Torhüter: Sascha Samulewicz vom BSV Schüren war der wichtigste Garant für den Klassenerhalt

hzElf des Jahres

Sascha Samulewicz kam zum BSV Schüren, um anderen Torhütern etwas beizubringen. Mittlerweile ist er seit Jahren die klare Nummer 1 beim Westfalenligisten - und war im Abstiegskampf zur Stelle.

Dortmund

, 10.06.2019, 09:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

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Eigentlich sollte Sascha Samulewicz nur unter der Woche zwischen den Pfosten stehen, um den anderen Torhütern beim damaligen Landesligisten BSV SChüren als Torwarttrainer alles Wichtige beizubringen. Doch die Pläne, die Samulewicz und der damalige BSV-Spielertrainer Dimitrios Kalpakidis im Frühjahr 2015 schmiedeten, wurden schon in der ersten Saison verworfen. Das Verletzungspech und starke Leistungen ließen den heute 33-Jährigen zur Nummer eins in Schüren werden.

Gold wert - seit Jahren

Die Routine, die Sascha Samulewicz aus seinen Zeiten in der Jugend bei Borussia Dortmund und Stationen beim Wuppertaler SV und dem KFC Uerdingen mitbringt, ist auf dem Feld nicht zu übersehen. Und für den BSV Schüren ist sie seit Jahren Gold wert. Mit dem sicheren Rückhalt gelang 2018 endlich der anvisierte Aufstieg in die Westfalenliga – und auch dort hielt Samulewicz manch wichtigen, am Ende überlebenswichtigen, Zähler fest. Nicht ohne Grund war die Torhüterposition vor dem Relegationsspiel gegen den SV Mesum die einzige, die absolut gar nicht zur Diskussion beim BSV stand.

Auf dem Platz: Wie wichtig Sascha Samulewicz als Spieler auf dem Feld ist, bringt Trainer Arthur Matlik schnell auf den Punkt: „Samu ist ein absoluter Anker in der Mannschaft. Wenn ich auf anderen Positionen eine solche Qualität hätte, würden wir Oberliga spielen.“ Besonders hervor hebt der Coach dabei die Reflexe, sein Spiel mit dem Ball am Fuß und die präzisen Abwürfe. „Man merkt einfach, dass er früher höher gespielt hat“, ergänzt Matlik. Ganz wichtig dabei: die Ausstrahlung. Zwar trägt Samulewicz nicht die Kapitänsbinde. „Die braucht er aber auch nicht, weil er so oder so vorangeht“, sagt Matlik. Und wenn etwas nicht rund läuft oder sich jemand auf dem Platz hängen lässt, gibt es schnell ein klares Kommando von hinten.

Neben dem Platz: Dass Samulewicz einer der wichtigsten Transfers der jüngeren Vergangenheit ist, zeigt sich auch im Vereinsleben. Der 33-Jährige investiert viel Zeit und Aufwand, um seinem BSV zu helfen. So kümmert sich der Keeper beispielsweise um die Jugendspieler, ist selbstverständlich im Mannschaftsrat und hat einen hohen Stand bei den Schürener Anhängern, bei denen er sich gerne und oft blicken lässt. „Samu bringt viele gute Vorschläge ein und trifft sich auch am Wochenende mal mit dem ein oder anderen Spieler, um ihn schnell wieder fit zu bekommen“, ergänzt Matlik.

Ein Torhüter wie: Michael Rensing (Fortuna Düsseldorf). Zwar ist der Düsseldorfer Keeper dem Schürener Schlussmann in Sachen Alter um zwei Jahre voraus, doch gibt es unübersehbare Parallelen. Beide scheinen bei ihrer jetzigen Station den richtigen Verein für sich gefunden zu haben – und beide haben mit ihren starken Leistungen als Führungsfigur im Kader ihre Teams in der jeweiligen Spielklasse gehalten. Mit höherklassiger Erfahrung, die in solchen Situationen sehr wichtig werden kann.

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