Zittern - Zagen - Aufatmen

Im Fernduell mit Holstein Kiel erobern Borussen das bessere Ende für sich

21.05.2007, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Verfolgungsjagd im Fernduell - das drittletzte Kapitel im Kampf um den Klassenerhalt in der Regionalliga Nord war das bislang spannendste. BVB-Trainer Theo Schneider und wohl auch sein Gegenüber, Holstein-Kiel-Coach Peter Vollmann, wurden ständig per SMS-Dienste über den Spielverlauf des Gegners informiert. 14.40 Uhr: Vollmann fuhr der Schrecken in die Glieder, Denis Omerbegovic schoss den BVB mit 1:0 in Front, die Borussia hatte Kiels «Störche» in der Tabelle überflügelt. 14.42 Uhr : Theo Schneider hadert mit dem VfL. Soeben kassierte Osnabrück durch Pavel Dobry das 0:1. Kiel hat den Ein-Punkt-Vorsprung gegenüber dem BVB wieder hergestellt. Pause an der Bremer Brücke, Pause in der Roten Erde. 15.09 Uhr : Schneider ist für Momente fassungslos, Co-Trainer Ingo Preuß tritt vor lauter Ärger einen Plastik-Pylon auf die Tartanbahn - Nico Patschinski hat für Union das 1:1 geschossen. Bleibt es dabei, ist der BVB so gut wie abgestiegen. 15.20 Uhr: Vollmann darf den Blutdruck herunterfahren, Dimitrijus Guscinas erhöht für den KSV auf 2:0 in Osnabrück. Alles scheint sich zu Gunsten der Norddeutschen zu wenden, Theo Schneider ist der Verzweiflung nahe. 15.31 Uhr : Schneider schöpft einen Funken neue Hoffnung. In Osnabrück markiert Addy Menga per Elfmeter das 1:2 und nährt die VfL-Aussicht im Titelkampf. 15.36 Uhr: Unglaublich, 2:2 in Osnabrück durch Thomas Reichenberger. Theo Schneider ist sofort hellwach, signalisiert seiner Truppe die neue Chance. Kiels Vorsprung ist wieder auf den einen Zähler zusammengeschrumpft. 15.42 Uhr: Das Wunder wird wahr. Theo Schneider mag es kaum fassen. Reichenberger knallt den Ball zum 3:2 für Osnabrück in die Kieler Maschen. Die «Störche» liegen gerupft am Boden. Vollmann kann das alles nicht wirklich glauben. 15.47 Uhr: Abpfiff in Dortmund durch Schiedsrichter Malte Dittrich, Stadionsprecher Ulrich Behle ist nicht mehr zu stoppen, er verkündet den 834 Zuschauern: «Meine Damen und Herren, in Osnabrück hat der VfL das 3:2 erzielt, es sind dort nur noch wenige Momente zu spielen.» 15.48 Uhr : Spielschluss in Osnabrück. Die Borussen liegen sich in den Armen. Der BVB zieht in der Tabelle dank des besseren Torverhältnisses an Holstein Kiel vorbei und klettert auf den rettenden Platz 14. HaGe

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