Türkspors Achterbahnfahrt: Der Geschäftsführer hat klare Forderungen an das Team

hzFußball-Landesliga

Die Saison ist noch keine drei Wochen alt und bei Türkspor Dortmund lodern bereits jetzt zahlreiche Störfeuer abseits des Platzes. Das soll sich allerdings schnellstmöglich ändern.

Dortmund

, 20.09.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Kaum ein Verein im Dortmunder Amateurfußball geht so offensiv mit seiner Zielsetzung für die neue Saison um wie Landesligist Türkspor Dortmund: Alles soll darauf ausgerichtet werden, als Aufsteiger den direkten Durchmarsch in die Westfalenliga zu realisieren.

In den vergangenen Wochen verkam das Treiben auf dem Platz scheinbar allerdings zur reinen Nebensache. Nach den jüngsten Entwicklungen und der Trennung vom einstigen Trainer-Duo soll jetzt aber Ruhe einkehren, denn am Sonntag steht für Türkspor ein möglicherweise bereits wegweisendes Spiel auf dem Programm.

Auswirkungen auf die Spiele

Erst die kurzfristige Trennung von Sportdirektor Tim Eibold, der diese Aufgabe erst im März übernommen hatte, dann der Rücktritt von Trainer Reza Hassani und seinem Partner Kevin Großkreutz und damit einhergehend die Verpflichtung von Dimitrios Kalpakidis als neuem Sportlichen Leiter - abseits des Fußballs wurde bei Türkspor Dortmund zuletzt einiges durcheinander gewirbelt.

Jetzt lesen

Vollkommen spurlos gingen diese Vorkommnisse augenscheinlich aber auch an der Mannschaft nicht vorbei. Nur ein Punkt aus den ersten zwei Saisonspielen lassen erste Zweifel am ambitionierten Ziel des Aufsteigers reifen. Für den ebenfalls neuen Geschäftsführer Gökhan Aksoy zählt deshalb aktuell nur eins: Absoluter Fokus auf das nächste Punktspiel.

„Türkspor hat zuletzt sehr turbulente Zeiten erlebt. Wir müssen jetzt alles dafür tun, um wieder Ruhe einkehren zu lassen und vor allem auch in der Liga wieder erfolgreich zu sein“, betont Aksoy. Kein allzu leichtes Unterfangen, ist man am Sonntag ab 15 Uhr doch zu Gast beim SV Hilbeck, der die ersten beiden Saisonspiele siegreich gestalten konnte.

„Wir werden auf einen sehr unangenehmen Gegner treffen, aber ich habe in dieser Woche den Eindruck gewonnen, dass die Mannschaft bissig ist und das Ziel Aufstieg nicht aus den Augen verloren hat“, so Aksoy.

Gespräche mit der Mannschaft

Dennoch sei natürlich vor allem der Abgang von Hassani und Großkreutz noch länger Thema in der Kabine gewesen. So sei die Mannschaft von den Entwicklungen zwar unvorbereitet getroffen worden, die Spieler hätten die Entscheidung des Duos schlussendlich aber akzeptiert. „Die Stimmung in der Mannschaft ist okay“, versichert Aksoy. „Noch besser wäre aber natürlich, wenn wir am Sonntag gegen Hilbeck drei Punkte einfahren.“

Sollte der erste Landesliga-Sieg jedoch auch am Sonntag ausbleiben, so dürfte es mit der erhofften Ruhe schon bald wieder vorbei sein und der gewünschte Aufstieg zumindest vorerst in weite Ferne rücken.

Jetzt lesen

Um eine solche Entwicklung zu verhindern, habe man deshalb beim Training unter der Woche auch noch einmal intensive Gespräche mit der Mannschaft geführt, so Gökhan Aksoy: „Unser Hauptaugenmerk wird jetzt darauf liegen, insbesondere auch auf dem Platz eine harmonische Mannschaft zu bilden, um unsere Ziele letztlich auch erreichen zu können.“

Man wolle in Zukunft vor allem wieder mit fußballerischen Erfolgen für Schlagzeilen sorgen. Das derzeitige Image des „FC Hollywood von Dortmund“ soll demnach keinesfalls langfristig haften bleiben.

Jetzt lesen

Lesen Sie jetzt