Torjäger wird trotz „großer Dummheit“ Spieler des Spieltags

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Zuletzt musste er noch auf der Bank Platz nehmen und wird auch die kommenden Spiele nur zusehen dürfen. Für den neuen Spieler des Spieltags ist die Auszeichnung aber trotzdem keine Überraschung, sagt er.

von Liv Sternberg

Dortmund

, 10.10.2020, 20:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der neue Spieler des Spieltags sagt über sich selbst, er will Torschützenkönig werden. Am vergangenen Sonntag hat er wieder fleißig für diese Wertung gesammelt. Die nächsten Spiele wird er nun aber erst mal eine Pause einlegen müssen. Unsere Online-Leser sehen in ihm trotzdem den besten Spieler des Spieltags.

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Für ihn sei das keine große Überraschung, sagt Kimaz Hamza. ,,Das ist ja nicht das erste mal, dass ich Spieler des Spieltages bin. Dennoch freut es mich natürlich sehr“, sagt Hamza, der für Türkspor Dortmund die beiden Siegretter beim 2:1-Erfolg über die SG Welper schoss. „Es war sehr erleichternd für uns zu gewinnen. Wir haben in den letzten Spielen zu viele Punkte liegen gelassen. Das hat uns geärgert“, sagt der Doppel-Torschütze.

„Das war eine große Dummheit von mir“

Der Sieg wurde von einer, aus seiner Sicht, brenzligen Situation überschattet. In den letzten Minuten holte sich Kimaz Hamza eine Rote Karte nach einem Foul an einem Gegenspieler. ,,Das war eine große Dummheit von mir. Wir haben in den letzten Spielen auch Tore geschossen und dann trotzdem in den letzten Minuten verloren. Das wollte ich diesmal verhindern“, erklärt Hamza die Situation. Er habe unüberlegt gehandelt.

Kimaz Hamza von Türkspor Dortmund ist Spieler des Spieltags.

Kimaz Hamza von Türkspor Dortmund ist Spieler des Spieltags. © Nils Foltynowicz

Mit vier Wochen Sperre wurde er für das Foul bestraft. „Ich nehme die Strafe natürlich hin. Die Mannschaft hat mein vollstes Vertrauen“, sagt Hamza. Das wurde ihm zunächst allerdings nicht entgegengebracht. Bei Türkspor ging es in den vergangenen Wochen turbulent zu.

Der neue Trainer Dimitrios Kalpakidis setzte Kimaz Hamza erst mal auf die Bank. „Dimi hat vorher meine Leistungen gesehen und mich dennoch aus dem Spiel gelassen. Ich muss ihm jetzt erst einmal neu beweisen, wer ich bin und was ich kann“, sagt Hamza.

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„Wir sind die, die jagen“

Nicht nur der Trainer bei Türkspor Dortmund ist neu, es gibt mit Kerim Acil, Marcel Reichwein, Maurice Temme, Aldin Kljajic, Nino Saka auch einige neue Spieler. Über die Neuzugänge, die aus der Oberliga zu Türkspor gekommen sind, sagt er: ,,Man kann viel von ihnen lernen, das Zusammenspiel klappt sehr gut.“

Hamzas großes Ziel sei es, gemeinsam mit seiner Mannschaft den Aufstieg in die Westfalenliga zu schaffen, und er möchte sein persönliches Ziel, „Torschützenkönig“ zu werden, erreichen.

„Wir sind die, die jagen. Mit dem achten Platz können wir uns nicht zufrieden geben. Wir müssen Spiel für Spiel Punkte sammeln“, sagt Kimaz Hamza. In der Bezirksliga hätte es nur drei bis vier gute Mannschaften gegeben, die ihnen eine wirkliche Konkurrenz gewesen seien.

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„In der Landesliga nimmt jeder jedem Punkte weg, das ist ganz anders als in der Bezirksliga“, sagt Hamza über die Konkurrenzsituation in der Liga.

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