Thomas Gerner über die offenen Trainerjobs in Dortmund: „Die sind alle interessant, aber...“

hzFußball in Dortmund

Thomas Gerner verfolgt den Dortmunder Amateurfußball sehr genau. Die offenen Trainerjobs in Dortmund interessieren den ehemaligen Mengeder und Wickeder alle sehr. Doch es gibt einen Haken.

01.11.2019, 07:22 Uhr / Lesedauer: 2 min

Thomas Gerner ist tiefenentspannt: „Ich verfolge den Fußball - aber mit etwas weniger Pulsschlag“, sagt der ehemalige Coach von Mengede 08/20, Westfalia Wickede und dem SV Sodingen.

Thomas Gerner auf dem Trainerkarussell

Das Trainerkarussell dreht sich in Dortmund, die Gerüchteküche brodelt und natürlich fällt da auch sein Name, allein schon, weil er seit dem abrupten Ende seiner Tätigkeit in Herne beim SV Sodingen keinen Trainerjob mehr angenommen hat.

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„Wie das in Sodingen abgelaufen ist, ging mir schon an die Nieren“, sagt Gerner, der sich danach bewusst nicht sofort den nächsten Trainerjob geworfen hat, sondern bis zum Sommer eine Pause einlegte. Trotzdem ist ernatürlich auf den Plätzen unterwegs, vorwiegend in der Oberliga, weil sein Sohn in Schermbeck spielt, aber wenn es sich ergibt, auch im Dortmunder Raum.

Viermal die Woche zu Hause

Seit er vier Jahre alt ist, wird sein Leben durch den Sport bestimmt. Drei bis viermal die Woche Training, am Wochenende ein Spiel, das ist der Ablauf. Im Sommer ergibt sich jedoch erst einmal kein Trainerjob für Gerner. Die Leere am Abend und am Wochenende lässt ihn nicht los: „Ich habe mich zum Ausgleich bis kurz vor den Burnout in die Arbeit gestürzt“, erzählt Gerner, „auf einmal bist du viermal die Woche abends zu Hause, wo du früher viermal die Woche auf dem Fußballplatz warst. Da bringst du einiges durcheinander.“

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Für ihn ist schnell klar: „Ich habe wieder Bock.“ Und eine alte Fußballweisheit lässt ihn im Sommer trotzdem entspannt bleiben. „Wenn im Herbst die ersten Blätter von den Bäumen fallen“, sagt Gerner, dann würde es auch wieder Trainerjobs geben.

Hohe Trainerfluktuation in Dortmund

Er sollte recht behalten, denn die Trainerfluktuation in Dortmund ist in diesem Herbst so groß, wie vielleicht nie zuvor. Angefangen in der Bezirksliga mit Trainerwechseln am laufenden Band, über die Landesliga mit dem TuS Bövinghausen, den FC Brünninghausen in der Westfalenliga und sogar beim ASC in der Oberliga, wo Gerners guter Freund aus Schermbecker Zeiten, Daniel Sekic, gehen musste. Der ASC und Brünninghausen, daraus hat Gerner nach seinem Abgang aus Mengede nie einen Hehl gemacht, hätte er schon gerne mal trainiert.

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„Fußball ist eine kleine Welt“, sagt Gerner,„ich kenne Samir Habibovic gut, ich kenne die Westfalenliga, auch Bövinghausen ist bei mir um die Ecke. Alle drei Vereine sind interessant“, sagt Gerner, der aber betont, von niemandem kontaktiert worden zu sein und auch niemanden kontaktiert zu haben. „Ich würde mich freuen, irgendwann einmal wieder zurückzukehren. Es fehlt mir, an der Linie zu stehen, ich will auch wieder arbeiten. Aber bis zum Winter bin ich noch raus.“

Erstmal Kur, dann ein Trainerjob?

Denn die Sache mit der Arbeit hat ihn so sehr vereinnahmt, dass er zunächt noch eine Kur machen will und muss. Ab Januar 2020 könnte er wieder voll angreifen: „Man kennt sich ja und schätzt sich in Dortmund“, sagt Gerner und schiebt hinterher: „Ich würde mich freuen, wenn man sich hört.“

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