"Wirtschaftliches Harakiri wird es mit uns nicht geben"

DORTMUND Vor der Oberliga-Aufstiegsrunde des EHC Dortmund sprechen Vorsitzender Gerd Alda und Sportlicher Leiter Klaus Picker über sportliche Ziele, die wirtschaftliche Entwicklung und die Aufstiegsfavoriten.

01.01.2008, 17:02 Uhr / Lesedauer: 2 min
"Wirtschaftliches Harakiri wird es mit uns nicht geben"

Gibt die Play-Offs als Ziel aus: Klaus Picker

Herr Picker, Herr Alda, erst ein mal herzlichen Glückwunsch zur Regionalliga-Meisterschaft. Wie zufrieden sind Sie mit der Hauptrunde? Klaus Picker: Sehr zufrieden! Wir hatten nur zwei kleine Hänger in der Runde – so gut hatte uns niemand erwartet.Gerd Alda: Die Liga war in diesem Jahr sportlich ausgeglichener. Es waren viele interessante, enge Spiele dabei. Umso zufriedener bin ich mit der Rolle, die wir gespielt haben.

Warum lief es aus Ihrer Sicht so gut? Picker: Im Unterschied zum Vorjahr sind wir eine richtige Mannschaft. Es gibt eine Hierarchie und die Jungs ziehen voll mit. Auch das Spieltempo ist jetzt deutlich höher.Alda: Wenn man auf der After-Game-Party gesehen hat, wie die Mannschaft lauthals „Wir sind alle Dortmunder Jungs“ gesungen hat, dann merkt man da stimmt es ...

... auch wirtschaftlich? Alda: Seien Sie sicher. Der EHC steht wirtschaftlich auf sicheren Beinen. Wir werden keinen Cent Schulden machen. Dass wir das nicht müssen, ist ein Verdienst des gesamten Leitungsteams.

Blick in die Zukunft. Wenn der Aufstieg sportlich realisiert würde. Ist er wirtschaftlich zu stemmen? Alda: Wir werden eine Wirtschaftlichkeitsprüfung durchführen. Und wir sind vorsichtig optimistisch, dass es, entsprechende Unterstützung unserer Sponsoren vorausgesetzt, zu machen sein wird.Picker: Man muss sich dabei vor Augen halten, dass der Sprung von der Regional- in die Oberliga durchaus groß ist. Aber noch ein Mal: Wirtschaftliches Harakiri wird es mit uns nicht geben.

Aktuell steht jetzt erstmal die Aufstiegsrunde an. Was ist das Ziel? Picker: Unser erstes Ziel muss es sein, in die Play-Offs zu kommen, also mindestens Platz vier.

Und wer sind dabei die größten Konkurrenten? Alda: Die Mannschaften, die in der Regionalliga West vorne standen. Also Herne, Dinslaken und auch Düsseldorf.Picker: Die beiden Teams aus Baden-Württemberg werden sicherlich auch eine gute Rolle spielen.

Abschließende Frage. Was wünschen Sie sich für den EHC 2008? Alda: Dass wir unsere positive Entwicklung fortsetzen – sowohl sportlich als auch wirtschaftlich.Picker: Ja, das gilt für alle Ebenen, auch für die Jugendarbeit. Wir sind ein gesunder Verein, unsere Junioren und Schüler spielen beispielsweise in der Bundesliga.

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