Verletzungsschock beim ASC 09: Dem Fußball-Oberligisten gehen die Innenverteidger aus

Fußball-Oberliga

Das ist bitter für den ASC 09: Innenverteidiger Mike Schäfer hat sich im Westfalenpokal-Spiel am Mittwoch schwer verletzt. Der 21-Jährige wird dem Oberligisten womöglich wochenlang fehlen.

Dortmund

, 16.08.2019, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Verletzungsschock beim ASC 09: Dem Fußball-Oberligisten gehen die Innenverteidger aus

Mike Schäfer (3.v.l.) wird dem ASC 09 mehrere Wochen lang fehlen. © Stephan Schuetze

Das Ausscheiden im Westfalenpokal hatte Daniel Sekic am Donnerstagabend bereits abgehakt. „Das ist am Ende unglücklich für uns gelaufen“, sagt der Trainer des Fußball-Oberligisten ASC 09. „Aber das müssen wir jetzt schnell beseite schieben und uns auf die kommenden Aufgaben konzentrieren.“

13:14 hieß es am Ende gegen den Landesligisten Spielvereinigung Hagen 11 nach einem wahren Elfmeterschießen-Marathon. Nach 90 Minuten hatte es 3:3 gestanden. Doch weit schlimmer als das Verpassen der nächsten Pokalrunde traf Daniel Sekic die Verletzung von Mike Schäfer.

Diagnose übertrifft schlimmste Befürchtungen

„Das beschäftigt mich mehr als die Niederlage“, hatte der Trainer bereits unmittelbar nach der Partie erklärt und darüber spekuliert, „ob es bis Sonntag“ vielleicht noch reichen werde für einen Einsatz des Innenverteidigers gegen den FC Gütersloh. Nun steht fest: Es wird nicht reichen. Die erste Diagnose am Donnerstag übertraf die schlimmsten Befürchtungen.

Schäfer, das hat eine erste Untersuchung ergeben, wird dem ASC mit einer Schultereckgelenksprengung mehrere Wochen fehlen. Noch unklar ist, ob sich der 21-Jährige einer Operation unterziehen muss oder eine konservative Behandlung angewendet werden wird. Darüber soll eine MRT-Untersuchung am Freitag Auskunft geben.

Noch 30 Minuten mit Verletzung gespielt

„Das ist natürlich sehr, sehr bitter, da fehlen einem fast die Worte“, sagt Pechvogel Schäfer. „Im Spiel selbst hatte ich gar nicht den Eindruck, dass es etwas Schlimmes sein könnte.“ Der Innenverteidiger war nach dem Schubser eines Gegenspielers ins Straucheln geraten und auf die Schulter gefallen. Leichte Schmerzen verspürte Schäfer bereits zu diesem Zeitpunkt, spielte dann aber noch 30 Minuten bis zum Schlusspfiff weiter.

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„Viel mehr muss man über Mike wahrscheinlich gar nicht sagen“, erklärt Sekic. Schäfer selbst hatte erstmals beim Elfmeterschießen das Gefühl, dass da vielleicht doch mehr kaputt gegangen sein könnte, als zunächst gedacht. „Als wir alle im Mittelkreis zusammenstanden, Arm in Arm, da sind die Schmerzen etwas stärker geworden“, sagt der Sportstudent, der nun sogar eine praktische Prüfung sausen lassen muss. Seinen Elfmeter verwandelte er dennoch noch sicher.

Sekic in der Innenverteidigung zum Improvisieren gezwungen

Der Ausfall Schäfers trifft den ASC 09 hart. Weil auch Maurice Buckesfeld mit einem Außenbandriss und Teilbruch im Sprungbein mindestens bis Mitte September nicht zur Verfügung stehen wird, ist Trainer Daniel Sekic in den kommenden Wochen zum Improvisieren gezwugen.

„Mit Mike und Bucki fällt unsere etatmäßige Innenverteidigung komplett weg“, so Sekic. „Wir müssen jetzt schauen, wie wir das auffangen, zumal beide Spieler sind, die eine Partie sehr gut lesen können.“ Der Übungsleiter der Aplerbecker schließt auch mögliche Alternativen von extern nicht komplett aus. „Unsere Personaldecke auf dieser Position ist nun relativ dünn. Da muss man schauen, was es für Alternativen es gibt.“

ASC-Trainer warnt vor FC Gütersloh

Wer am Sonntag gegen den FC Gütersloh (15 Uhr, Schwerter Str. 238, 44287 Dortmund) die Innenverteidigung bilden wird, das will Sekic noch nicht verraten. Der Trainer hält sich diesbezüglich gewohnt bedeckt und lässt sich nicht in die Karten schauen, sagt aber auch, dass „die Leistungsträger, die wir am Mittwoch geschont haben“, sicherlich wieder dabei sein werden.

Die Gäste aus Gütersloh, die mit einem 1:1 gegen den SC Wiedenbrück in die Saison gestartet sind, beschreibt Sekic derweil als „spielstarke Mannschaft, die viel auf Ballbesitz geht und die Räume gut besetzt“. Nach dem 2:1-Erfolg seiner Mannschaft am ersten Spieltag in Paderborn wolle der ASC aber nun nachlegen. Leicht werde das nicht, so Sekic. „Denn auch wenn ich mich wiederhole: In einer Oberliga, die so ausgeglichen ist, muss man von Woche zu Woche Topleistungen bringen, um Punkte einzufahren.

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