Und er läuft und läuft und läuft: Müllers ?100ster?

Dortmunder ist ein echter Marathonmann

11.05.2007 / Lesedauer: 2 min

?Jeder Marathon ist ein neues Abenteuer.? Einer, der über seine Marathon-Erfahrungen ein Buch schreiben könnte, ist Wolfgang Müller (BSG Sparkasse). Der 59-Jährige bewältigte beim Hamburg-Marathon sein 100. Rennen über die 42,195 km. Nach 4:35:37 Std. beendete Müller sein Jubiläumsrennen, und da war die Platzierung unter den 23 000 Teilnehmern gleichgültig. Schließlich konnte er zuvor im Training wegen Rückenbeschwerden nur 560 km zurücklegen. Aber als Ersatz schwang er sich auf sein Rennrad und hielt sich fit. So hieß sein Ziel nur ?Durchhalten?, denn ?Aufgeben? gehört nicht zum Wortschatz des Bankkaufmanns, der ein Weltreisender in Sachen Marathon ist. Dreimal folgte er auf dem Kurs zwischen Marathon und Athen den Spuren des legendären Griechen Pheidippides, der das Überbringen der Siegesnachricht über die Perser mit dem Leben bezahlte. Aber Müller ?überlebte?, lief zweimal in New York und einmal in Boston, Helsinki sowie in San Francisco. Dabei hat das legendäre Rennen von Boston für ihn einen besonderen Stellenwert, denn vor 31 Jahren zeigte das Thermometer 40 Grad an, als sich der Dortmunder 3:30:07 Std. lang über den welligen Kurs quälte. Seine Bestzeit erzielte er vor 22 Jahren in Berlin mit beachtlichen 2:46:45 Std.. Sein ?langer Lauf? begann 1974 in Dülmen mit 3:46:10 Std., der Kreis schloss sich bei seinem 18. Hamburg-Marathon. Die Hansestadt war der angemessene Schauplatz für Müllers Jubiläum. ?Etwa 700 000 Zuschauer treiben die Läufer nach vorne und die Atmosphäre ist einmalig?, blickt er begeistert zurück. An das Ende seiner Langstrecklerkarriere will er noch nicht denken. ?Da können schon noch einige Rennen dazu kommen, aber wie viele es sein werden, weiß ich noch nicht?, macht er keine Pläne. Mz

Lesen Sie jetzt