Abstiegsduell : TuS Haltern am See muss sich beim Wuppertaler SV geschlagen geben

Fußball Regionalliga West

Im Kampf um den Klassenerhalt hat der TuS Haltern am See am Samstag einen Rückschlag hinnehmen müssen. Beim Tabellennachbarn Wuppertaler SV gab es eine 0:2-Pleite für die Niemöller-Elf.

Wuppertal

von Olaf Krimpmann

, 08.03.2020, 16:58 Uhr / Lesedauer: 2 min
Eine typische Szene aus der zweiten Halbzeit: Robin Schultze rennt sich fest

Eine typische Szene aus der zweiten Halbzeit: Robin Schultze rennt sich fest © Olaf Krimpmann

Es nutzte ja nichts: Nach der 0:2-Niederlage in Wuppertal musste Regionalligist TuS Haltern den Blick nach vorne richten – so schwer es auch fiel.

Berkant Canbulut etwa sagte: „Spieltechnisch sind wir weiter dabei, es sind noch genügend andere Mannschaften in der Verlosung“, während Trainer Niemöller den Verein mit Blick auf die verbleibenden Spiele auf ein Fotofinish einstimmte: „Der Klassenerhalt wird ein Zielsprint.“

Ein Sprint, in dem seine Elf sich am Samstag vor 1 762 Zuschauern im Stadion am Zoo einen vielleicht schon kleinen Vorsprung hätte erspielen können: Hätte der TuS in den ersten 45 Minuten nicht mit den Chancen geschludert. Die erste Hälfte attestierte Niemöller seinen Mannen , einen guten Ball gespielt zu haben: „Wir kommen gut rein, haben Zugriff und einige gute Ballpassagen.“ Nur das Wesentliche, das fehlte.

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Die besten Chancen auf einen Torerfolg hatte Stefan Oerterer: In Minute 13 setzte „Ö“ erst den Ball an den Pfosten, um im Nachschuss am klasse reagierenden WSV-Keeper Niklas Lübcke zu scheitern. In Minute 36 kam Oerterer nach einer zu kurz abgewehrten Ecke 14 Meter vor dem Wuppertaler Tor frei zum Abschluss, setzte das Rund aber auf die Torlatte. Dazu gab es jede Menge guter, aber nicht konsequent zu Ende gespielter Angriffe. „Ö hatte heute nicht den besten Tag im Torabschluss“, meinte Berkant Canbulut. Auf der anderen Seite zeigte sich der WSV wesentlich zielstrebiger.

Die Platzherren brauchten ein paar Minuten, um ins Spiel zu kommen, schlugen dann aber mit dem zweiten nennenswerten Abschluss gnadenlos zu: Daniel Grebe nutzte eine schöne Kopfballvorlage von Lukas Knechtel, um aus kurzer Distanz zum 1:0 einzuköpfen(23.).

Führung komm den Gastgebern entgegen

Den aus einer eher defensiven Grundordnung spielenden Wuppertalern kam die Führung natürlich gelegen – wie es auch für das frühe 2:0 nach der Pause galt: Tjorben Uphoff war zu Stelle, nachdem sich der WSV über Tolga Cokkosan und Beyhan Ametov in den Halterner Strafraum kombiniert hatte (56.).

„Das 2:0 spielte Wuppertal natürlich in die Karten, der WSV setzte ganz auf seine Konter. Für uns war es schwierig, zurück zu kommen“, meinte Trainer Magnus Niemöller. In der Tat machten sich auf dem tiefen Rasen im Zoo-Stadion erste Verschleißerscheinungen bei den Gästen bemerkbar, die am Mittwoch noch bis in die Nachspielzeit hinein ein 1:1 gegen Rot-Weiss Essen zu verteidigen hatten.

Explosivität und Spritzigkeit in den Laufduellen gingen den Halternern, die vor der Pause verletzungsbedingt Kapitän Lukas Diericks verloren hatten, nun völlig ab, Wuppertal hatte es im Prinzip einfach, das 2:0 zu verteidigen. Und mehr: Mit der Führung im Rücken kam der WSV in den zweiten 45 Minuten zu drei, vier brandgefährlichen Kontern.

Dass die Platzherren keine Resultatsverbesserung erzielten, lag unter anderem an Halterns Keeper Rafael Hester, der einige Chancen zunichte machte. In der Summe kam der WSV damit zu mehr klaren Torabschlüssen und folglich zu einem verdienten Sieg, der die Bergischen in der Tabelle vor den TuS rutschen ließen.

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