Umbruch Teil 2: VfR Sölde holt neun Spieler und schraubt die Ziele hoch

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Nach Platz sieben in der abgelaufenen Bezirksliga-Saison will der VfR Sölde den nächsten Schritt machen: Nach elf Neuzugängen 2018 kommen jetzt noch einmal neun Neue. Darunter namhafte Spieler

Dortmund

, 07.06.2019, 07:25 Uhr / Lesedauer: 2 min

In Sölde sagen sie, der große Umbruch habe bereits im vergangenen Sommer stattgefunden. Aber es stimmt ja auch. Mit elf neuen Spielerin ging der Fußball-Bezirksligist damals in die Saison 2018/19. Und mit einem neuen Trainer. Sebastian Grundmann wechselte vom Schwerter A-Ligisten VfB Westhofen nach Sölde und führte die stark verjüngte Mannschaft in seiner Premierensaison beim VfR auf Platz sieben. Und doch klingt es ungewöhnlich, blickt man auf die Transferaktivitäten in den zurückliegenden Wochen.

„Erst einmal muss man sehen, dass wir im vergangenen Jahr das erreicht haben, was möglich war“, sagt Grundmann zufrieden. 38 Punkte holte der Tabellensiebte der abgelaufenen Spielzeit, 18 davon in der Hinserie, 20 in der zweiten Saisonhälfte. „Wir haben uns kontinuierlich gesteigert, vor allem spielerisch. Und die Rückserie war, auch wenn es punktemäßig nicht so aussieht, besser als die Hinserie.“

Nun wollen Trainer und Verein diesen Trend in der kommenden Spielzeit fortsetzen und haben weitere Transfers getätigt. Gleich neun neue Spieler hat stoßen zum Kader des VfR Sölde. Von einem erneuten Umbruch wollen die Verantwortlichen trotz der Masse an Spielern dennoch nicht sprechen. Zumal der Kern der aktuellen Mannschaft bestehen bleibt. „Wir machen jetzt vielmehr den nächsten Schritt und und stellen uns in der Breite besser auf“, sagt Grundmann.

Mehr Alternativen im Kader

Ob nun nächster Schritt oder Umbruch Teil zwei - dem Trainer des VfR Sölde werden in der kommenden Saison so oder so mehr Alternativen zur Verfügung stehen. Zumal in Andreas Ernst (2. Mannschaft), Christian Karsten (RW Barop), Marvin Bruske (Sölderholz) und Malek Arafa, der sich auf sein Studium konzentrieren will, gerade einmal vier Spieler den Verein verlassen werden, und von denen einzig Arafa Stammspieler war.

Einen Nachfolger für den Rechtsverteidiger hat Sebastian Grundmann bereits ausgemacht. Vom Landesligisten SSV Hagen kommt Michael Kuhfeld. Der 21 Jahre alte und 1,84 Meter große Defensivspezialist hat im vergangenen Jahr 23 Spiele für Hagen absolviert und dabei ein Tor erzielt. „Er ist hinten variabel einsetzbar“, sagt Grundmann. So kann der frühere U19-Spieler des Hombrucher SV auch in der Innenverteidigung spielen.

Ein weiterer namhafter Neuzugang ist Jens Jäkel. Der 32-Jährige stand zuletzt beim Westfalenligisten Westfalia Wickede unter Vertrag. Als Königstransfer will Grundmann aber weder Kuhfeld noch Jäkel bezeichnen. „Alle Spieler, die zu uns wechseln, werden uns auf ihre Weise helfen“, sagt er. „Wir kommen eher über eine geschlossene Mannschaftsleistung.“

Sölde will im oberen Mittelfeld landen

Neben Kuhfeld und Jäkel werden auch Dennis Uhle, Dominik Podubrinn (beide VfL Schwerte), Maurice Koschinski (Holzwickeder SC A-Jugend), Tim Delker (RW Unna) und Jonas Döring (SV Tapfer 06 Leipzig) zum Verein stoßen. Aus der eigenen A-Jugend kommen Milan Csuri und Imad Chokri Lahbitich.

Beim VfR Sölde sehen sich mit dem neuen Kader besten gerüstet. „Wir sind nun breiter aufgestellt“, sagt Grundmann. Und so lautet die Zielsetzung in seinem zweiten Jahr: oberes Mittelfeld. Und dann kann sicherlich der nächste Schritt folgen. Oder Umbruch. Wie man es auch formulieren mag.

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