Starke Vorstellung bei der WM in Thailand - Kirill Fadeev erst vom starken Japaner gestoppt

Tischtennis

Ganz hat es nicht gereicht für Kirill Fadeev bei der Jugend-Tischtennis-WM in Thailand. Im Kampf um den Einzug in die Hauptrunde scheiterte der Dortmunder erst am japanischen WM-Favoriten.

Dortmund

, 30.11.2019, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Kirill Fadeev schlägt gerade bei der Junioren-WM in Thailand auf.

Kirill Fadeev schlägt gerade bei der Junioren-WM in Thailand auf. © Stephan Schuetze

Das Turnier in Korat, gut vier Autostunden nördlich von Bangkok gelegen und in einer Halle in einem Einkaufszentrum ausgetragen, war für den jungen Dortmunder der erste große internationale Auftritt mit dem Deutschen Tischtennis-Bund (DTTB). „Das war natürlich spannend, der lange Flug, die andere Kultur, die zwei Tage vorab in Bangkok“, beschreibt Kirill Fadeev die Zeit in Thailand. Die ausgesprochen erfolgreich für den 18-Jährigen begann. Am Donnerstag hatte er gegen den Chilenen Andres Martinez klar mit 4:1 gewonnen, danach folgte ein weiteres 4:1 gegen den Inder Anukram Jain.

Aggressive Spielweise gegen Japaner

Um in die Hauptrunde der besten 16 zu kommen, war ein Sieg gegen den Japaner

Hiroto Shinozuka Pflicht. Am Ende kassierte Fadeev ein 0:4. Das schlimmer ausah, als es in Wirklichkeit war. Der talentierte Dortmunder führte im ersten und dritten Satz, spielte aggressiv und forderte den Titelfavoriten über weite Strecken heraus. „Im dritten Satz konnte ich beim Stand von 9:9 bei eigenem Aufschlag die gute Ausgangslage leider nicht nutzen. Wichtig war aber, dass ich an mich geglaubt habe“, kommentierte Kirill Fadeev seinen vielbeachteten Auftritt gegen den Japaner.

Vater Evgeni stolz auf seinen Sohn

Vater Evgeni Fadeev, über lange Jahre Leistungsträger der 1. Mannschaft des BVB, saß derweil zu Hause und verfolgte die Partie live im Internet: „Als Vater bin ich natürlich super stolz auf Kirill. Als Trainer muss ich sagen. Schade, da war mehr drin. Aber mit Shinozuka hatte er auch den absoluten Topspieler in seiner Gruppe - und Kirill hat ihm einiges abverlangt. Das war wirklich stark“, kommentierte der gebürtige Moskauer die beachtliche Leistung seines Sohnes. Jungen-Bundestrainer Zhu Xiayong hatte vor dem Spieltag noch gesagt: „Mal schauen, was am Freitag noch möglich ist.“

Gegen Team aus China keine Chance

Kirill Fadeev wurde aber nicht nur im Einzel eingesetzt. Mit der DTTB-Auswahl schaffte er den Einzug bis in Viertelfinale. Dort wurde den Deutschen als Gegner China zugelost. „Da war nichts drin für uns, China war der stärkste Gegner von allen Mannschaft“, erklärte Fadeev nach dem 0:3. Weiter ging‘s am Freitagmittag dann auch noch im Doppel mit Partner Kay Stumper um den Einzug ins Achtelfinale. Gegen die Australier Nicholas Lum/Finn Luu gab es zunächst einen lockeren Dreisatz-Sieg, gegen die das polnische Duo Kubik/Kulczycki folgte aber einen 1:3-Niederlage.

Aufstieg in die 1. Bundesliga mit dem BVB

Am Sonntagabend geht‘s zurück nach Deutschland. Und damit startet auch wieder der ganz normale Trainingsbetrieb. Kirill Fadeev wohnt und trainiert in Düsseldorf. Nach dem Abitur im Düsseldorfer Sport-Internat setzt der 18-Jährige ganz auf die Karte Tischtennis. Fünf bis sechs Stunden täglich verbringe er in der Trainingshalle, um sich „mental, athletisch, technisch und taktisch zu verbessern“. „Ich lebe für den Sport“, sagt Fadeev. Vater Fadeev gibt seinem Sohn drei bis vier Jahre Zeit, um den endgültigen Durchbruch als Profi zu schaffen. Natürlich möchte Kirill Fadeev über kurz oder lang in der 1. Tischtennis-Bundesliga spielen. „Am liebsten“, so der Borusse, „natürlich mit Borussia Dortmund.“

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