Westfalia Wickede holt Dortmunder Fußball-Größe - aus der Kreisliga

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Westfalia Wickede präsentiert seinen absoluten Transfercoup. Der Neuzugang hat im Dortmunder Fußball schon einige Erfolge und Aufstiege gefeiert - kickte zuletzt allerdings in der Kreisliga.

Dortmund

, 15.04.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Westfalia Wickede hat in den vergangenen Wochen mehrere hochkarätige Neuzugänge verkündet. Beim Namen des frischesten Neu-Wickeders dürften aber so einigen in der Dortmunder Fußball-Welt die Ohren klingeln. Der neueste Westfalia-Kicker ist der absolute „Transfercoup“ des Westfalenligisten. Ein richtiges „Ostergeschenk“, wie der Sportliche Leiter Daniel Dukic es nennt.

Die Rede ist von niemand geringerem als Santiliano Braja. Der 29-Jährige führte bereits den Kirchhörder SC in die Westfalenliga, kickte für den ASC 09 in der Oberliga, und hatte ebenfalls maßgeblichen Anteil am Aufstieg des BSV Schüren in die Westfalenliga. Mit den Schürenern wurde der Stürmer außerdem Pokalsieger und stand zwei Mal im Finale der Hallenstadtmeisterschaften.

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„Der Kontakt zu Santi ist nie abgebrochen“, erklärt Dukic, der gemeinsam mit Braja das Schürener Wappen auf der Brust trug, außerdem „ist er Auszubildender bei mir im Betrieb“, so Dukic, der „Santi“ auch gerne schon 2019 mit von Schüren nach Wickede genommen hätte.

Santiliano Braja über KF Sharri: „Es war nicht perfekt“

Aber Braja entschied sich vor einem Jahr gegen die Westfalenliga - und für die Kreisliga. Das Angebot von Dukic schlug der Stümer damals aus. „Dafür habe ich von Daniel eins auf den Deckel bekommen“, erinnert sich der 29-Jährige und lacht. Braja entschied sich, dem Projekt bei KF Sharri eine Chance zu geben. Der A-Ligist startete mit ambitionierten Zielen in die Saison, der Aufstieg sollte es sein. Wurde es aber nicht. Sportlich blieb Sharri trotz hochkarätiger Neuzugänge wie Santiliano Baraja, der die Kapitänsbinde trug, hinter den Erwartungen zurück, schließlich legte das Coronavirus dann alle Pläne auf Eis.

Bis Sommer 2019 kickte Santiliano Braja noch für den BSV Schüren.

Bis Sommer 2019 kickte Santiliano Braja noch für den BSV Schüren. © Nils Foltynowicz

War es also ein Fehler in die Kreisliga zu wechseln? Ja und nein. „Es war kein Fehler“, sagt Braja selbst zum Abenteuer Sharri, „aber es war auch nicht perfekt.“ Vielleicht sei der Schritt in die Kreisliga für den 29-Jährigen zu früh gewesen, insgesamt sehe er die Zeit bei Sharri aber positiv, sagt Braja, der in der Kreisliga acht Mal traf. „Ich bin um eine Erfahrung reicher.“

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Und Daniel Dukic und Westfalia Wickede jetzt um einen starken Spieler reicher. „Santi bringt unglaublich viel Erfahrung mit, er soll unsere jungen Spieler zusammen mit Anil Konya und einigen anderen führen“, verrät Dukic seine Pläne mit Braja, der wie jede Saison „heiß begehrt“ war.

Westfalia Wickede will in der kommenden Saison kein „Jugend forscht“-Projekt

Lange überzeugen musste Daniel Dukic seinen Ex-Spieler aber dann doch nicht, „wir hatten über die Arbeit ja immer Kontakt“, verrät Braja. Dukic, der froh ist, dass der Stürmer „endlich wieder“ für ihn spielt, ist vor allem von Brajas Torgefahr, seiner Kämpfermentalität und dem hohen Laufpensum beeindruckt, dass der Stürmer abspult.

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Ein erfahrener Spieler wie Santiliano Braja sei bei den vielen jungen Neuzugängen und glaublich wichtig für die Mischung im Kader, „wir wollen in Wickede ja nicht das Projekt ‚Jugend forscht‘ starten“, sagt Dukic, der mit Braja seinen persönlichen „Sergio Aguero“ zur Westfalia gelotst hat - aber mit dem Wickeder Kader für die kommende Saison immer noch nicht ganz fertig ist.

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