Wegen eines Fehlers: Deshalb verliert der Kirchhörder SC den Anschluss an den Spitzenreiter

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Kirchhörde hätte am Tabellenführer SV Wacker Obercastrop vorbeiziehen können. Stattdessen sind es nun vier Punkte Rückstand - wegen eines Fehlers. Eine Sache bringt Hoffnung für den KSC.

Dortmund

, 14.10.2019, 07:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am zehnten Spieltag hat es den Kirchhörder SC erwischt. Hatte ihm während der Vorwochen so manches späte Tor drei Punkte beschert, so kassierte der KSC im Spiel gegen Wacker Obercastrop durch einen späten Gegentreffer die Niederlage.

Nico Brehm entschied das Topspiel für den Landesliga-Spitzenreiter nach einem Fehler des eingewechselten Fabian Doyscher (85.) mit dem 1:0 (0:0). Es war die erste Saisonniederlage des KSC.

Was in Kirchhörde nun Hoffnung macht: Der KSC hat noch ein Spiel mehr als Obercastrop und kann im Erfolgsfall auf einen Zähler herankommen. Doch eines steht fest: Für wen auch immer – es wird verdammt schwierig, dieses gut organisierte Team vom Thron zu stoßen.

Ebenbürtiger KSC mit ungewollter Rotation

Kirchhörde war über weite Strecken in diesem Spitzenspiel ebenbürtig, doch Wacker Obercastrop gehörten auch mehrere Phasen. Dass es letztendlich ein 1:0 wurde, lag an der ungewollten Rotation auf der Innenverteidiger-Position während des Spiels. Die Betonung liegt auf während, denn Trainer Sascha Rammel erklärte, er wechsle bewusst die Formation von Spiel zu Spiel.

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Sowohl die Auswechslung von Gilmar Mendes, für den zur Pause Thomas Schmitter kam, die ohne Folgen blieb, als auch die des angeschlagenen Philipp Kremer, den Doyscher ersetzte, war nicht geplant.

Ein Wechsel als Kleinigkeit, die das Spiel entscheidet

Pechvogel Doyscher bekam, als sich wie vor einer Woche beim 1:0 gegen Wanne 11 schon alle mit einem Remis abgefunden hatten, den Ball nicht geklärt, Nico Brehm nutzte es eiskalt aus.

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„Nicht unverdient“, kommentierte der Trainer Sascha Rammel. „Der nicht geplante Wechsel war dann heute eben die Kleinigkeit, die solch ein Spiel, in dem beide Teams ihre Chancen haben, eben entscheidet.“ Rammel sah, wie die gut 200 Zuschauer ebenfalls, die besseren Chancen bei den Obercastropern. Wacker ist vielleicht kein furios aufspielender Tabellenführer, macht aber, bis auf wenige unpräzise Anspiele, auch kaum Fehler.

Kein Aufwärmen auf dem Platz für den Kirchhörder SC

Am Sonntag nutzten sie auch aus, dass Kirchhörde erst nach 25 Minuten richtig im Spiel ankam: „Heutzutage ist das natürlich ungewöhnlich, dass wir uns vor dem Spiel nicht auf dem Platz aufwärmen konnten, weil deren Zweite bis 15 Uhr spielte. Und so hatten wir auch unsere Schwierigkeiten reinzukommen“, sagte Rammel.

Abgesehen von einem Lupfer von Marcel Stiepermann (16.), hatte auch Obercastrop die besten Gelegenheiten der Anfangsphase. Besonders Elvis Shala (1., Freistoß; 25., Kremer kratzt einen Schuss von der Linie) hätte Wacker früh in Führung bringen kommen.

Kirchhörde fand dann aber besser ins Spiel. Obercastrop hätte sich nicht beschweren dürfte, hätte der ansonsten energische Schiedsrichter Thorsten Kleinböhmer nach Foul von David Queder an Aleksandar Djordjevicv Elfmeter gegeben (35.).

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Mit einem 0:0 zur Pause lebte der KSC dennoch gut. Nach der Pause gab er dann wieder für einige Minuten die Partie aus der Hand. Längst aber wirkte es später so, als hätte Kirchhörde sich wieder stabilisiert, da passierte Doyscher das Missgeschick.

Kirchhörde: Ernst - Tchienguien, Kremer (81. Doyscher), Mendes (46. Schmitter), Yüksel - Dapes, Rudnik - Sahin (85. Schumacher), Atalay, Djordjevic (70. Mura) - Stiepermann Tore: 1:0 Brehm (85.)
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