Jonah Sandkühler (h.), hier im Duell mit dem Ex-Halterner Arda Nebi, setzte sich am ersten Oberliga-Spieltag mit dem TuS Haltern am See gegen die Sportfreunde Siegen durch. © imago images/Rene Traut
Fußball: Oberliga

„Anders kannst du da nicht bestehen“ – Sandkühler über den Auftaktsieg und den TuS-Umbruch

Drei Punkte zum Auftakt vor toller Kulisse: Jonah Sandkühler vom TuS Haltern spricht über das erste Ligaspiel, seine Verletzung, den Umbruch beim Oberligisten und Startelf-Ambitionen.

Gerechnet hatte damit nicht unbedingt jeder: Der TuS Haltern am See feierte beim Oberliga-Auftakt einen 2:0-Sieg gegen die Sportfreunde Siegen. Einer, der dabei 90 Minuten lang auf dem Platz stand, war Jonah Sandkühler – obwohl seine unangenehme Verletzung, die er sechs Wochen zuvor erlitten hatte, noch gar nicht ganz verheilt ist.

„Es war auf jeden Fall spannend“, sagt Sandkühler, der im defensiven Mittelfeld neben Paul Keller spielte. „Besser kann man sich einen Oberliga-Auftakt nicht vorstellen mit dem Sieg da“, so der Halterner. „Das Stadion alleine ist schon was anderes und dann auch mit den Zuschauern.“ Über 600 waren dabei und sahen, wie der TuS den ersten Sieg feierte.

Für Trainer Timo Ostdorf und auch für Jonah Sandkühler war es ein verdienter Erfolg. „Wir waren gut ins Spiel reingekommen“, sagt letzterer. Neben dem verschossenen Elfmeter von David Loheider kam der TuS zu einigen weiteren Chancen, doch erst ein Eigentor sorgte für die Führung.

„Da weiß man am Anfang nicht, wo man steht“

„In der zweiten Halbzeit gab es zwischendurch dann immer mal eine Drangphase von Siegen, aber eigentlich hatten die nur nach Standards Möglichkeiten“, erzählt Sandkühler, der sich Mitte Juli im Testspiel gegen RW Deuten einen Zeh gebrochen hatte.

„Das ist mehr oder weniger verheilt“, so der Halterner. „Gerade am Anfang tat es ziemlich weh, mittlerweile geht es während des Spiels.“ Irgendwann sei auch der Punkt erreicht worden, „wo die Saison immer näher kam, da hatte ich dann gesagt, ‚da muss ich jetzt durch‘“.

Und so erkämpfte er sich in den vergangenen Wochen den Startelfplatz am ersten Spieltag. Chancen darauf hatte er sich zuletzt auch ausgerechnet, immerhin stand er beispielsweise auch im letzten Testspiel in der ersten Elf. „Aber zu Beginn der Vorbereitung war es schwer abzusehen.“

Denn der Kader des TuS Haltern am See hat sich stark verändert. „Da weiß man am Anfang nicht, wo man steht“, so Sandkühler. Da er aber auch schon in der vergangenen Saison zum Stammpersonal gehörte, „hatte ich schon Selbstvertrauen“. Seinen Platz von Beginn an will er jetzt am liebsten auch nicht wieder abgeben. „Es ist auf jeden Fall mein Ziel, den Platz zu festigen“, erklärt er.

Gegen Siegen hat der TuS Haltern laut Sandkühler einen wichtigen Schritt gemacht

Der Halterner ist einer von nur wenigen Spielern im Kader des Oberliga-Teams, der schon mehr als ein Jahr beim TuS spielt. Im Sommer gab es den zweiten großen Umbruch hintereinander.

„Ich glaube, in der Vorbereitung hat man gesehen, dass wir anfangs ein bisschen Probleme hatten, uns zurechtzufinden“, sagt Sandkühler über die neu zusammengestellte Mannschaft. Das sei nach so einem Umbruch aber auch normal.

„Gegen Brünninghausen hat das schon ganz gut funktioniert, das Spiel gegen Siegen war dann noch mal ein wichtiger Schritt. Wir sind als Einheit aufgetreten – anders kannst du da auch nicht bestehen.“

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Pascal Albert

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