SGL: Mit Köhler in die 2. Bundesliga

DORTMUND Als im Dezember der Fußball- und Leichtathletik-Verband (FLVW) eine Erhöhung der Verbandsabgaben der Vereine um 100 Prozent beschloss, traf das die SG Lütgendortmund, die ein Frauen-Team in der Fußball-Regionalliga gemeldet hat, wie ein Keulenschlag.

von Von Dirk Krampe

, 16.01.2008, 16:47 Uhr / Lesedauer: 1 min
SGL: Mit Köhler in die 2. Bundesliga

Rolf Heinbach

Sportleiter Rolf Heinbach erklärt, wie der Klub die Herausforderungen angehen will.

Herr Heinbach, Sie haben provokant geäußert, dass der Verband bewusst riskiere, dass sich viele Frauenteams aus höheren Ligen zurückziehen müssten. Erklären Sie doch mal die Problematik. Rolf Heinbach: Schon vor einem Jahr hat der FLVW still und heimlich die Gleichsetzung von Herren- und Frauenteams beschlossen. Wir als Regionalligist werden also mit einem Herren-Regionalligist auf eine Stufe gestellt. 30 000 Euro Etat zu drei Millionen. Für uns bedeutete das damals 1625 Euro Verbandsabgabe statt 480. Jetzt werden 3250 Euro fällig. Das ist ein happiger Betrag.

Den der Verein wie stemmen kann? Heinbach: Die Herren werden „ihren“ Bezirksklassen-Beitrag zahlen, der Rest muss von uns kommen.

Droht der Rückzug der SGL von diesem Leistungsniveau? Heinbach: Es gab ja diese Gerüchte, dass wir zurückziehen müssten, dass uns die Spielerinnen davon laufen. Ich sage Ihnen: Das wird nicht passieren.

Sie geben sich kämpferisch, kündigen sogar einen Angriff auf den Aufstieg an... Heinbach: Wir haben die Weichen für die Zukunft gestellt. Der Vertrag mit Andreas Köhler wurde verlängert, wir verfolgen die gleiche Philosophie. Und mit Nora Kirstein und Hannah Mues haben wir zwei 18-Jährige verpflichtet, die uns sofort weiterhelfen können.

In der 2. Liga wären die Beiträge gleichwohl noch höher... Heinbach: Aber die Perspektive wäre eine andere. Als Zweitligist wäre es sicher leichter, Sponsoren zu gewinnen.

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