Türkspor-Neuzugang Kljajic winkte Beförderung beim HSC - trotzdem wechselt er

hzFußball-Bezirksliga

Er war Stammspieler in der Oberliga, hielt die Defensive beim Holzwickeder SC zusammen. Dennoch entschied sich Aldin Kljajic für einen Wechsel in die Landesliga - aus einem speziellen Grund.

Dortmund

, 19.05.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

In der aktuell wegen der Corona-Pandemie unterbrochenen Spielzeit war Aldin Kljajic beim Tabellensechsten der Oberliga-Westfalen, Holzwickeder SC, eine feste Stütze. Von 20 möglichen Partien absolvierte Kljajic 19, kam dabei 1639 Minuten zum Einsatz - ein Schnitt von 86,3 Minuten pro Partie. Kljajic war Stammspieler in Holzwickede - entschied sich nun aber trotzdem für den Schritt in die Landesliga - vorbehaltlich der Aufstiegsentscheidung beim Verbandstag im Juni - zu Türkspor Dortmund.

Ein wenig überrascht dieser Wechsel schon. Holzwickede hatte mit Kljajic eigentlich noch größere Pläne, wollte den Innenverteidiger zum spielenden Co-Trainer befördern. Doch Kljajic lehnte ab. Dennoch verliert er kein schlechtes Wort über den HSC. „Holzwickede ist ein sehr familiärer Klub, ich habe tolle Menschen kennengelernt. Ich kann jedem jungen Spieler den Schritt nach Holzwickede nur empfehlen“, sagt er. Aber warum dann der Wechsel?

Aldin Kljajic verlässt Holzwickede auch aus finanziellen Gründen

„Bei meiner möglichen neuen Funktion als spielender Co-Trainer hat das Finanzielle nicht gepasst“, gibt Kljajic zu. Also hat Türkspor den Geldkoffer aufgemacht und Kljajic mehr Geld geboten als der Oberligist? Der Verteidiger sagt dazu: „Ich bin nicht unbedingt wegen des Geldes zu Türkspor gewechselt. In der Oberliga oder Regionalliga hätte ich mehr verdienen können, hätte dann aber umziehen müssen. Ich bin keine 20 mehr und habe schon vieles gesehen“, sagt der 29-Jährige, der schon in der Regionalliga West und Nord gespielt hat und mittlerweile in Bönen arbeitet.

Aldin Kljajic (r.) kickte zuvor beim Holzwickeder SC in der Oberliga.

Aldin Kljajic (r.) kickte zuvor beim Holzwickeder SC in der Oberliga. © Neumann

Als Grund für den Wechsel nennt Kljajic allen voran das Projekt Türkspor Dortmund an sich und die Möglichkeit, mit vielen Freunden zusammenzuspielen. „Türkspor möchte hoch hinaus und ich hatte sehr gute Gespräche mit Kevin Großkreutz, Reza Hassani und Dr. Akin Kara. Der Verein war sehr interessiert an mir“, sagt der neue TSD-Abräumer, der auf gute Bekannte und Freunde wie Marcel Reichwein, Florian Juka, Ömer Akman, Serdar Bingöl und die beiden Acil-Brüder Muhammed und Kerim treffe.

Jetzt lesen

Und wohin soll es mit Türkspor und Aldin Kljajic künftig gehen? Kljajic, der als sehr ehrgeiziger Führungsspieler gilt, wolle die Mannschaft nach vorne bringen. „Natürlich ist es unser Ziel, oben mitzuspielen. Trotzdem muss man abwarten. Man weiß nie, wie eine Saison verläuft, wie die Vorbereitung ist oder ob sich Spieler verletzen“, so der TSD-Neuzugang. Viele Fragezeichen sind es also noch, doch die größte Frage bleibt, wann die neue Saison überhaupt angepfiffen wird.

Jetzt lesen

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt