Cedric Drobe wechselt im Sommer zum TuS Haltern am See. © Archiv
Fußball: Oberliga

Ansage an die Konkurrenz: TuS Halterns neuer Torwart kommt, „um zu spielen“

Den SV Schermbeck habe er verlassen, weil es mit den Verantwortlichen nicht mehr gepasst habe, sagt TuS Halterns neuer Torwart Cedric Drobe. Seinen neuen Konkurrenten macht er eine Ansage.

Mit Cedric Drobe stößt einer der besten Torhüter der Oberliga zu uns“, sagte Halterns Sportlicher Leiter Tim Eibold zur neuesten Verpflichtung des TuS Haltern am See. Der 28-jährige Keeper wechselt vom Ligakonkurrenten SV Schermbeck an die Stauseekampfbahn. Mehrere Gründe sprachen für den Wechsel – einer davon war, dass es beim SV Schermbeck mit den Verantwortlichen nicht mehr gepasst habe.

Vor geraumer Zeit hatte der SVS bereits den Abgang von Cedric Drobe verkündet. „Es passte im zwischenmenschlichen Bereich nicht mehr mit den Verantwortlichen“, sagt der Keeper. Was genau zwischen ihm und dem Verein vorgefallen ist, möchte er nicht näher erläutern. „Ich möchte nicht nachkarten“, erklärt er. Drobe und der Verein hätten die Trennung „sauber kommuniziert.“

Auf die Meldung des SVS, dass der Keeper zur kommenden Saison vereinslos sei, reagierte TuS-Trainer Timo Ostdorf recht schnell. Er und Drobe kennen sich aus gemeinsamen Zeiten beim SC Hassel. „Ich schätze Timos Persönlichkeit, auch wenn ich ihn als Trainer noch nicht kenne“, so Drobe. „Wir liegen auf einer Wellenlänge.“

Keeper findet Bilbao-Konzept „interessant“

Die Wahl auf den TuS Haltern am See fiel auch deswegen, weil er den Verein immer als einen „herausfordernden Gegner mit einem tollen Umfeld“ gesehen habe, erzählt der Torwart im Gespräch mit der Halterner Zeitung. Das Bilbao-Konzept sei ebenfalls ein Grund gewesen, warum sich Drobe für die Halterner entschieden habe – auch wenn der Keeper selber gar nicht in das Konzept passt.

Cedric Drobe hat sich für einen Wechsel von Schermbeck zum TuS Haltern am See entschieden.
Cedric Drobe hat sich für einen Wechsel von Schermbeck zum TuS Haltern am See entschieden. © TuS Haltern am See © TuS Haltern am See

„Der eingeschlagene Weg des Vereins ist interessant“, sagt Drobe, der nicht in Haltern wohnt und auch in der Jugend nicht bei einem Verein in der Seestadt spielte. Eigentlich wäre er für das Bilbao-Konzept also ein uninteressanter Spieler gewesen. Ganz ohne erfahrene Spieler, die die Oberliga schon kennen, ginge es aber nicht, sagt er. „Ein paar erfahrene Spieler, die dieses Niveau bereits mitbringen, müssen die Jungen führen.“

Zusammen mit den jungen Keepern Ubeyd Güzel und Julian Jaworek bildet Cedric Drobe ab Sommer das Torwart-Trio der Halterner. Ob er Ubeyd Güzel als Nummer eins ablösen werde, sei noch nicht klar. „Ich komme, um zu spielen“, bringt es Drobe aber auf den Punkt. Am Ende gehe es jedoch natürlich um Leistung. „Dieser Herausforderung möchte ich mich stellen.“

„Wird dauern, wieder auf dem Level zu sein“

Dass er, wenn wieder gespielt werden kann, direkt auf seinem vorigen Niveau sein werde, glaubt er indes nicht. „Nach so einer langen Pause wird es dauern, bis man wieder auf seinem Level ist“, sagt er. So gehe es aber allen Spielern.

Da seit Montag, 22. Februar, Einzeltraining mit Abstand wieder erlaubt ist, könnte er theoretisch alleine Torwart-Training nehmen. „Diese Überlegung habe ich bereits“, so der Keeper. „Ich würde mich freuen, endlich wieder einen Ball in der Hand oder am Fuß haben zu können.“

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Niklas Berkel
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