Torhüter: Yannik Kube ist der neue König bei Viktoria Kirchderne

hzElf des Jahres

Erst seit der Rückserie ist Yannik Kube die klare Nummer eins bei Viktoria Kirchderne. Es half seiner Entwicklung: Längst gehört der 22-Jährige zu den Leistungsträgern beim Bezirksligisten.

Dortmund

, 10.06.2019, 09:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

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In der Hinrunde herrschte beim Fußball-Bezirksligisten Viktoria Kirchderne noch das Rotationsprinzip vor: Zwei Spiele durfte Torhüter Jonas König ran, dann zwei Spiele Yannik Kube. Dann wieder König und so weiter und so fort. Auf Dauer nagte dieses Wechselspiel zumindest an Kube. „Ich war in guter Form und wollte spielen“, sagt der 22 Jahre alte Keeper heute.

Das sah das Trainergespann des BV Viktoria offenbar ähnlich, und so sprachen sich Florian Buchholz und Tim Preuß noch vor der Winterpause für Kube als klare Nummer eins aus. König wechselte in der Folge zu Alemannia Scharnhorst. Kube wurde Stammtorhüter und dankte es mit konstant starken Leistungen beim Bezirksliga-Vierten.

Auf dem Platz: Der ehemalige Wickeder gehört trotz seine Größe von 1,95 Metern zu der Kategorie „mitspielender Torwart“. Zugute kommt ihm dabei seine Vergangeneheit als Stürmer. „Ich habe bis zur B-Jugend auf dem Feld gespielt, das hilft mir heute“, sagt Kube. Auch in Sachen Strafraumbeherrschung hat sich der Torhüter in dieser Saison gesteigert. Seine größte Stärke hat der 22-Jährige aber im Eins-gegen-eins. Auge in Auge mit dem gegnerischen Angreifer wartet der Torhüter bis zum letzten Moment mit einer Reaktion. „Ich achte beim Stürmer eigentlich auf alles, aber in der Regel schaue ich ihm zuerst in die Augen, da kann man oft schon früh erkennen, was er vorhat“, sagt Kube, dem Buchholz zudem eine „super Einstellung“ attestiert. So spielte Kube die letzten beiden Partien mit angebrochenem Daumen. „Solange ich helfen kann, helfe ich der Mannschaft“, sagt der Keeper.

Neben dem Platz: Der Lehramtsstudierende (Sport und Pädagogik) hat laut seines Trainers Florian Buchholz einen „tollen Charakter“. Kube ist zudem einer, der sich gerne unterhält, „aber auch gut zuhören“ kann, wie er selbst sagt. Fußball wird auch abseits der Sportplätze gespielt, so zockt Kube in geselliger Runde gerne mal eine Runde Fifa Ultimate Team auf der Playstation. Aber auch Serien wie House of Cards haben es dem 22-Jährigen angetan.

Ein Torhüter wie: Marc-André ter Stegen. Nicht nur vom Erscheinungsbild her weist Yannik Kube gewisse Ähnlichkeiten zu seinem großen Vorbild auf. „Man schaut sich schon Sachen bei ihm ab, zudem gefällt mir, wie bodenständig er geblieben ist“, sagt Kube. Wie der Torhüter des FC Barcelona legt der 22-Jährige großen Wert auf das Mitspielen und seine technischen Fertigkeiten, überzeugt aber auch in den torwartspezifischen Fähigkeiten. Und wenn ter Stegen der der „Messi mit Handschuhen“ ist, dann ist Kube zumindest ein „Florian Juka mit Handschuhen“, um mal den Sprung von der Champions League in die Bezirksliga zu machen.

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