Vor dem Spiel in Jena: Berghofens erste Bundesliga-Torschützin im Interview

hz2. Fußball-Bundesliga

Schon am ersten Spieltag ist der SV Berghofen in der 2. Bundesliga angekommen. Annalena Kramp spricht im Interview über ihren historischen Treffer und die schwierige Aufgabe in Jena.

10.10.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die 27-jährige Annalena Krapp erzielte beim 1:0-Erfolg über den FSV Gütersloh vergangenen Sonntag das erste Zweitligator in der Vereinsgeschichte des SV Berghofen. Am zweiten Spieltag müssen die Berghoferinnen nach Thüringen reisen. Der SVB spielt am Sonntag um 11 Uhr beim Erstligaabsteiger FC Carl-Zeiss Jena (Oberaue 3, 07745 Jena).

Jena holte am ersten Spieltag gegen Aufsteiger Bor. Bocholt (3:3) einen Punkt. Frank Büth sprach vor der Auswärtspartie mit der Torjägerin.

Wie fühlt man sich als Schützin des ersten Zweitliga-Tores der Vereinsgeschichte?

Es hat sich schön angefühlt. Eigentlich ist es aber egal, wer die Tore erzielt. Hauptsache, wir sind als Team mit einem Sieg gut in die Saison gestartet.

Haben Sie Ihr Tor bzw. Ihr Team den grandiosen Sieg am vergangenen Sonntag gebührend gefeiert?

Aufgrund der Corona-Pandemie und der auf Sportanlagen geltenden Bestimmungen und Vorschriften ist die „Kabinenparty“ sehr moderat ausgefallen. Allerdings habe ich vor Freude über unseren Sieg in der Nacht von Sonntag auf Montag sehr schlecht geschlafen.

Wie viele Tore haben Sie sich für die laufende Saison vorgenommen?

Ich mache mir keine Vorgaben. Eigentlich bin ich ja eher eine offensive Mittelfeldspielerin. Erst durch unser neues System bin ich als zweite Spitze in den Angriff gerutscht. Wie gesagt, wer die Tore schießt, ist egal. Ich freue mich genauso über eine Torvorbereitung wie über ein selbst erzieltes Tor.

Die Stationen von Annalena Krapp

Die Offensivakteurin spielt seit Januar 2018 in Berghofen, vorher kickte sie etliche Jahre für die SG Lütgendortmund. Begonnen hat Annalena Krapp ihre Karriere allerdings in Castrop-Rauxel. Bei Victoria Habinghorst und BG Schwerin spielte sie bis zum zwölften Lebensjahr gemeinsam mit Jungen in einer Mannschaft.

Mit welchen Zielen reist die Mannschaft nach Jena zum ersten Auswärtsspiel?

Das ist eine gute Frage. Wir werden es Jena nicht zu einfach machen. Mit dem nötigen Spielglück wollen wir etwas Zählbares mit nach Hause nehmen.

Wie bereiten Sie sich vor?

Wir fahren am Samstag um 12. Uhr mit dem Bus in Richtung Jena. Anschließend steht ein gemeinsames Abendessen auf dem Programm, ehe in einem Hotel übernachtet wird. Am Sonntag beginnt das Spiel bereits um 11 Uhr, eine für uns eher ungewohnte Anstoßzeit.

Welche Erkenntnis haben Sie über den Sonntags-Gegner FC Carl-Zeiss Jena?

Jena ist schwer einzuschätzen, verfügt aber über eine junge, körperlich sehr robuste Mannschaft, die zweikampfstark ist. Insgesamt dürfte das Team stärker sein als unser vorangegangener Gegner FSV Gütersloh.

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Gefällt Ihnen das neue 3 - 5 - 2 – System von Trainerin Laura Marienfeld?

Am Anfang war das neue System ziemlich ungewohnt für uns. Mittlerweile haben wir das System aber schon ganz gut verinnerlicht. In der höheren Spielklasse kommt uns die defensivere Ausrichtung zugute. Alle Spielerinnen müssen in der Defensive mitarbeiten und die Abwehr unterstützen.

Ist es für Sie ein Vorteil, zu Beginn Ihrer Karriere gegen Jungen gespielt zu haben?

Obwohl ich von der Körpergröße her ziemlich klein bin, habe ich ein ordentliches Durchsetzungsvermögen. Das liegt mit Sicherheit auch daran, dass ich mich früher auch gegen körperlich weit überlegene Jungs in meiner Altersklasse durchsetzen musste.

Wie lautet Ihr Tipp für das schwere Auswärtsspiel ?

Mein Tipp lautet 1:1. Mit einem Unentschieden könnten wir gut leben.

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