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Suspendierung und Hausverbot: So reagiert der FC Brambauer auf die Tumulte in Kemminghausen

hzNach Kreisliga-Schlägerei

Nach den Tumulten beim Kreisligaspiel zwischen dem VfL Kemminghausen III und dem FC Brambauer II am Sonntag zieht nun auch der Lüner Verein Konsequenzen.

Dortmund

, 15.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Der FC Brambauer wird nach der Schlägerei bei einem C-Ligaspiel in Kemminghausen drei Spieler seiner zweiten Mannschaft mit sofortiger Wirkung suspendieren. „Sie werden nicht mehr für den Verein spielen“, teilte Brambauers Vorsitzender Ahmet Elikalfa am Mittwoch mit. „Außerdem dürfen sieben Anhänger der zweiten Mannschaft die Sportanlage Zum Karrenbusch nicht mehr betreten“, sagte Elikalfa weiter.

Partie wurde abgebrochen

Der Lüner Verein zieht damit die Konsequenzen aus den Vorfällen vom Sonntag, in deren Folge die Partie beim Stand von 2:0 für den VfL Kemminghausen abgebrochen worden war. Spieler und Fans des FCB waren zuvor gewalttätig gegenüber Spielern und Fans des VfL Kemminghausen vorgegangen. Das belegen Videoaufnahmen und bestätigen Zeugen. Auch der Ex-BVB-Profi Kevin Großkreutz wurde dabei zu Boden geschlagen.

Zu zwei der suspendierten Spieler sagte Elikalfa: „Sie haben sich provozieren lassen. Wie man mir berichtet hat, wurden sie als Flüchtlinge beschimpft. Es gab ein Wortgefecht mit den Zuschauern und dann Handgreiflichkeiten. Darauf darf man sich als Spieler aber nicht einlassen, weil es in den Kreisligen gang und gäbe ist, dass beleidigt wird. Man muss als Spieler einfach weghören, darf sich nicht provozieren lassen. Entsprechend haben die beiden bereits im Spiel Gelb-Rote Karten bekommen.“

Spieler zeigte keine Einsicht

Der dritte Spieler, den Brambauer suspendiert hat, war nach Schilderung des Vorsitzenden an den Auseinandersetzungen zwar nicht beteiligt, hat aber in einer internen Sitzung des Vereins mit der Mannschaft keinerlei Einsicht gezeigt. „85 Prozent der Spieler haben in dieser Runde erkannt, dass solche Vorfälle katastrophal sind und natürlich auch dem Verein total schaden. Er nicht.“

Die sieben jetzt mit einem Platzverbot belegten Zuschauer habe er selbst auf dem Video identifiziert, sagte Elikalfa. „Ich will aber auch nochmal klarstellen, dass da nicht nur Zuschauer und Spieler von Brambauer in die Tumulte verwickelt waren. Weil die Sieben keine Vereinsmitglieder sind, kann ich die ja nicht sperren. Aber ich kann Hausverbot erteilen.“

„Ich will den Verein beschützen“

„Mit diesen Konsequenzen will ich vor allem meinen Verein beschützen“, sagte Elikalfa. „Der Imageschaden ist jetzt schon gewaltig. Wirtschaftlich stehen wir am Abgrund, weil der Trikotsponsor in Folge der Vorfälle seine Unterstützung für den Verein aufgekündigt hat. Und das trifft alle Mannschaften unseres Vereins. Wir stehen vor einem Scherbenhaufen.“

Was die jetzt entflammte Sicherheitsdiskussion bei Spielen gegen den FC Brambauer angeht, betonte Elikalfa, der nächste Gegner, der SV Körne, könne sicher sein, dass es beim Spiel am nächsten Sonntag keine Ausschreitungen geben werde - ebenso wie der FC BSG DSW 21 am Sonntag darauf.

Spruchkammer entscheidet

Ob die Tumulte am Sonntag noch weitere Konsequenzen für die Vereine haben, muss nun die Kreis-Spruchkammer klären. Dieses Ergebnis will Elikalfa abwarten, bevor er gegebenenfalls weitere Maßnahmen ergreifen wird.

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