wirklich entspannter geworden. Ich bin bereit für eine Führungsrolle“, sagt er. Während seiner ersten Zeit in Brackel war er eher aufbrausend. Seinen Unmut über schlechte Pässe machte er häufig lautstark hörbar. „Da bin ich meine Mitspieler auch mal angegangen. Das wird es nicht mehr geben.“ Er wolle die vielen Talente unterstützen. „Das war auch zwingend. Wir haben Mirza in den Gesprächen gesagt, dass er eine Führungsrolle übernehmen muss und die jungen Spieler führt“, sagt Brackels Vorsitzender Olaf Schäfer

„Ich will schnell fit werden. Ein, zwei Kilogramm habe ich noch zu viel. “
Mirza Basic, SV Brackel 06

Jetzt strebt Basic erstmal sein Idealgewicht wieder an. „Ich will schnell fit werden. Ein, zwei Kilogramm habe ich noch zu viel. Die sind aber schnell weg“, sagt er. Er ist froh darüber, dass er in Giovanni Schiattarella einen Trainer in Brackel hat, der die Kondition nicht durch Waldläufe bolzt, sondern durch intensive Einheiten auf dem Platz. „Das kommt mit entgegen, denn ich bin nicht der große Läufer.“

Aber was hat er mit dem FC Brackel in der Landesliga vor? Patrick Sacher weiß es. Auch Sacher verließ den SV Brackel nach dem Abstieg und kehrt jetzt wieder zurück. „Ich habe Patrick mal abends bei einer Party getroffen. Ich habe ihm gesagt, dass wir beide das sinkende Schiff verlassen und deshalb etwas gut zu machen haben. Wir haben jetzt eine Mission. Wir wollen den Klub wieder nach oben führen.“

Rückkehrer Mirza Basic plante seine Mission für den SV Brackel 06 bei einer Party

Mirza Basic im Trikot des LSV. © Günther Goldstein

Vom Aufstieg spricht er aber nicht. Es ist ihm auch egal, dass der TuS Bövinghausen mit seinen vielen Neuzugängen der Topfavorit der Liga ist. „Wir haben in Brackel eine starke Mannschaft zusammen, die nicht auf andere gucken muss.“ Und dann schwärmt er von seinem neuen Coach. Giovanni Schiattarella habe das Team in der vergangenen Spielzeit immer weiter verbessert. „Ich habe mir in der Rückrunde ein paar Spiele angeschaut. Das sah taktisch richtig gut aus. In dieser Liga kannst du mit Schach viel erreichen. Und da haben wir mit Giovanni genau den richtigen Coach für.“

Er selbst setzt sich keine großen Ziele. Er würde jeden Torjägerpokal gegen den Aufstieg tauschen. Aber ihm ist klar, dass der Klub ihn geholt habe, um Tore zu schießen. So wie in der Abstiegs-Saison. „Klar ist das sein Job. Dadurch, dass uns Daniel von der Ley verlassen hat, mussten wir Klasse verpflichten. Wir hoffen natürlich, dass Mirza uns da hilft“, sagt Olaf Schäfer. Der Torjäger hat auf jeden Fall Bock darauf.

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