Zwei Westklubs wollen dem ASC beim Bezirksliga-Aufstieg in die Suppe spucken

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Der ASC 09 zieht an der Spitze der Fußball-Kreisliga A1 seine Kreise, aber nicht einsam, weil zwei Teams aus dem Westen den ASC beharrlich verfolgen. Doch nun treffen sie aufeinander.

Dortmund

, 14.09.2019, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Tabellenzweite BW Huckarde empfängt den Dritten TuS Rahm (Sonntag 15 Uhr, Arthur-Beringer-Straße, 44369 Dortmund). Da wird sich zeigen, wer dem Spitzenreiter enger auf den Fersen bleibt.

Zweiter gegen Zweiter

Nun ist Stefan Schulze, Rahms Sportliche Leiter und Verteidiger, nicht Uli Hoeneß, der unlängst für seine Tabelleninterpretation das Torverhältnis außer Kraft setzte. Aber Schulze spricht scherzhaft vom Duell des „Zweiten gegen den Zweiten“.

Zur Erklärung: „Unser Torverhältnis von 16:9 ist ja fast gleich mit 13:5 von Huckarde.“ Nicht nur ähnlich, sondern identisch ist die Formkurve: Beide Teams verloren am ersten Spieltag und gewannen dann nur noch.

Ein Duell auf Augenhöhe

Thomas Faust, Trainer der Blau-Weißen, schließt daraus – wohl wissend, dass er mit dieser Aussage nicht zum Propheten wird: „Das wird ein Duell auf Augenhöhe.“

Faust und Schulze hätten eben nichts lieber, als vor einem vollen Haus zu spielen. „Diese Konstellation, die unsere beiden Vereine meines Wissens noch nie hatten, und das schöne Wetter, das sollte doch die Zuschauer locken“, sagt beispielsweise Schulze. „Wir hatten im Winter, als ich zu BW kam und 2:2 spielten, schon gut 200 Leute am Platz. Ich kann mir vorstellen, dass dieses Duell mal 300 Zuschauer anlockt“, schildert Faust seine Vorstellung.

Die Huckarder haben unter Faust aus den Niederungen der Tabelle den Sprung zu einem ambitionierten, nett anzusehenden A-Ligisten geschafft und ihren Anteil an einer großen Kulisse. „Ja, die Jungs ziehen mit. Wegen der hohen Trainingsbeteiligung können wir auch viel einstudieren.“

Alle Siege waren verdient

Der routinierte Trainer berichtet, dass sich seine Mannschaft alle Siege auch verdient hat - unter der Woche hatte sein Team im Testspiel auch den Bezirksligisten Eichlinhofen am Rande eines Unentschiedens. „Wir hatten zwar auch Spiele dabei, in denen wir nur 60 Minuten richtig gut Fußball gespielt haben, aber bislang hat es verdientermaßen immer gereicht.“

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Bereits die Vorbereitung, als BW beim West-Cup das Finale erreichte, war vielversprechend. Dann lief bis auf den unglücklichen Derby-Start gegen Westfalia (1:3) auch alles zur vollsten Zufriedenheit des Trainers: „Ich kann mich wirklich nicht beklagen. Wenn ich was bemängeln sollte, dann die Chancenverwertung.“

„Rahm ist gut besetzt“

BW besteht aus vielen jungen Spielern, die gerne oben dran bleiben möchten. „Wir haben viele gute Leute. Ich gebe hin und wieder auch Spieler an die Zweite ab.“ Im Derby am Sonntag fehlen Maximilian Sueck, Tino Sander und Dario Obrenovic, die verhindert sind. Über den Gegner sagt Faust: „Rahm ist wirklich gut besetzt. Ich denke an Kerem Kalan, Haris Balihodzic oder Dennis Lauth.“

Seine Huckarder müssen laut Faust das Derby annehmen. „Ich mag die Schulzes und einige andere Leute in Rahm, wohne ja praktisch um die Ecke. Aber in einem Derby darf es auch gerne mal hitzig werden.“

„Die Mischung stimmt“

Fünf Pflichtspiele in Serie gewann der TuS, die Mannschaft hat offenbar auch das Potenzial, um das Ziel zu erreichen, dauerhaft oben mitzuspielen. „Wir haben eine zusammengeschweißte Truppe“, sagt Schulze. „Die Mischung stimmt.“

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Und so formierte Schulzes Vater Manfred, der Cheftrainer ist, eine Mannschaft aus Routiniers wie Dennis Lauth, Kerem Kalan, Ahmet Caki und seinen Sohn und vielen jungen Leuten. „Als uns während der Sommerpause einige Spieler verließen, hat der eine oder andere geglaubt, wir müssten kleinere Brötchen backen. Jetzt feiern wir Erfolge und wir sehen uns schon im oberen Drittel.“

Rahm zuletzt ohne Gegentor

Für die Rahmer spricht auch eine Entwicklung. Kassierten sie während der ersten drei Saisonspiele je drei Treffer, blieben sie zuletzt gegen SF Sölderholz (3:0) und VfR Kirchlinde (4:0) ohne Gegentor.

Jetzt also das Duell beim Nachbarn: „Wir sind komplett. Thomas Faust aber hat ein starkes Team. Wir werden uns auch nicht verstecken.“ Dieser Marschroute stimmt Faust zu: „Es gibt für beide keinen Grund, tiefzustapeln.“

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