Trainer-Entscheidung in Bövinghausen: Störfaktoren ein wichtiges Thema

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Spieler wurden verpflichtet, Verträge verlängert: Personell hat sich beim TuS Bövinghausen in den vergangenen Wochen einiges getan. Nun steht fest, wer das Team in der kommenden Saison betreut.

Bövinghausen, Dortmund

, 08.04.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ob nun die Verpflichtung der Rudolph-Brüder vom SV Schermbeck, die von Torhüter Frederic Westergerling von der Hammer Spielvereinigung oder die Zusage von Top-Stürmer Marco Onucka: Beim TuS Bövinghausen befinden sich die Personalplanungen für die kommende Saison in vollem Gange. Auch die Frage, wer das Team coacht, ist nun geklärt.

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Dimitrios Kalpakidis wird zusammen mit seinem Co-Trainer Danny Voß auch in der kommenden Spielzeit den TuS betreuen. Damit bleibt der Trainer, der das Team Mitte November übernommen hatte. „Ich bin nicht der Trainer für ein halbes Jahr. Mein Ziel ist es, hier etwas aufzubauen. Ich kann mich voll mit dem Modell identifizieren, was wir uns hier erarbeitet haben“, sagte Kalpakidis.

Ajan Dzaferoski: „Wir haben nicht lange überlegt“

Für ihn gab es keine Überlegungen, das Engagement bereits nach dieser Saison zu beenden. Das sieht auch Vereinschef Ajan Dzaferoski ähnlich. „Wir haben nicht lange überlegt. Es gab zwei klärende Gespräche, in denen wir uns über unsere gegenseitigen Vorstellungen und auch das, was uns stört, ausgetauscht haben. Und dann stand fest, dass Dimi als Trainer weitermacht.“

Stören? Klingen hier Zwischentöne an, die nichts Gutes verheißen? „Nein, so ist das nicht zu verstehen. Dimi hatte keine Zeit zu Beginn, den Verein wirklich kennenzulernen. Daher mussten wir uns erstmal ein bisschen beschnuppern. Jeder hat seine eigenen Prinzipien. Aber nun ist ein wenig Ruhe eingekehrt und wir sind uns einig“, meint Dzaferoski.

Dimitrios Kalpakidis: „Mir ist es wichtig, dass wir uns regelmäßig austauschen“

Ähnlich sieht es auch Kalpakidis. „Es ging mehr ums Finetuning. Sportlich gab es keine Dinge zu klären. Eher stand Organisatorisches im Fokus. Mir ist es wichtig, dass wir uns regelmäßig austauschen, was wir verbessern können und wo wir Fehler minimieren können.“

Und warum der späte Zeitpunkt? Bei vielen Vereinen steht der Trainer für die kommende Saison schon lange fest. „Wir wollten erstmal Klarheit haben, welche Spieler bei uns bleiben. Normalerweise führen wir diese Gespräche erst Ende April. Wegen Corona haben wir die Gespräche nun nach vorne gezogen“, erklärt Ajan Dzaferoski.

Dimitrios Kalpakidis wird auch in der kommenden den TuS Bövinghausen trainieren.

Dimitrios Kalpakidis wird auch in der kommenden den TuS Bövinghausen trainieren. © Folty

„Die Verlängerung kommt für mich nicht überraschend“, sagt Kalpakidis, „es gab nur noch ein, zwei Kleinigkeiten zu klären. Auch wegen Corona hat es sich etwas gezogen. Wir waren regelmäßig wegen der Kaderplanung für die kommende Saison in Kontakt.“

Rein sportlich gesehen führte an Kalpakidis auch kein Weg vorbei. Sieben Siege in sieben Spielen in der Landesliga unter seiner Regie, dazu der Einzug ins Halbfinale des Kreispokals – der Trainer gewann alle Spiele, die es zu gewinnen gab.

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Nach dem eher mäßigen Saisonstart mauserte sich der TuS unter seinem neuen Coach zum ärgsten Verfolger des Spitzenreiters SV Wacker Obercastrop. Zwar hat Bövinghausen immer noch sieben Punkte Rückstand, hat aber ein Spiel weniger absolviert und dazu steht noch das direkte Duell der beiden an. Insofern scheint der Titelkampf – sofern die Saison noch zu Ende gespielt wird – offen.

„Unabhängig von der Liga in der kommenden Saison wollen wir oben angreifen“

Sollte der TuS in die Westfalenliga aufsteigen, sind die Ziele des Vereins jedoch noch längst nicht erreicht. In einem Interview sprach der Vereinschef davon, dass er schon Sponsoren für die Regionalliga hätte. Auch wegen der Langfristigkeit des Projekts entschied sich Kalpakidis zu bleiben. „Wir haben ein gutes Team beisammen. Unabhängig von der Liga in der kommenden Saison wollen wir oben angreifen. Ajan und ich sind ein gutes Gespann und sprechen eine Sprache.“

Wobei der Trainer auch einschob: „Wir sollten die Dinge ganz genau analysieren. Manchmal geht etwas schneller, manchmal muss man auch etwas Geduld haben. Wichtig ist, dass wir im Austausch bleiben.“

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