TuS Körne holt noch einen Landesliga-Spieler und macht sich Gedanken über den Aufstieg

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In der Bezirksliga sind sie hinter Türkspor auf Rang zwei zurückgefallen, doch der TuS Körne hakt den Landesliga-Aufstieg deshalb noch lange nicht ab. Ein weiterer Neuzugang soll dabei helfen.

Dortmund

, 18.12.2019, 15:01 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sie spielen im zweiten Bezirksliga-Jahr seit dem Aufstieg wieder eine überragende Hinrunde - und haben erneut ein Team vor sich an der Tabellenspitze, das mit aller Macht den Aufstieg will. Der TuS Körne hat ein Deja-Vu, das man als Fußballer eigentlich haben will.

Grobe: „Es gehört auch Glück dazu“

Trotzdem kann Trainer Dominik Grobe damit sehr gut leben: „Wir hatten uns schon erhofft, dass sich die Mannschaft so gut weiterentwickelt und wir wieder oben dabei sind, aber es gehört auch immer ein bisschen Glück dazu“, sagt Grobe. Glück, das sich andere Teams auch gerne mal kaufen.

Im Vorjahr hatte der TuS als Aufsteiger keine Chance gegen den aufgerüsteten TuS Bövinghausen und den ebenfalls hochambitionierten FC Nordkirchen. In dieser Saison steht bislang nur das nicht weniger ehrgeizige Türkspor Dortmund vor dem Grobe-Team, „und da wird wohl auch nicht so viel vorbeigehen“, sagt der Coach.

Dranbleiben und weiterentwickeln

Für seine Truppe gilt deshalb: „Wir wollen dranbleiben, uns weiterentwickeln und dann mal gucken, wofür es reicht.“ Sie fühlen sich in ihrer Rolle als Jäger ein bisschen wohler als vorher. Vom siebten bis zum 14. Spieltag war Körne Tabellenführer, hatte erst Mühlhausen und schließlich Türkspor im Nacken.

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Das 3:0 gegen Mühlhausen am sechsten Spieltag bezeichnet Grobe sogar als Highlight der Vorrunde: „Das war mit das beste Spiel“, sagt Grobe und vor allem sei es das gewesen, „nach dem wir zum ersten Mal gemerkt haben, dass wir mit den Teams da oben mithalten können.“

Drei Niederlagen in den letzten sechs Spielen

Es folgten fünf Siege in Serie - und dann das 0:3 gegen Türkspor Ende Oktober. Es war so ein bisschen die Phase, in der das Konstrukt ergebnistechnisch zu wanken drohte. Das Kreispokal-Aus bei A-Ligist Sharri war noch als Ausrutscher beiseite zu schieben, doch mit der Türkspor-Pleite und zwei weiteren Niederlagen bei Mengede und Germania kassierte der TuS in den letzten sechs Ligaspielen drei Niederlagen - und verlor die Tabellenführung.

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Den Landesliga-Aufstieg haben sie aber noch nicht abgeschrieben, zumal es in den vergangenen beiden Jahren ja jeweils eine Aufstiegsrelegation gab: „Wir sprechen da natürlich drüber“, sagt Grobe, „aber wir sind anders gestellt als Türkspor. Die müssen aufsteigen.“

Aufstieg wäre schwierig zu finanzieren

In Körne sind sie sich dagegen noch nicht mal ganz darüber im Klaren, ob sie den Weg nach oben denn noch einmal gehen würden: „Ich glaube, der Verein wäre heiß und im Stande das durchzukriegen. Aber es wäre natürlich schwierig. Wir haben nicht die großen finanziellen Mittel, um den Kader zu verstärken“, sagt Grobe.

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Doch auch ohne Neuzugänge glaubt Grobe, könnte sein Team in der Landesliga mithalten: „DieMannschaft ist gut genug, um da zu bestehen“, sagt Grobe. Auch deshalb wird sich der Kader in diesem Winter nur in ganz homöopathischen Dosen verändern. Nico Voigt wechselt zu Liga-Konkurrent Westfalia Wethmar, dafür kommen Maximilian Müller von A-Ligist Westfalia Huckarde (wir berichteten) und Sebastian Schürmann vom Landesligisten Kirchhörder SC.

Spaß und Abwechslung in der Halle

Für die Hallenfußball-Stadtmeisterschaft hat Grobe seinem Team „Spaß und Abwechslung“ verordnet. Der sonst sehr akribische Grobe wolle es mit der Taktik in der Halle nicht übertreiben: „Das hat mich in den letzten Jahren ein bisschen angenervt“, sagt der Coach. Ein Ziel gibt es aber trotzdem: „Wir wollen natürlich in die Zwischenrunde“, sagt Grobe, „alles darüber hinaus wäre dann ein besonderes Highlight.“

Die Körner treffen in der Halle Wellinghofen auf den A-Ligisten SC Husen-Kurl und den B-Ligisten Wambeler SV.

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