Schach in Grundschulen

DORTMUND „Schach tut Kindern richtig gut!“ Der das sagt, muss es wissen. Denn: Ralf Goerke ist seit Jahren Dortmunder Beauftragter für Schach an Grundschulen und selbst Schachlehrer für die Minis.

von Christopher Dömges

, 16.01.2008, 17:47 Uhr / Lesedauer: 1 min

So preist er die Vorzüge der Königin der Spiele: „Die Kleinen lernen, genau hinzuschauen, was sich dann etwa auch in der Verbesserung der Rechtschreibung niederschlagen kann.“

Und da ist es kein Wunder, das Schach an Dortmunds Grundschulen immer beliebter wird. Goerke schätzt, das etwa die Hälfte der städtischen Einrichtungen einen Kurs ins Programm aufgenommen hat.

Seit dem letzten Jahrzehnt gibt's dieses Angebot in der Ruhrstadt. Kein Wunder! Hat Dortmund doch schon seit den 70ern eine lebendige Schachtradition. Manifestiert durch das jährliche Chess-meeting auf dem die Besten der Welt sich messen.

Gummibärchen als Belohnung

Jetzt ist aber erstmal Schachstunde bei den Drittklässlern der Oespeler Grundschule angesagt: Behutsam vertauscht Goerke auf dem an der Tafel hängenden Magnetschachbrett die Spielpüppchen und fordert seine Klasse (10 Kinder) auf, sie wieder zu sortieren. Aller Anfang ist schwer! Dafür gibt's für jede richtige Antwort ein Gummibärchen.

Das ermutige zur theoretischen Arbeit, meint Goerke. „Ansonsten wollen die Kinder nur eins - Schach spielen.“

Die Kids erwerben das Bauer-Diplom. Das geht dann so weiter bis zur königlichen Auszeichnung. In keinem Fall verzichtbar: Heft, Bleistift, Radiergummi. Dann darf in der letzten Viertelstunde der einstündigen Veranstaltung auch Schach gespielt werden, was bei den Pimpfen Begeisterungsstürme auslöst.

Turnier für Schulkinder

Zweimal jährlich findet in Dortmund ein großes Schachturnier für Schulkinder statt. Da darf Ralf Goerke dann erleben, was ihm bei seiner pädagogischen Tätigkeit am meisten Freude macht: Kinder, die ein außergewöhnliches Schachtalent haben und ihrer Altersklasse haushoch überlegen sind.

 Allerdings: „Solch, teils hochbegabte Kinder können sich oft nicht anpassen, spielen selten im Verein“, so Ralf Goerke. Die eine oder andere herausragende Ausnahme dürfte mit Sicherheit dabei sein.

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