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Vor dem Endspiel in Lennestadt ist beim BSV Schüren außer dem Torwart keiner mehr gesetzt

hzFußball-Westfalenliga

Der letzte Spieltag in der Westfalenliga steht bevor und beim abstiegsbedrohten BSV Schüren hängt der Haussegen schief. Trainer Arthur Matlik ist von der Einstellung seines Teams enttäuscht.

Dortmund

, 24.05.2019 / Lesedauer: 4 min

Drei Teams kämpfen am Sonntag um den Verbleib in der Westfalenliga. Mittendrin der BSV Schüren, der beim ebenfalls noch nicht geretteten FC Lennestadt antreten muss. Das ist das Endspiel, das die Dortmunder so dringend vermeiden wollten. Dritte Mannschaft im Bunde der ums Überleben Kämpfenden ist der SV Horst-Emscher. Die Mannschaft empfängt den DSC Wanne-Eickel. Im Interview schildern alle drei Trainer, welche Chancen sie für ihr Team sehen.

BSV Schüren (15. Platz, 25 Punkte, -36 Tore)

Wie ist die Stimmung in der Mannschaft vor dem letzten Spieltag?

Trainer Arthur Matlik: Die Mannschaft hat meines erachtens die Situation noch gar nicht erkannt. Ich bin mit der Einstellung im Moment überhaupt nicht zufrieden. Und wenn das bis Sonntag so bleibt, dann werden wir definitiv absteigen. Ich erkenne das an der Laufbereitschaft und an der Intensität im Training. Eine Identifikation mit dem BSV Schüren ist bei vielen in der Mannschaft einfach nicht spürbar. Die Einheiten am Dienstag und am Donnerstag waren jedenfalls für die Katz. Zuletzt hatte ich den Eindruck, die Mannschaft ist schon in Urlaubsstimmung.

Haben Sie trotzdem auch noch Zuversicht, die Klasse zu erhalten?

Matlik: Ich habe der Mannschaft am Donnerstag nach dem Training ordentlich den Kopf gewaschen. Ich hoffe, dass das gefruchtet hat. Das Einzige, was mir Hoffnung macht ist, dass die Mannschaft zuletzt immer dann, wenn es richtig eng wurde, ihre besten Leistungen gezeigt hat.

Wie sind Sie personell aufgestellt?

Matlik: Außer Sascha Samulewicz im Tor ist für Sonntag niemand gesetzt. Samu ist der Einzige, der vorbildlich vorne weg geht und ständig versucht, die Mannschaft wachzurütteln. Ohne ihn würden wir noch viel schlechter dastehen. Alle anderen müssen im letzten Training ordentlich Gas geben, um sich einen Platz in der Mannschaft zu sichern.

Die Form: Der BSV hatte noch am letzten Spieltag aufhorchen lassen durch ein 1:1 gegen Tabellenführer Meinerzhagen. Trotzdem fehlt der Mannschaft die Konstanz. Eine Woche zuvor verlor sich noch bei YEG Hassel, einer Mannschaft im Niemandsland der Tabelle, sang- und klanglos mit 0:3.

SV Horst-Emscher (14. Platz, 25 Punkte, -25 Tore)

Wie ist die Stimmung in der Mannschaft vor dem letzten Spieltag?

Trainer Jens Grembowietz: Für die Lage, in der wir uns befinden, ist die Stimmung in Ordnung. Wir haben ja zuletzt auch so einen kleinen Erfolgslauf gehabt mit 10 Punkten aus 4 Spielen. Das färbt natürlich positiv auf die Stimmung ab. Aber wir schweben nicht gerade auf einer Euphoriewelle, weil wir wissen, dass am Sonntag noch alles passieren kann. Es kann für uns immer noch komplett runtergehen. Es kann aber auch das Top-Szenario eintreten.

Was macht Sie optimistisch, den Klassenerhalt zu schaffen?

Grembowietz: Natürlich die Erfolge der letzten vier Spieltage. Wir haben in der gesamten Hinrunde gerade mal 11 Punkte geholt und jetzt an 4 Spieltagen 10. Wir haben es in den letzten Spielen ordentlich hinbekommen, den Fokus ganz auf uns zu behalten. Das hat uns ganz gut getan und hat die Mannschaft robust gemacht. Wir sind jetzt einfach gefestigter. Das macht uns im Moment stark. Und vor der Saison haben wir gesagt, wir wollen es schaffen, bis zum letzten Spieltag um die Klasse mitzuspielen. Das haben wir geschafft. Und jetzt geht vielleicht noch mehr.

Wie sind Sie personell aufgestellt?

Grembowietz: Die Leistungsträger sind alle an Bord.

Die Form: Der SV Horst-Emscher ist im Abstiegskampf in der Westfalenliga ganz klar die Mannschaft der Stunde. Die letzten drei Spiele wurden gewonnen. Und auch das Torverhältnis ist im Trio der Abstiegskandidaten das beste.

FC Lennestadt (13. Platz, 26. Punkte, -33 Tore)

Wie ist die Stimmung in der Mannschaft vor dem letzten Spieltag?

Trainer Jürgen Winkel: Eher locker. Wir haben ja zuletzt auch gut gepunktet. Und eine bessere Ausgangsposition für den Klassenerhalt als jetzt haben wir eigentlich die ganze Saison nicht gehabt. Und diesen Schwung wollen wir auch ins letzte Spiel mitnehmen. Unser Ziel ist ganz klar, drei Punkte holen, um auch der Relegation nach Möglichkeit zu entgehen.

Was macht Sie optimistisch, den Klassenerhalt zu schaffen?

Winkel: Wir haben zuletzt taktisch noch etwas umgestellt. Haben versucht, mehr Kompaktheit in unser Spiel zu bringen. Das ist gelungen, hat uns sehr gutgetan und Räume nach Vorne geschaffen. So wollen wir weitermachen und hinten sauber stehen und uns daraus Chancen im Angriff erarbeiten. Aber letztlich ist es doch so, dass Fußball auch eine Kopfsache ist, wo Kraft aus Erfolgen zieht. Und an dem Punkt stehen wir gerade.

Wie sind Sie personell aufgestellt?

Winkel: Bisher können wir aus dem Vollen schöpfen. Ich denke, dass am Sonntag alle dabei sind. Wir werden die bestmögliche Mannschaft zur Verfügung haben.

Die Form: Der FC Lennestadt hat zuletzt stabile Leistungen gezeigt. Beim Lüner SV gewann die Mannschaft vor einer Woche mit 2:0. In Hordel sicherte man sich ebenfalls drei Punkte mit einem 3:2-Sieg. Und gegen Tabellenführer Meinerhagen reichte es zu einem 1:1.

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