Viele Minuten im ersten Seniorenjahr: Außenbahn-Flitzer Leon Reckers hat sich selbst überrascht

hzFußball-Bezirksliga

Leon Reckers ist einer der Erfolgsgaranten beim Bezirksligisten DJK TuS Körne. Der 19-Jährige spielt sein erstes Seniorenjahr und ist in Körne zum Vorbereiter vom Dienst geworden.

von Moritz Lerch

Dortmund

, 24.11.2019, 11:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Der rechte Flügelspieler kommt beim Tabellenzweiten – nach Torjäger Conor O´Reilly – auf die meisten Einsätze. Neben zwei selbsterzielten Toren kommt der 19-Jährige auf etliche Vorlagen. Und das obwohl er letzte Saison noch in der A-Jugend für den FC Brünninghausen spielte.

Grobe sehr zufrieden

Sein Trainer, Dominik Grobe weiß genau, was er am Neuzugang aus der U19 vom FC Brünninghausen hat. „Leon hat eine unglaubliche Physis, ist sehr laufstark und enorm schnell“. Ein weiterer Grund warum Reckers auf so viel Einsatzzeiten kommt ist, dass er „immer beim Training und dabei sehr lernwillig ist“.

Jetzt lesen

Reckers selbst zieht eine sehr bescheidene Bilanz aus seinem ersten halben Seniorenjahr. „Meine starken Leistungen sind auf jeden Fall auch dem Team geschuldet“, erklärt er. Für ihn sei es im Sommer in erster Linie darum gegangen, einen Verein zu finden, in dem er auf seine Spielzeiten kommt. „Dass ich dann so viele Spiele, nach Conor sogar die meisten Minuten verbuche, hätte ich nicht gedacht. Aber es freut mich“, gibt Reckers offen zu.

„Ich passe gut in die Mannschaft“

Er sei sich zwar seinem enormen Tempo, seiner Fitness und Wendigkeit bewusst, wolle aber seine Stärken verbessern und an seinen Schwächen arbeiten. Wichtig sei es auch gewesen, so Reckers, gut ins Team zu passen. „Ich wurde sehr gut angenommen. Besonders außerhalb des Trainings merke ich, dass ich gut in die Mannschaft passe“.

Jetzt lesen

Das weiß auch sein Trainer: „Die Jungs haben Leon sehr gut angenommen. Er hat sich aber auch super integriert“, verrät Grobe. Aufgrund des Zusammenhalts innerhalb der Mannschaft ist Tabellenplatz für Reckers auch keine Überraschung. „Natürlich konnte man damit nicht rechnen. Aber auf der anderen Seite hatte sich das schon im Laufe der Vorbereitung angedeutet“. Mit angedeutet meine er, dass jeder für jeden in der Mannschaft kämpft und dass ein Grund für den Erfolg sei.

Grobe hat nur Positives - und Hinweise

Sowohl Grobe als auch Reckers wissen trotz all der positiven Ergebnisse, dass der Youngster noch einen weiten Weg vor sich hat. „Ich kann wirklich nur positiv über den Jungen reden. Aber wie bei jedem Spieler, der aus der Jugend kommt, gibt es noch an der ein oder anderen Stelle ein wenig Rückstand“, so Grobe. Und weiter: „Er muss sich noch ein bisschen an den Seniorenbereich gewöhnen. Das ist aber vollkommen normal“. Und technisch habe er noch, so Grobe, Nachholbedarf. „Aber daran werden wir arbeiten“.

Viele Minuten im ersten Seniorenjahr: Außenbahn-Flitzer Leon Reckers hat sich selbst überrascht

Robust in den Zweikämpfen: Leon Reckers (r.) gegen Türkspor. © Nils Foltynowicz

Reckers stimmt seinem Trainer in den Punkten zu. „Seniorenfußball ist etwas ganz anderes. Aber gerade, wenn es heiß her geht, leiten die erfahrenen Spieler mich sehr gut“, berichtet der 19- jährige Mittelfeldspieler. Er wolle im Training weiterhin hart arbeiten – gerade im technischen Bereich.

Technisch noch ein paar Defizite

„So ist das halt. Es gibt Spieler, die haben eine sehr feine Technik, läuferisch aber Luft nach oben. Dann gibt es Spieler wie Leon, die sind läuferisch top, haben aber technisch ein paar Defizite. Das ist ganz normal. Das soll aber in keiner Weise seine starke Hinrunde schmälern. Er ist ein guter Neuzugang für uns“, betont ein sehr zufriedener Grobe.

Jetzt lesen

Gerade vor und nach Trainingseinheiten fühlt sich Leon Reckers sehr wohl beim TuS Körne. „Die Jungs sind alle super drauf und es ist einfach immer lustig mit ihnen“. Dabei meint er besonders Lorenz Gründel und Kevin Kleine, die „für den ein oder anderen Spaß gut sind“. Aber auch von Spielern wie Andreas Brach, Kevin Ferreira und Marc Wiegand nimmt er viel mit. „Kevin spielt auch auf der Außenbahn. Bei ihm gucke ich mir viel ab. Andreas pusht mich auf dem Feld sehr und lobt mich viel. Marc hingegen im Tor strahlt eine unfassbare Ruhe und Souveränität aus. Es bereitet mir viel Freunde ihnen beim Spielen zu zusehen“.

Viele Youngster im Team

Die Mischung zwischen jung und erfahren passe sehr gut beim Bezirksligisten. „Neben mir sind in Konrad Gründel, John Hiltenkamp, Muje Parduzi und Niklas Klick viele andere 2000er Jahrgänge im ersten Seniorenjahr. Zu Beginn haben wir viel miteinander kommuniziert, mittlerweile kommt es mir so vor, als wäre ich mit allen im Team altersmäßig auf einem Grad. Die gute Integration haben wir auch unserem Trainer zu verdanken“, lobt Reckers auch Dominik Grobe.

Jetzt lesen

Für die Rückrunde nimmt er sich „nichts besonderes vor“. Er wolle sich in erster Linie weiterentwickeln und nicht von einem möglichen Aufstieg des TuS Körnes sprechen.

Lesen Sie jetzt