Der Hinundher-Stürmer ist sich sicher: Ich kann Türkspor helfen

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Für Mateus Ayala Cadoniz sind es bewegte Zeiten. Eigentlich sollte er längst für den TuS Bövinghausen in der Westfalenliga auflaufen - jetzt trägt er wieder das Trikot von Türkspor Dortmund.

Dortmund

, 04.10.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mateus Ayala Cardoniz ist nicht der Typ, der große Worte macht. „Ich will über die ganze Geschichte eigentlich gar nicht mehr so viel reden“, sagt der Brasilianer. Tut er dann aber doch - zumindest ein bisschen.

Das Hinundher hat Spuren hinterlassen bei dem brasilianischen Stürmer in Diensten von Türkspor Dortmund. Eigentlich sollte er ja jetzt in der Westfalenliga für den TuS Bövinghausen das Tor treffen. Dafür hatte der TuS den Stürmer Türkspor Dortmund schließlich abgeluchst. Ein Vorgang, der auch für etwas Missstimmung zwischen den beiden Klubs gesorgt hatte.

Doch arbeitsrechtliche Probleme machten den Bövinghausern und auch Cardoniz ein Strich durch die Rechnung. Weil Cardoniz noch nach dem 31. Juli für Türkspor in einem Testspiel aufgelaufen war, hätte Bövinghausen den Spieler vertraglich an sich binden müssen, damit er überhaupt schon für den TuS spielen darf. Doch so einen Vertrag lässt seine Aufenthaltsgenehmigung nicht zu. Deshalb hätte Cardoniz sechs Monate warten müssen, bis er für den TuS hätte spielen dürfen.

„Ich bin total motiviert zu spielen“, sagt Cardoniz. Für ihn wäre eine solche Zwangspause daher eine absolute Katastrophe gewesen. Das sahen wohl auch beide Klubs so und einigten sich auf die Lösung, dass Cardoniz nun wieder zu Türkspor zurückkehrt - allerdings nur für ein halbes Jahr.

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Im Winter soll er dann tatsächlich aus der Landesliga zu Bövinghausen in die Westfalenliga wechseln.

Mit der Rückkehr zu Türkspor für ein halbes Jahr habe er kein Problem, sagt der Stürmer. „Ich glaube ich kann der Mannschaft in der Landesliga schnell helfen. Und motiviert bin ich wie das ganze Team. Ich bin sicher, die Dinge werden sich ganz natürlich zum Guten wenden.“

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Von Animositäten zwischen den beiden Vereinen will Cardoniz nichts wissen. „Ich werde jedenfalls alles tun, um beiden Mannschaften zu helfen: Jetzt Türkspor und ab Februar Bövinghausen.“ Das habe alles nichts mit Feindschaft zu tun. „Im Fußball sollten wir auf dem Spielfeld Rivalen - aber neben dem Platz sollten wir Freunde sein.“

Für Cardoniz ist der Plan für die nahe Zukunft jedenfalls klar. „Ich muss mich jetzt ganz und gar auf das konzentrieren, was ich kann. Und wenn ich das tue, wird sich alles zum Guten wenden.“ Und das Ziel ist für ihn klar: Im Februar soll es für ihn ablösefrei zu Bövinghausen in die Westfalenliga gehen. Bis dahin gibt er alles eine Etage tiefer.

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