Ziel Phoenix-Halbmarathon: Mit Vollgas zur Fitness

Ausdauersport

Innerhalb von acht Wochen fit für den Sparkassen Phoenix-Halbmarathon? Keine leichte Aufgabe. Aber zumindest versuchen wollen es 20 Läufer und Läuferinnen aus Dortmund, die sich für einen Startplatz für ein achtwöchiges, kostenloses Laufseminar beworben haben und per Losentscheid gezogen wurden.

RIO DE JANEIRO

von von Peter Kehl

, 18.08.2016, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Trainerin Jana Hartmann begutachtet die Teilnehmer bei Kräftigungsübungen. Die erste Einheit fand im Rombergpark statt.

Trainerin Jana Hartmann begutachtet die Teilnehmer bei Kräftigungsübungen. Die erste Einheit fand im Rombergpark statt.

Die Ruhr Nachrichten sponsern die 20 Startplätze, die Umsetzung erfolgt durch „upletics“, die von der ehemaligen 800-Meter-Spitzenläuferin und Deutschen Meisterin Jana Hartmann gegründete Athletikschule mit Sitz in Dortmund. Am vergangenen Samstag ging’s los mit den ersten 90 Minuten. Auftakt im Rombergpark. Und für die meisten Teilnehmer – eine Mischung aus Anfängern, langjährigen Hobbyläufern und ambitionierten Athleten mit Ziel New York-Marathon – gab’s die eine oder andere Überraschung. Und die Erkenntnis, dass es noch einiges zu tun gibt, ehe das Ziel erreicht ist, der Sparkassen Phoenix-Halbmarathon am 3. Oktober.

14 Männer und drei Frauen

Das Training leitete Marcus Hoselmann. Jana Hartmann ist noch in ihrer Babypause und hat Sportverbot. Aber natürlich war sie vor Ort, mit dabei im Kinderwagen ihre erst wenige Wochen alte Tochter Lotta. „In vier Wochen bin ich wieder mit dabei“, versprach sie der Runde aus 14 Männern und drei Frauen, die sich um 10 Uhr morgens am Torhaus zum Rombergpark getroffen hatte.

Wer aber gedacht hatte, dass zum Auftakt eine lockere Joggingrunde anstehen würde – und das hatten die meisten wohl gedacht – wurde enttäuscht. Für Marcus Hoselmann stand zunächst die Verbesserung der Fitness und der Koordination auf dem Programm. Nach einer kleinen Aufwärmrunde durch den Park hieß es dann immer wieder: Ausfallschritte, Entengang, Steigerungsläufe. „Wir wollen die Grundlagen schaffen, die Teilnehmer fitter machen und etwas an die Hand geben, was sie später auch im Trainings-Alltag anwenden können“, so Hoselmann.

"Sind nicht auf dem Ponyhof"

Der musste ab und zu schon mal lauter werden. „Wir sind doch nicht auf dem Ponyhof“, schallte es durch die Lindenallee. „Das ist schon ziemlich hart, tut aber gut“, meinte Verena Deichmann mit einem schon zur Halbzeit etwas ermüdeten Lächeln. Die Dortmunderin stand stellvertretend für einige Kursteilnehmer, die noch nicht lange dabei sind.

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Seit etwa 18 Monaten laufe sie, trainiere aber planlos, so die junge Frau. Und als Ziel habe sie sich eine Zeit von 2:15 Stunden beim Sparkassen Phoenix-Halbmarathon gesetzt. Sebastian Meisel will es in glatten 2:00 Stunden schaffen, Thorsten Gövert in 1:45 Stunden und Achmed Lemjimer in 1:30 Stunden. Und danach zum New York-Marathon. Während Lars Josten einfach professioneller Laufen und beim Sparkassen Phoenix-Halbmarathon eine Zeit um die 1:50 Stunden erreichen möchte.

Kontinuität im Taining

Unterschiedlicher konnten Ziele und Niveau nicht sein. Genau an diesem Punkt setzt Marcus Hoselmann an. „Wir wollen nicht einfach nur durch den Wald laufen, dazu braucht die Gruppe uns nicht. Wir wollen Kontinuität ins Training bringen, um dadurch auch Verletzungen zu vermeiden. Und wir wollen aufzeigen, was alles passieren kann“, so Hoselmann.

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Immer wieder Steigerungsläufe, ziemlich ermüdend und fordernd. Was zunächst locker aussah, entwickelt im Lauf der Zeit zu einer schweißtreibenden Angelegenheit. Hoselmann scheucht die 14 Männer und drei Frauen über die Lindenallee des Rombergparks, gibt Tipps, erteilt Ratschläge, ermahnt, mal lauter, mal leiser. Eine Stunde ist schon vorbei. Und noch immer hat die Gruppe nicht das gemacht, womit die meisten eigentlich gerechnet haben. Durch den Wald joggen. „Auch wenn’s wehtut. Es ist gut zu sehen, was man nicht kann. Und man muss angetrieben werden“, sagt Achmed Lemjimer, der potenzielle New York Marathoni.

Abwechslungsreiches Training

Und plötzlich sind die 90 Minuten vorbei. Schneller als gedacht. Zum Abschluss geht’s dann noch einmal durch den Rombergpark. Ein letztes Mal, denn in den kommenden sieben Woche wechseln nicht nur die Themenfelder, sondern auch die Location. Die Gruppe wird die Dortmunder Laufgebiete kennenlernen: Mal die Bittermark, mal die 400-m-Bahn im Stadion Rote Erde, später die Finnbahn in der Bolmke oder der Phoenix See. „Abwechslung im Training ist mit das Wichtigste“, erklärt Jana Hartmann. Man spürt, dass auch sie gerne wieder die Laufschuhe anziehen möchte.

 

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