Trainer: Keiner ist so emotional wie Brackels Giovanni Schiattarella

Team des Jahres

Giovanni Schiatarella hat den SV Brackel vor einem drohenden erneuten Abstieg bewahrt. Mit dem richtigen Feingeühl und einer großen Portion italienischer Emotionen beherrscht er die Seitenlinie wie kein anderer.

Dortmund

, 16.06.2019, 09:35 Uhr / Lesedauer: 2 min
Trainer: Keiner ist so emotional wie Brackels Giovanni Schiattarella

Giovanni Schiattarella wird an der Seitenlinie gerne mal emotional. © Stephan Schuetze

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Giovanni Schiattarella hat nicht nur einen typischen italienischen Namen, der Brackel-Trainer ist auch durch und durch Italiener. Während eines Spiels ruhig an Seitenlinie stehen ist nicht so sein Ding. Sich selbst würde Schiattarella als „emotionalen Choleriker“ bezeichnen. Als solcher macht der Italiener seit Mai 2018 den Sportplatz an der Oesterstraße unsicher, davor trainierte Schiattarella Marten und Kemminghausen. Vor sieben jahren trat er übrigens das letzte Mal selbst gegen den Ball, damals setzte der heutige Brackeler seine Emotionen noch im zentralen Mittelfeld ein.

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Auf dem Platz: Schiattarella ist an der Seitenlinie mit vollem Herzen dabei, Daniel von der Ley, offensiver Mittelfeldmann bei Brackel, würde seinen Trainer sogar als „Fußball-besessen“ beschreiben. Wer so mit dabei ist, der fordert das natürlich auch von anderen ein, Schiattarella hat hohe Ansprüche an seine Schützlinge - auch im taktischen Bereich. Der Italiener hat einen riesigen Teil dazu beigetragen, dass die Brackeler, die vor der Saison und nach dem Abstieg stark gebeutelt waren, sich innerhalb der Saison in zu einem richtig starken Team entwickelt haben. Als es zwischenzeitlich sogar nach Abstiegskampf in Brackel roch, brachte Schiattarella die nötige Ruhe und Fokussiertheit mit.

Neben dem Platz: Außerhalb der 90 Minuten „ist Giovanni mega locker“, sagt Daniel von der Ley. „Aber er kann eben auch mal sehr laut werden“, schiebt er hinterher. Dass liegt daran, dass der Italiener eine gewisse Distanz zwischen sich und seine Spieler bringen will, aber: „Natürlich sollte man trotzdem einen guten Draht zur Mannschaft haben, das war früher zu meiner Zeit als Spieler noch ganz anders“, sagt Schiattarella.

Ein Trainer wie: Gennaro Gattuso - zu seiner Zeit als Trainer und als Spieler. Das italienische Temperament ist exakt das gleiche, ohne Emotionen geht bei beiden nichts.

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9%
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Daniel Sekic (ASC 09 Dortmund)
19%
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Sven Thormann (TuS Bövinghausen)
1119 abgegebene Stimmen

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