In der Offensive hapert es noch beim SuS Oberaden. Gelingt ausgerechnet gegen Langschede mit der besten Defensive der Liga die Wende? © Wagner
Fußball

Titelrennen ohne SuS? Oberaden muss nach miserablem Saisonstart beim SV Langschede liefern

Das Topspiel der Kreisliga A2 steigt an diesem Wochenende in der Langscheder Ruhrkampfbahn, wo der Tabellensechste den Tabellenvierten SuS Oberaden zum Verfolgerduell erwartet.

Nach der ärgerlichen 2:3-Niederlage bei RW Unna erwartet Fußball-A-Ligist SV Langschede am Sonntag (15.15 Uhr, Ruhrkampfbahn Langschede) den nächsten Brocken. Der SuS Oberaden ist zu Gast. Und der hat bislang nicht wirklich überzeugt.

„Nach der zwischenzeitlichen 2:1-Führung in Unna hätten wir durchaus einen Zähler mitnehmen müssen. Das ist schade, aber ansonsten sind wir mit unserem aktuellen Punktekonto von acht Zählern recht zufrieden. Unser Auftaktprogramm war nicht gerade von Pappe, denn neben RW Unna haben wir mit dem Kamener SC bereits gegen einen weiteren Titelfavoriten gespielt“, meint Langschedes Übungsleiter Stefan Kortmann, der mit seinem Team am Ende der Saison weiterhin einen Platz unter den Top 5 der Liga anpeilt.

SV Langschede stellt die beste Defensive in der Kreisliga A2

Das Prunkstück des SV Langschede ist sicherlich die Defensivreihe mit dem überragenden Torhüter Christopher Sander. Lediglich fünf Gegentreffer stehen bisher zu Buche, das kann keine andere Mannschaft in der Kreisliga A2 vorweisen. Allerdings müssen im vorderen Bereich mehr Torchancen herausgearbeitet werden.

Sorgen bereitet dem Langscheder Coach die personelle Situation, denn mit Alexander Vilz, Niklas Müller, Marvin Weistropp, Yannick Büscher, Georg Folcz, Timo Kirstein, Nico Brewedell, Christian Radzko, Paul Jordan und David Mattern fallen wichtige Stammkräfte aus. Zu allem Überfluss hat sich Tim Henning am Dienstagabend beim Training nach einem Zusammenprall mit seinem Keeper ebenfalls verletzt und kann nicht auflaufen.

Hofft, auch gegen den SuS Oberaden etwas Zählbares mitzunehmen: SVL-Coach Stefan Kortmann. © Thorsten Teimann © Thorsten Teimann

Der Einsatz von Tobias Schorsch und Dominik Emde steht noch auf wackligen Füßen. So wird man auf Akteure aus der zweiten Mannschaft zurückgreifen müssen. Aber im Langscheder Lager ist man sich sicher, dass sich alle Spieler trotz der zahlreichen Ausfälle zerreißen werden, um dem Gegner Probleme zu bereiten.

SuS Oberaden schießt zu wenig Tore

„Oberaden hat bisher überraschend viele Punkte liegen gelassen. Demzufolge erwarte ich einen heißen Tanz, wir müssen hochkonzentriert arbeiten. Der SuS hat sehr gute Offensivspieler und agiert auch im technischen Bereich äußerst stark“, wäre Kortmann mit einem Zähler hochzufrieden.

Die Gäste haben bisher einen miesen Saisonauftakt hingelegt. Acht Punkte aus fünf Begegnungen hat das Team bisher auf der Habenseite, das ist für einen Titelanwärter viel zu wenig. Insbesondere das 2:2 am vergangenen Sonntag gegen den VfL Kamen II war mehr als enttäuschend.

Birol Dereli kann mit dem Saisonstart seines SuS Oberaden nicht wirklich zufrieden sein. © Jari Sprenger © Jari Sprenger

„Wir haben enorme Schwierigkeiten gegen defensiv eingestellte Gegner. Lediglich beim 6:0-Erfolg gegen Westfalia Wethmar II haben wir eine ordentliche Vorstellung hingelegt. Ansonsten ist unsere Chancenauswertung miserabel. Sieben Tore in den weiteren vier Spielen sind eindeutig zu wenig“, erklärt Oberadens Trainer Birol Dereli. Seine Torjäger Michael Krakala und Niclas Beckerling haben auch jeweils erst dreimal geknipst.

Meistertitel bleibt für SuS Oberaden das Ziel

„Unsere Zielsetzung ist allerdings weiterhin der Meistertitel, denn wir wollen unbedingt in die Bezirksliga“, so nochmals Dereli, der als Hauptkonkurrenten RW Unna und den Kamener SC sieht.

Die kommenden Aufgaben seines Teams sind schon recht schwierig, denn es folgen zwei Auswärtsspiele beim SV Langschede und RW Unna, danach empfängt man am heimischen Römerberg den SSV Mühlhausen II und dann geht es zum BSV Heeren. „In diesen Begegnungen müssen wir liefern, ansonsten könnte der Meisterschaftszug schnell ohne uns abfahren“, fordert Dereli eine deutlichen Leistungssteigerung seiner Schützlinge.

Großes Lazarett in Langschede, kaum Personalprobleme in Oberaden

An der Ruhrbrücke erwartet der erfahrene Übungsleiter eine Mannschaft, die immer wieder gefährlichen Standardsituationen produziert und eine tadellose kämpferische Einstellung an den Tag legt. Da sollten seine Mannen höllisch aufpassen.

Die Langzeitverletzten Jeremy Mustapha und Yunus Sevindir sowie Mohammed Karadag (Ampelkarte) stehen nicht zur Verfügung, ansonsten kann der SuS personell aus dem Vollen schöpfen.

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