Wenn die Motoren blubbern

DORTMUND Wenn die alten Bikes mit blubbernden Motoren ihre Runden drehen und gleichzeitig ein Hauch von Tannenduft in der Luft liegt, ist wieder Großer Weihnachtspreis in der Dortmunder Westfalenhalle. Am zweiten Weihnachtsfeiertag jährt sich die Traditionsveranstaltung zum 71. Mal.

von Von Dirk Krampe

, 07.12.2007, 16:24 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wenn die Motoren blubbern

Die Vorfreude ist bei Sven Claußmeyer, Andreas Beikirch und Ernst Claußmeyer (v. l.) groß.

Es ist ein ganz besonderes Event mit einem ganz besonderen Flair, sagt auch Andreas Beikirch. Fünf Mal in Folge, von 2001 bis 2005, gewann er das Steher-Championat, im vergangenen Jahr wurde er vom Schweizer Peter Jörg enttrohnt. „Daher ist mein Ehrgeiz jetzt besonders groß.“

Es ist die Mischung, die den Großen Weihnachtspreis mit den beiden Eckpfeilern „Steher-Championat“ und „Omnium der Asse“ zu einer speziellen Veranstaltung macht. Beikirch sagt: „Das Datum, das Pulbikum, das sich auf Sport an Weihnachten freut. Es sind diese Faktoren, die dieses Spektakel auch für mich so besonders machen.“

70 Jahre alte Motorräder

Beikirch wird viele bekannte Gesichter wiedertreffen. Andreas Kappes, Carsten Podlesch, Vorjahressieger Jörg – die Steher sind eine Familie von Spezialisten im großen Radsport-Zirkus.

Wer hinter den zum Teil über 70 Jahre alten Motorrädern mit ihrem speziellen Sound bestehen will, muss aus hartem Holz geschnitzt sein. „Nur wer ganz dicht an der Rolle fährt, nutzt den speziellen Wind-Sog optimal“, beschreibt Organisator Ernst Claußmeyer, „nur zehn Zentimeter Abstand bedeuten schon 15 Prozent Leistungsverlust.“

Training Heiligabend

Das Feiertagsprogramm beginnt nachmitags um 16 Uhr mit den ersten Ausscheidungen. „Steher-Rennen sind schwer kalkulierbar“, sagt Beikirch, „da können Favoriten auch schon in den Vorläufen auf der Strecke bleiben.“ Damit ihm diese bittere Erfahrung erspart bleibt, wird er wie gewohnt am Heiligen Abend vormittags noch in der Halle trainieren. Und dann auf den letzten Drücker mit Familie zur Christ-Messe hetzen. Auch das hat bei Beikirch Tradition.

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