Theo Schneider: «Wir haben aus Fehlern gelernt»

Borussias Trainer über das Duell gegen Kiel

22.05.2007 / Lesedauer: 3 min

Wer hält die besten Trümpfe im Fernduell der Regionalliga Nord zwischen den direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt, Borussia Dortmund und KSV Holstein Kiel, in den Händen? Gestern äußerte sich Kiels Trainer Peter Vollmann zu den Aussichten der «Störche», die nach der Niederlage in Osnabrück auf den 15. Platz, den Abstiegsplatz, abrutschten. Heute spricht BVB-Trainer Theo Schneider Klartext. Und er darf zuversichtlich sein. Sein Team kletterte auf Rang 14. Halten die Borussen jetzt alle Trümpfe in ihren Händen? Theo Schneider : Unser Vorteil ist natürlich, dass wir unseren Klassenerhalt aus eigener Kraft schaffen können. Außerdem spricht der positive Trend für uns. Aber Vorsicht ist geboten, in dieser Liga schlägt jeder jeden. Der BVB hat die letzten sechs Spiele ohne Niederlage überstanden, dabei vier Siege gefeiert. Woran liegt's? Schneider : In der Rückrunde haben wir enorm zugelegt. Wir haben aus Fehlern gelernt. Jetzt müssen wir diese Konzentration auf hohem Niveau konservieren. Die Jungs brennen jedenfalls schon auf das Spiel in Wilhelmshaven. Der BVB greift auf Bundesliga-Spieler zurück. Ist das der entscheidende Vorteil? Schneider : Ein Großteil der so genannten Bundesliga-Spieler sind doch Akteure aus unserem Regionalliga-Kader. Pirson, Hünemeier, Gordon und Saka beispielsweise. Bundesliga-Profis sind Lars Ricken und Martin Amedick, die durch ihr Mitwirken viel positiv beeinflusst haben. Fügen sich die Bundesliga-Spieler nahtlos ins Regionalliga-Team ein? Schneider : Absolut. Ricken, Amedick oder Nuri Sahin zeigen tollen Einsatz und fiebern mit der Mannschaft. Andere Spieler, die wegen der «Hilfe von oben» pausieren müssen, sind vielleicht nicht so glücklich... Schneider : Die Mannschaft will den Klassenerhalt. Da müssen Einzelne in den sauren Apfel beißen und auch einmal zurückstehen. Das wissen die Spieler, das stecken sie auch weg. In dieser Saison gab es beileibe nicht nur Erfolge. Wie haben Sie nach Niederlagen-Serien die Stimmung hoch gehalten? Schneider : Ich versuche, so schnell wie möglich nach vorn zu blicken. Ich fördere das Positive, vermittle den Glauben an unseren Erfolg. Und wir arbeiten hart. Das zahlt sich jetzt aus. Zwei Spiele stehen noch auf dem Programm. Samstag geht's nach Wilhelmshaven, eine Woche später kommt Leverkusen. Wie lautet Ihr Tipp? Schneider : Da gebe ich keine Prognose ab. Wir müssen alles daransetzen, beide Spiele zu gewinnen. Das Gespräch mit dem BVB-Trainer führte Harald Gehring.

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