Westfalia Wickedes El Moudni: Nach dem Jahr in Schüren wollte ich eine bessere Saison erleben

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35 Jahre ist Mohamed El-Moudni alt und spielt noch immer in der Westfalenliga. Sein neuer Klub Westfalia Wickede macht es ihm aber gerade schwer, wie er es im Interview verrät.

Dortmund

, 02.11.2019, 18:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mohamed El-Moudni (35) macht keinen Hehl daraus, dass er sich seine ersten Monate beim Fußball-Westfalenligisten Westfalia Wickede anders vorgestellt hätte. Nach Abstiegskampf mit dem BSV Schüren droht ihm ein weiteres Jahr im Keller. Im Gespräch mit Alexander Nähle vor der Partie beim SV Sodingen (Sonntag, 14.30 Uhr, Am Holzplatz, 44627 Herne) aber zeigt er Wege aus der Krise auf.

Sie sind mit anderen Erwartungen nach Wickede gekommen. Wir gehen mal davon aus, dass Sie diese These bestätigen…

Das trifft so zu. Ja klar! Nach dem brenzligen Jahr in Schüren wollte ich eine bessere Saison erleben. Und da schien mir Wickede der richtige Verein, zumal ich hier auch mit meinem sehr guten Kumpel Anil Konya zusammenspielen wollte. Jetzt befinden wir uns aber in einer Situation, die nicht so gut ist.

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Wie konnte es soweit kommen, dass Ihre Westfalia nur aufgrund des Torverhältnisses nicht auf einem Abstiegsplatz steht?

Wir haben viel Potenzial, das aber nicht abgerufen. Wenn es dann nicht läuft, geht auch das Selbstbewusstsein etwas verloren. Es klappen ganz einfache Sachen nicht. Du kommst in einen kleinen Strudel. Wir haben ja auch viele sehr junge Spieler. Aber ich sage dennoch, die Mannschaft ist intakt.

Was muss die Mannschaft dann besser machen?

Wir müssen die individuellen Fehler abstellen. Gerade bei Standards sind wir anfällig. Das hat sich wohl leider schon herumgesprochen. Dagegen wollen wir anarbeiten.

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Ist das der Schlüssel, den Hebel umzulegen?

Die Leistungstendenz geht seit zwei Wochen, so komisch das klingen mag, schon nach oben. Dann verhindern aber eben diese Fehler noch bessere Ergebnisse. Gegen Wanne-Eickel beispielsweise müssen wir das 3:2 machen, verlieren aber 2:4.

Das und die Gesamtsituation haben Sie als alter Hase auch nicht verdient, oder?

Genau! Im Ernst: Ich bin jetzt 35 und fühle mich topfit. Ich hatte noch keine ernsthafte Verletzung. Daher bin ich persönlich glücklich, noch in der Westfalenliga Fußball spielen zu dürfen. Ich bin jetzt im Herbst, fast im Winter, meiner Karriere angekommen. Natürlich möchte ich aber auch, dass die verbleibende Zeit erfolgreicher wird als die vergangenen Monate.

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Ans Aufhören denken Sie noch nicht?

Nein, solange es mein Körper hergibt, möchte ich noch spielen.

Spielen möchten Sie bestimmt auch am Sonntag. Beackern Sie auf dem tiefen Sodinger Rasen wieder die Außenbahn?

Das entscheidet natürlich der Trainer, aber ich bin fit und bereit.

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Und jetzt gibt es endlich auch wieder Zählbares?

Das hoffe und glaube ich. Jeder muss bis an seine Grenze gehen. Das wird ein Kampfspiel. Wenn wir den absoluten Siegeswillen zeigen, schaffen wir es. Dann stimmen auch die Ergebnisse.

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