Winter-Vorbereitung am Mittelmeer: Türkspor und ein Kreisligist trainieren in der Türkei

hzFußball-Vorbereitung

Die Dortmunder Vereine bereiten sich gerade bei frostigen Temperaturen auf die restliche Saison vor. Zwei Teams haben sich für einen anderen Weg entschieden - aus mehreren Gründen.

Dortmund

, 21.01.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Fast jeder Bundesligaverein hat sich auf die gerade wieder gestartete Rückrunde in einem Trainingslager fernab der Heimat vorbereitet. Dass so ein Trainingslager nicht nur etwas für Profivereine ist, beweisen nun zwei Teams aus Dortmund - beide Mannschaften verbringen einen Teil ihrer Vorbereitung in der Türkei. Während Türkspor Dortmund sich erst in einigen Tagen auf den Weg macht, ist ein Kreisligist bereits seit dem Wochenende vor Ort.

Mit 16 Spielern wird sich Trainer Reza Hassani am Freitagabend auf den Weg nach Köln machen. Gemeinsam werde mit dem Bus zum dortigen Flughafen gefahren, erzählt er. Von dort geht es dann mit dem Flugzeug in die Türkei nach Antalya. An der Mittelmeerküste wird der Bezirksligist bis zum 1. Februar bleiben.

Ein Teil der Mannschaft bleibt mit Kevin Großkreutz in Dortmund

„Das stand schon fest, da waren wir hier noch nicht Trainer“, erklärt Hassani. Da nicht alle Spieler berufsbedingt mitkommen können, „wird die Mannschaft gespalten“. Während die eine Gruppe mit Trainer Hassani ans Meer fliegt und sich dort auf die kommenden Aufgaben vorbereitet, trainiert der Rest der Mannschaft mit Co-Trainer Kevin Großkreutz weiterhin in Dortmund.

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Getestet werden soll in der Türkei bislang nur einmal - gegen eine „relativ hochklassige türkische Mannschaft“. Weitere Spiele seien derzeit nicht geplant. „Der Fokus liegt mehr auf dem Training“, sagt Hassani. Denn vor und nach dem Trainingslager „haben wir schon reichlich Testspiele“.

Trainingslager in der Türkei „ist günstig“

Für Türkspor ist es nicht das erste Trainingslager im Ausland. Schon einmal habe es eine solche Reise gegeben, erklärt der Trainer. „Da haben sie gute Erfahrungen gemacht.“ Die hat in den vergangenen Tagen auch schon der Dortmunder A-Kreisligist FK Sharri gemacht. Denn seit Samstag, 18. Januar befindet sich das Team von Ferhat Degirmenci ebenfalls in Antalya.

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„Die Türkei ist eine echte Alternative“, sagt der Trainer des Tabellenvierten der Kreisliga A2. Einer der Gründe, warum die Winter-Vorbereitung dort möglich war, waren die Kosten: „Es ist günstig.“ Die Idee, einige Tage im Ausland zu trainieren, ging vom Trainer selbst aus. Er habe dann auch alles selbst geplant, erklärt er. 14 Spieler sind mitgekommen, „zwei davon sind aber leider verletzt“.

Erst ins Hallenbad, dann in den Kraftraum

Für die fitten Spieler gibt es ein straffes Programm. „Morgens gehe ich mit den Jungs ins Hallenbad vom Hotel, mittags dann in den Kraftraum.“ Den Fußballplatz besuche seine Mannschaft aber nicht jeden Tag, weil der Platz nicht immer frei sei. Was jedoch täglich auf dem Plan steht, ist eine besonders anstrengende Einheit am Ende des Tages: „Abends gehen wir am Stand laufen.“

Wenn Sharri aber auf den Fußballplatz kann, wird auch gegen andere Mannschaften, die sich ebenfalls in der Hotelanlage aufhalten, gespielt. Für Donnerstag ist ein Testspiel gegen einen A-Ligisten aus Berlin geplant. Gegen einen Erstligisten aus Aserbaidschan, den Tabellenfünften FK Zira, hat Degirmenci mit seinem Team schon gespielt. Es setzte eine deutliche Niederlage, den Endstand verrät er allerdings nicht. „Das Ergebnis ist nicht so wichtig“, sagt er nur. Begleitet wird das Trainingslager des Kreisligisten seit Dienstag sogar von einem kosovarischen Fernsehsender.

Ziel des Trainingslagers sei vor allem, „dass die Jungs sich zusammenraufen und noch mehr Teamgeist entwickeln“. Mit seinen Spielern ist Sharris Trainer bislang zufrieden. „Die Jungs machen gut mit“, sagt er. Die Bedingungen seien ebenfalls sehr gut, das Wetter mit etwa 15 Grad optimal. Auch bei Türkspor soll das Trainingslager helfen, sich noch besser kennenzulernen. „Das schadet nicht“, erklärt Reza Hassani.

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