18 Sekunden vor Schluss: Florian Trachternach schießt die U23 des TuS Haltern zum Titel

hzStadtwerke-Wintercup

Gedanklich waren wohl schon viele der Zuschauer am Donnerstagabend im Neunmeterschießen. Doch dann kam Halterns Florian Trachternach und hatte andere Pläne.

Haltern

, 26.12.2019, 19:17 Uhr / Lesedauer: 2 min

Beim Stand von 1:1 genau 18 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit schoss Florian Trachternach die U23 des TuS Haltern bei der Hallenfußball-Stadtmeisterschaft - dem Stadtwerke Wintercup - mit 2:1 in Führung und zum Sieg.

Nach einem ungenauen Abspiel von Lippramsdorfs Torhüter Marvin Niehaus kam Trachternach an den Ball. Bevor er auf das Tor schoss, versetzte er noch den ein oder anderen Verteidiger der Lippramsdorfer - und schob dann zum 2:1 für die Halterner ein. „Ein krasser Fehler“, sagte Lippramsdorfs Trainer Michael Hellekamp nach dem Spiel. „Alles in allem war es ein glücklicher Sieg für den TuS Haltern.“ In einigen Situationen habe seiner Mannschaft das Glück gefehlt.

Emotionen kochten hoch

Ein bisschen kochten nach dem entscheidenden Treffer die Emotionen hoch, als die Bank der Halterner jubelte - vor der eigenen Bank und zeitgleich vor der Fankurve des LSV. „Ich glaube, meine Spieler wurden ein bisschen provoziert. Wenn man dann kurz vor Schluss das Tor macht, dann kommen die Emotionen hoch“, sagte Haltern Trainer Timo Ostdorf nach dem Spiel.

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Was dort genau passiert war, hatte LSV-Trainer Hellekamp von der anderen Seite nicht gesehen. „Emotionen gehören dazu“, erklärte er.

Im Spiel hatten die Lippramsdorfer früh mit 1:0 geführt: Jonas Zernahle traf für das Team von Hellekamp nach vier Minuten. Halterns Marcel Klakus hatte nach neun Minuten den Ausgleich erzielt (1:1).

Torchancen zur Führung

Und danach hatten beide Teams noch Torchancen zur Führung: So klärte LSV-Schlussmann Niehaus einen Schuss von Lennart Rademacher mit dem Fuß (12.). Auf der anderen Seite parierte Leo Backmann-Stockhofe einen Ball von Lippramsdorfs Henrik Kleinefeld (16.). Viel schenkten sich die Teams auch in den Zweikämpfen nicht: Tim Schemmer (LSV) und Trachternach (TuS) sahen nach einem Foulspiel eine Zwei-Minuten-Strafe. Der LSV hatte die daraus resultierende Überzahl zur Führung genutzt.

„Es war ein harter Kampf“, bilanzierte Ostdorf. Und nach dem Turnier? „Geht es erst einmal in die Kabine“, sagte Halterns Trainer und lachte. „Danach dann vielleicht noch in die Stadtmühle.“ Gut möglich, dass sich die Teams dort später noch wiedergetroffen haben.

Trotz der Finalniederlage zog auch LSV-Trainer Michael Hellekamp nach Abpfiff ein zufriedenes Fazit. „Ich kann den Jungs nicht viel vorwerfen. Wir haben uns gut präsentiert.“

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