Bei Britta Büser und ihrem Wallach Favorit war es „Liebe auf den ersten Blick“

hzDas Sportporträt

Zehn Platzierungen hat die Halternerin Britta Büser mit ihrem Pferd Favorit gesammelt. Die Saison 2018/19 war ihre erfolgreichste. Doch sie hat noch einen großen Traum.

Lippramsdorf

, 11.07.2019 / Lesedauer: 3 min

„Reiten ist meine Welt“, sagt die für den RV Lippramsdorf startende Britta Büser, die mit Ihrem westfälischen Wallach Favorit über die Jahre zu einem echten ‚Dreamteam‘ zusammengewachsen ist. Beide haben gemeinsam in der Saison 2018/19 ihre größten Erfolge erzielt. Dafür wurde Büser auf der letzten Hauptversammlung als erfolgreichste Turnierreiterin des Vereins mit dem Josef-Buddenbrock-Wanderpokal ausgezeichnet.

Zu ihrem Pferd hat sie eine enge Verbundenheit. „Ich richte mich auch immer ein wenig nach der aktuellen Laune meines Pferdes. Die erkenne ich schon auf den ersten Blick“, erklärt die 38-jährige Bankkauffrau aus Ascheberg. „Zu Hause hatten bei uns alle Kinder Pferde und so war es auch für mich ganz normal, mit Pferden umzugehen“.

Junges Pferd schon früh im Blick

2009 kam sie nach Haltern und hatte ein junges Pferd, das auf der Nachbarweide neben ihrem Haus stand, im Blick. Das war Favorit. Als das Pferd 2014 zum Verkauf stand, erfüllte sie sich ihren Wunsch. Obwohl der damals 4-jährige Wallach noch ein Wildpferd war, spürte Büser direkt: „Wir passen zusammen.“ Ein Jahr später nahm sie ihr Pferd erstmalig mit nach Marl zu ihrer Trainerin Christina Friedrich. Doch schon nach den ersten Grundlagenübungen in der Dressur entpuppte sich das Pferd als eine Wundertüte. „Der kann ja auch springen“, sagte Büsers Trainerin.

Mit der Zeit entwickelte Favorit immer mehr Sprungkraft und Büser gelang es, immer besser die Distanzbereiche im Parcours genauer einzuschätzen. Damit konnte sie dem Pferd bessere Hilfen geben.

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Während vieler Turnierstarts entwickelte das Paar mit der Zeit eine für beide immer besser passendere Harmonie und so wurde die Saison 2018/19 zum erfolgreichsten Sportjahr. Zehn Platzierungen im Springen der Klasse M stehen in der Erfolgsbilanz. Doch Mitte letzten Jahres ging plötzlich gar nichts mehr. „Ich hatte plötzlich das Gefühl wir datteln nur noch so rum“, sagt Büser.

Alle Sorgen waren unbegründet

Doch alle Sorgen waren unbegründet, denn es zeigte sich relativ schnell, das sich der eigenwillige Favorit einfach nur eine persönliche Auszeit genommen hatte.

Danach lieferte er beim Turnier in Herborn wieder einen überzeugenden Auftritt ab und trug seine Reiterin zum dritten Platz im Springen. „Schon beim Antraben habe ich gemerkt, das könnte passen“, erinnert sie sich.

Anfang Juni wagte sich Büser auf der Reitanlage Bölting in Münster auch erstmalig an eine Vielseitigkeitsprüfung der Klasse L. Am Ende freute sie sich über einen vierten Platz im Gesamtklassement aus Springen, Dressur und Geländeritt. „Darüber war ich selbst total überrascht, denn es war eigentlich mein erster ernsthafter Versuch in dieser Disziplin“, erinnert sie sich.

Fünf Mal die Woche wird trainiert

Büser trainiert mit ihrem Pferd fünf Tage die Woche, darunter in Marl, auf dem Hof Kloth in Lippramsdorf und bei Ausritten im Wald. Dabei legt sie viel Wert auf Dressurlektionen zur Stärkung der Hinterhand, um damit gezielt auch mehr Kraft für den Abdruck im Sprung zu entwickeln. Das hilft speziell beim Springen im Zeitparcours, weil so engere Wendungen möglich sind.

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Büser hatte von Beginn an zu Favorit eine sehr enge Verbindung und hat in ihm mehr gesehen, als viele andere, die eher abgeraten hatten, das Pferd zu erwerben. „Zwischen uns war es Liebe auf den ersten Blick“, sagt sie. Als Ziel für die nächste Zeit nennt Büser den Start bei einem S-Springen. „Ich glaube fest daran, dass es möglich ist. Vielleicht in zwei Jahren“, sagt sie.

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