Trotz Corona-Krise kommt bei Linn-Lara Kleine keine Langeweile auf

Leichtathletik

Linn-Lara Kleine von der LG Olympia Dortmund musste das Sportinternat wegen der Corona-Pandemie verlassen. Aber auch Zuhause hat sie mit der Vorbereitung auf das Abitur und die WM mehr als genug zu tun.

Dortmund

, 11.04.2020, 11:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Linn Kleine hält sich momentan Zuhause fit.

Linn Kleine hält sich momentan Zuhause fit. © imago images/Beautiful Sports

Während ihre sonstigen Trainingsgefährten unter südafrikanischer Sonne schwitzten, bereitete sich Linn-Lara Kleine (LG Olympia) in der Heimat auf die kommenden Herausforderungen vor, und die haben es in sich. Mit Abitur und Training stehen für die 19-Jährige gleich zwei wichtige Ereignisse auf dem Programm, die sie unter einen Hut bringen muss und die sie mit gewohntem Ehrgeiz angeht.

Wegen der Corona-Krise wurde das Sportinternat geschlossen und alle Athleten, die dort die Möglichkeit nutzen, ihre schulischen Verpflichtungen auf dem ebenfalls geschlossenen Goethe-Gymnasium und das Leistungstraining in idealer Weise zu vereinen, mussten wieder ihr Elternhaus zurückkehren. So auch die aus Hamm stammende Linn Kleine.

Linn-Lara Kleine: „Habe keine Angst, etwas zu versäumen“

Ihr werden Online der Unterrichtsstoff und die Hausaufgaben übermittelt, und sie erledigt diese Aufgaben in eigener Regie. Auch ihr Training muss sie nach einem per Online übermittelten individuellen Plan selbst gestalten. Aber trotz ihren jugendlichen Alters, ist sie bereits eine sehr erfahrene Athletin, die weiß was sie tun muss.

„Wir werden durch das Goethe-Gymnasium hervorragend unterstützt, so dass wir keine Angst haben müssen, irgendetwas zu versäumen“, lobt sie, und bedauert: „Schade ist nur, dass für die Abiturklausuren und die sommerlichen Wettkämpfe noch kein festes Programm gibt, auf das man den Blick richten könnte.“

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Für Linn ist die gegenwärtige Situation auch eine Zeit der Entschleunigung „Ich habe nun mehr Muße als sonst, da zu Hause für mich gesorgt wird“, sieht sie das ganz praktisch. „Selbst wenn es eine Ausgangssperre geben sollte, ist das kein Problem, denn mir wurde ein Spinning-Rad zur Verfügung gestellt, auf dem sich ein sehr hartes Training absolvieren lässt.“

Bergaufläufe und Fahrtspiel

Zudem sagt sie: „Darüber hinaus kann ich draußen ein recht anspruchsvolles Programm, unter anderem mit Bergaufläufen und Fahrtspiel abspulen, und es wird nie langweilig.“

Dass sie nicht an dem Höhentrainingslager in Südafrika teilnehmen konnte, bedauert sie zwar, weiß aber auch: „Das passte wegen der wichtigen Vorbereitungsklausuren nicht ins Programm“, und tröstet sich: „Während der vergangenen Jahren habe ich bereits so viel gesehen, so dass ich die Zeit in Südafrika verschmerzen kann.“

Trotz vieler Fragezeichen ob die U 20-Weltmeisterschaften in Kenias Metropole Nairobi wirklich stattfinden werden, ist ihr Training darauf ausgerichtet. Einen Start über 5000 Meter strebt sie an, und die geforderte Qualifikationsleistung von 16:26 Minuten liegt im Bereich ihrer Bestzeit.

Folgt jetzt ein Fernstudium?

Nach dem Abitur wird sich die LGOerin aber keine lange Pause gönnen. „Ich strebe ein Fernstudium im Bereich Naturwissenschaften an, das mir noch genügend Zeit für den Sport lässt und will schon zum Wintersemester einsteigen“, verrät sie und hat sich vorgenommen: „Ich will mich auf meine Ziele fokussieren und versuche mich nicht ablenken zu lassen.“

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